Erbschaftssteuer - Schenkung - Kleinbetrieb ohne Nachfolge

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2 Antworten

Wahrscheinlich werden die Erben den Betrieb verkaufen oder auflösen.

Der sich ergebende Erlös ist dann das, wofür Erbschaftssteuer gezahlt werden muss.

Die Möglichkeit, den Betrieb vorher auszubluten, sehe ich eher nicht, da i.A. beim Verkauf von Betriebsvermögen ein Gewinn realisiert wird, der voll versteuert werden muss.

Das mag allerdings beim Auflösen durch die Erben auch so sein, vielleicht kennt sich da noch jemand genau aus.

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Kommt drauf an.

Wenn die Erben den Betrieb nach dem Erbfall nicht fortführen, gibt es erbschaftsteuerlich dafür auch keine Begünstigung; d.h. der Betrieb ist zu bewerten und der Erbschaftsteuer zu unterwerfen. In dem Zusammenhang wird übrigens das Grundstück separat bewertet.

Es ist alternativ denkbar, schon jetzt - zu Lebzeiten des werdenden Erblassers - Teile der potenziellen Erbmasse zu verschenken. Das macht insoweit Sinn, als die schenkungsteuerlichen Freibeträge schon mal ausgeschöpft werden können. Wenn nach der Schenkung der Schenker noch 10 Jahre lebt, bleiben diese Schenkungen steuerfrei und die Freibeträge stehen von neuem zur Verfügung; wenn nicht, werden sie in die Berechnung der Erbschaftsteuer mit einbezogen.

Ich würde einfach schon mal das Grundstück bewerten und schauen, was man schenkungsteuerlich damit jetzt schon machen kann und welche stillen Reserven ggf. aufzudecken sind. Wenn der Vater sich noch nicht vollständig von den Früchten dieses Grundstücks trennen will, kann man z.B. auch an Vorbehaltsnießbrauch denken.

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