Erbschaft, wie gehts weiter?

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5 Antworten

bei Gericht undzwar der Nachlassstelle, denn ihr braucht auf jeden Fall einen Erbschein, auch der muss dort beantrag werden. Dort bekommst Du auch die nötigen Auskünfte. Testament, Sterbeurkunde und PA nicht vergessen

Wenn in Abt. II (evtl. Nießbrauch etc) und Abt. III (Grundschulden, Hypotheken etc) nichts eingetragen ist, ist das Haus nicht belastet. Wenn Deine Schwester angebaut hat, aber nicht im Grundbuch steht, dann ist entweder das Grundstück mal geteilt worden und Deine Schwester hat den abgeteilten Grundstücksteil bekommen und hat darauf gebaut oder sie hat den Anbau finanziert ohne Eigentümerin zu sein und der Anbau gehört dann zum Gesamtgrundstück und somit zur Erbmasse. Aufgrund welcher Rechte beansprucht sie Zimmer im Stammhaus? Totenschein reicht nicht, Du brauchst einen Erbnachweis. Im übrigen scheint mir es noch ziemlich früh, ein vermeintliches Erbe schon zu verteilen bevor die Erblasser verstorben sind. (mit Verlaub, es stellt sich schon die Frage der Pietät)

Hallo, selbstverständlich sind meine Eltern verstorben sonst würde ich mir keine Sorgen machen müssen! In ca. 2 Wochen wird das Erbe ausgesprochen und da ich sowas das erste Mal erlebe, wollte ich nur einen Rat haben damit alles richtig läuft später!!! Trotzdem Danke für die Auskunft

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@Nurguthier

noch eine Ergänzung zum besseren Verständnis: Erbe wird man - auch wenn man nichts davon erfährt - sofort mit dem Ableben des/der Erblasser. Du bist also unmittelbar nach dem Ableben Deiner Eltern zusammen mit Deiner Schwester Erbe geworden. Wenn es nicht so wäre, gäbe es einen rechtsfreien Raum, das hat der Gesetzgeber eben dadurch vermieden, dass das Erbe sofort eintritt. (Ob man es annimmt oder nicht ist eine andere Frage). Daher auch das Missverständnis durch die Formulierung: ....in zwei Wochen werde ich Erbe.... .

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Belastungen einer Immobilie egal ob private Investitionen (Schwester) Hypothek oder Altenteil, werden im Grundbuchamt festgehalten. Wenn Investitionen , in dem Fall von deiner Schwester, getätigt worden sind und diese nicht eingetragen wurden ginge sie unter Umständen leer aus, bzw ihr würden diese nicht anerkannt werden. Das hat zu Folge: Der Wert des Hauses hat sich durch die Ivestition deiner Schwester verbessert, es würde durch 2 geteilt. Hätte sie über die Investitionssumme einen Eintragung im Grundbuch, würde dieser vorab abgezogen und der Rest des Hauswertes durch 2 geteilt.

Herzlichen Dank, Sie haben mir sehr geholfen, ist das erste Mal das ich mit so etwas zu tun habe!

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Hallo, kann ich so nicht ganz stehen lassen. Der Nachweis einer restlichen noch betehenden Investition abzüglich des bereits abgewohnten Teiles dieser Investition ist nicht von der Eintragung im Grundbuch abhängig. Die Eintragung im Grundbuch dient nur der Absicherung des Darlehensgebers (hier der Schwester) aber nicht für den Nachweis der Investitionssumme. Die Investition muss schuldrechtlich nachgewiesen werden, nicht sachenrechtlich. Gruß

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@Guppy194

In meinem Fall war die Höhe der Investition/Betrag oder auch Darlehn im Grundbuch festgehalten. Dies hätte die Schwester machen müssen, damit der Betrag vorab an sie zurückfällt.

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Beim Nachlassverwalter (Notar). Mit dem Schein und Pass, Geburtsurkunde hingehen.

Nun, noch leben die vermeintlichen Erblasser. Ein Nachlassverwalter muss vom Gericht bestellt werden. Regelmäßig ist das nicht der Fall.

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Im Grundbuchamt bist Du genau richtig. Im Grundbuch wird auch die Grundschuld eingetragen. Wie viel noch an Belastungen vorhanden sind musst Du mit den finanzierenden Banken klären, oder halt die Dokumente des Verstorbenen durchgehen. Es gibt jährlich einen Auszug über getilgte Raten und wie viel noch zu tilgen ist. Das sollte für den Anfang reichen.

es ist aber auch möglich, dass eine Grundschuld nicht aus dem Grundbuch entfernt wurde, weil der Eigentümer diese hat stehen lassen, um vielleicht irgendwann mal diese Grundschuld zu beleihen. Die ganze Angelegenheit ist sehr komples, die Erben sollten zu einem Notar oder RA gehen

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