Erbschein muß man zwingend angeben , wie groß der Nachlaß ist?

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eigentlich muß man schon angeben, wie groß das Erbe ist, da ja eventuelle Steuern bezahlt werden müssen. Die Angaben müssen nach bestem Gewissen erfolgen, da man sich sonst wohl strafbar macht.

Hallo ich habe weitere Fragen zu unserem Erbfall. Mein Vater ist gestorben , zu vererben sind ein gr. Grundsctück und Barvermögen.Mein Vater hatte eine Bereuung und lebte im Seniorenheim. Der Betreuer hat noch keine Abrechnung gemacht. Vor dem Tod meines Vaters stand ein Teilstück des Grundstückes zum Verkauf. Jetzt werde ich gedrängt einen gemeinsamen Erbschein zu beantragen. Die Betreuerin meiner Mutter soll den Antrag bei Gericht vorlegen, um den Verkauf des Grundsctückes schnell abzuschließen. Aus dem heruntergeladenen Musterantrag für einen Erbschein sehe ich, das dort genaue Angaben über die zu vererbenden Einheiten gemacht werden müßen. Ich weiß aber noch nicht wie hoch das Barvermögen meines Vaters ist.Außerdem hat meine Schwester ein vorgezogenes Erbe(Grundsctück) aus dem Gesamterbe erhalten. Meine Fragen::wenn ich mein Einverständnis erkläre, das die Betreuerin den Erbschein für uns aklle beantrgt. Habe ich dann eine Blankounterschrift gegeben, egal was sie z.b. an Quadratmetern angibt. Muß der Wert des Nachlasses verbindlich angegeben werden? Wenn ich meine Unterschrifz verweigere, kann fdas Grundsctück trotzdem verkauft werden, obwohl ich zu 25% Miterbin bin?

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@GabyGieseler

M.E. wird anhand der Rangfolge ein Erbschein erstellt. Da sowohl Sie, Ihre Schwester als auch Ihre Mutter erben, wird ein Erbschein ausgestellt, der Sie dreien ausweist. Mit diesem Erbschein müssen Sie zu den Banken gehen, damit sie die Kontostände, WErtpapiere, etc. erhaltet bekommen. Nachdem Ihr Vater über Wertvermögen im positiven Fall hatte, werden Sie das Erbe wohl nicht ausschlagen, da hierzu die Frist 6 Wochen beträgt. Da wohl der Betreuer eine dritte Person ist, also nicht zu ihrer Familie gehört, kann ich Ihnen nicht unbedingt raten, diesem eine Vollmacht zu geben. Vielleicht wäre es besser, Sie würden einen Rechtsanwalt mit der Abwicklung beauftragen ?! Da Ihre Schwester ja schon teilweise abgegolten wurde, bin ich überfragt, ob auch dies so dem Amtsgericht mitgeteilt werden muß. Ferner stellt sich die Frage, ob sie vom Nachlaßgericht schon eine Mitteilung bekommen haben ?! NOrmalerweise bekommen Sie vom Nachlaßgericht ein Formblatt, welches Sie ausfüllen müssen, dies ist M.E. nicht unbedingt an eine Frist gebunden, da Sie ja erst den Nachlaß umfassend erkunden müssen. WEiter glaube ich nicht, daß das Grundstück jetzt noch ohne Ihre Zustimmung verkauft werden darf, da ja alle, also auch Ihre Schwester und Ihre Mutter, dem zustimmen müssen. Die Sache kann jedoch nur von einem Rechtsanwalt gut beurteilt werden; Wenn Sie noch Hilfe benötigen, bitte schreiben !

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@Polo86

Hallo Polo86, vielen Dank für Ihre umfassende Antwort. Zur Zeit hat sich eine neue Konstellation ergeben. meine Schwester schlägt wahrscheinlich das ERbe aus, müßte sie aber noch schriftlich belegen. Wenn ich jetzt abwarte, schreibt mich das Nachlaßgericht an ob ich die Hinterlassenschaft annehme?

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Ja, man muß angeben wie groß der Nachlaß ist.Wenn du ein naher Angehöriger bist der erbt brauchst du ja unter Umständen keine Erbschaftssteuer bezahlen.Dann hättest du einen Freibetrag von 250.000 Euro.

Ja, musst Du zwingend angeben. Ansonsten Unterschlagung, Steuerhinterziehung etc.

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