Erbschein für Lebensversicherung?

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3 Antworten

Die Leistungen aus einer Lebensversicherung stehen immer dem Versicherungsnehmer zu, nicht der versicherten Person. Verstirbt der Versicherungsnehmer, treten die Erben an die Stelle des Versicherungsnehmers. Die versicherte Person hat weder vor noch nach dem Ableben des Versicherungsnehmers irgend einen Anspruch gegen die Versicherungsgesellschaft.

Das Amtsgericht in Essen-Steele sagte mir das ein Erbschein in diesem Fall nicht notwendig ist.

Erkläre dem Amtsgericht noch einmal ganz genau, wer Versicherungsnehmer, wer Erlebensfallbegünstiger, wer Todesfallbegünstigter und wer versicherte Person ist oder war.

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@Zyogen

Nachdem ich nun ein erneutes Gespräch mit der Dame vom Amtsgericht hatte, bin ich nach wie vor nicht schlauer. Sie sagt das es nicht nötig ist einen Erbschein zu beantragen und kann sich nicht erklären weshalb die DEVK einen Erbschein sehen möchte. Schließlich bin ich die VP und der alleinige Erbe dieser LV. Meine Stiefmutter hat eine gesonderte LV ähnlich wie bei mir als VP durch meinen Vater als VN am laufen. Bei einer dritten LV meines Vaters steht er als VN und VP drin und dort wäre ein Erbschein nötig, da das Erbe geteilt werden müsste.

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du brauchst den erbschein oder zumindest den totenschein!

Erbschein ist nicht nötig. Denn die Versichungsunterlage hat nichts mit dem Erben zutun.

In diesem Fall sehr wohl: Versicherungsnehmer und somit vermutlich auch Begünstigter war der Verstorbene. Die Versicherung ist Bestandteil der Erbmasse. Der Sohn war lediglich die versicherte Person, hat aber - solange er nicht Miterbe ist - keinerlei Ansprüche gegen die Versicherung. Im Falle seines Todes hätte der Vater die versicherte Todesfallsumme erhalten.

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@Zyogen

Der Sohn wurde als Versichterte Person (VP=Begünstigter ) vom Vater benannt.

Lebensversicherung mit Begünstigten

Wurde der Versicherungsvertrag aber zugunsten einer im Vertrag genannten Person abgeschlossen, so steht die Versicherungssumme natürlich dem Begünstigten zu und fällt nicht in den Nachlass. Er hat einen privatrechtlichen Anspruch aus dem Versicherungsvertrag, die Versicherung muss die Summe direkt an ihn auszahlen.

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@Silmoo

Aber seltsam das der Vater 3 Lebensversicherungen abgeschlossen hat.

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@Silmoo

Die Versicherung wird da sicher nicht ganz unbeteiligt gewesen sein. Es ist doch allgemein bekannt das diese nur Dollar/Eurozeichen in den Augen haben. Und wenn man dann sein Geld haben möchte, wehren diese sich mit Händen und Füßen.

Demnach wäre ein Erbschein nach deinem Meinung unangebracht, Silmoo? Für mich macht es auch nur Sinn als VP der Begünstigte zu sein, da mein Vater als VN verstorben ist. Der Versicherung habe ich im übrigen schon mit Rechtlichen schritten gedroht wenn diese weiterhin nicht kooperieren möchte. Natürlich ist das nur eine Drohung, das mache ich auch grundsätzlich bei Ämtern, Krankenkassen, Versicherungen usw. wenn diese nicht ihre Arbeit erledigen wollen.

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