Erbschaft trotz Hart IV

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3 Antworten

Jetzt ist es ja so, dass das Erbe, was sie erhalten wird auf den Cent genau eingeteilt werden muss (Erbsumme dividiert durch Hartz IV Betrag) und sie somit die Jahre damit auskommen muss.

Das ist völliger Blödsinn. Wer hat Ihnen denn diesen Unsinn erzählt ?

Eine Erbschaft ist einmaliges Einkommen im Sinne des SGB II. Hierfür gilt nach § 11 Abs 3 SGB II

(3) Einmalige Einnahmen sind in dem Monat, in dem sie zufließen, zu berücksichtigen. Sofern für den Monat des Zuflusses bereits Leistungen ohne Berücksichtigung der einmaligen Einnahme erbracht worden sind, werden sie im Folgemonat berücksichtigt. Entfiele der Leistungsanspruch durch die Berücksichtigung in einem Monat, ist die einmalige Einnahme auf einen Zeitraum von sechs Monaten gleichmäßig aufzuteilen und monatlich mit einem entsprechenden Teilbetrag zu berücksichtigen.

Das heißt, das Einkommen ist in diesen Fall auf genau 6 Monate aufzuteilen. Nicht mehr und nicht weniger. Also nix mit 10 Jahren. Sofern die Erbschaft so hoch ist, enfällt die Bedürftigkeit dann komplett. Es sei mal offen gelassen was passiert wenn innerhalb der 6 Monate wieder Bedürftigkeit entsteht.

Nach den 6 Monaten ist die Erbschaft, oder das was davon noch Übrig ist, Vermögen. Sollten nach den 6 Monaten die Vermögensfreibeträge überschritten werden, dann kann, solange genügen Vermögen vorhanden ist, kein Harz 4 bezogen werden.

Monatlich mehr Geld ausgegeben wird, als eigentlich zur Verfügung steht (z.B. anstatt 600 € gibt sie jeden Monat 2000 € aus)?

Für den Verbrauch des Vermögens gibt es keine kongreten Vorgaben. Wer genügend Vermögen hat, hat mit der Arge nix zu tun und kann grundsätzlich frei über sein Vermögen verfügen. Allerdings darf Hilfebedürftigkeit nicht absichtlich hergestellt werden. D.h. das Vermögen darf nicht verschwendet werden. Schenkungen könnnen innerhalb von 10 Jahren zurückgefordert werden, wenn der Schenker verarmt. (Bringt also nix das Geld zu verschenken.)

Anders wäre eine Ausschlagung der Erbschaft zu bewerten.

Sobald e.in Hartz IV Empfänger zu Geld kommt,durch Arbeit, Schenkung oder Erbschaft ist er nicht mehr bedürftig und muss von dem Geld leben.

Also zur Aufklärung.Das Jobcenter kann überhaupt und darf überhaupt nicht euch vorschreiben,wie lange ihr davon leben müsst.Da ihr, in der Wahrscheinlichkeit, kein Geld mehr erhalten werdet vom Jobcenter nehme ich an,so könnt ihr euch gleich abmelden was ich euch auch raten würde.Dann seid ihr frei und niemand macht euch Vorschriften wieviel Geld ihr pro Monat ausgeben dürft.Wäre noch schöner,das mir das Jobcenter vorrechnet,wie langer ich davon leben muss.Außerdem unvorsehbare Ereignisse kann immer passieren.Kein Mensch kann in die Zukunft blicken,was in z.B. 5 Jahren ist.Kann sein ihr braucht mehr Geld wegen Krankheit oder so,das bedenkt das Jobcenter nicht.Also wenn das Geld in 3-4 Jahren schon aufgebraucht ist,statt in 10 Jahre könnt ihr euch auch vorher abgemeldet habt könnt ihr wieder einen Antrag stellen auf Hartz IV.So einfach ist das. Also meldet euch ab vom Jobcenter das ist mein Rat.Und gönnt euch jetzt mal was.Sonst habt ihr nichts von eurer Erbschaft.Und das ist nicht Sinn der Sache einer Erbschaft.

Esyx100 27.08.2012, 20:17

Wenn man sich von dem Jobcenter abmeldet muss man aber doch arbeit vorweisen, oder? Meine Mutter hat einfach nur Angst, dass sie (wenn Sie das Erbe aufgebraucht hat) Ärger bekommt wenn Sie sich nicht an den Soll Gehalten hat, der ihr Monatlich zur Verfügung steht. Das ist ja das ärgerliche an Hartz IV. Ich habe ihr auch gesagt, dass man in Deutschland nicht verhungert, wenn das Geld aufgebraucht ist... Wir wollen ja nicht schmarotzen - sie kann aufgr. von Krankheiten nicht mehr arbeiten und bekommt deswegen Geld von der Arge..

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Gelehrter 27.08.2012, 21:52
@Esyx100

Nein wer sagt denn sowas.Ich kann mich jederzeit abmelden vom Jobcenter ohne das ich Arbeit habe.wovon ich lebe geht dem Jobcenter nichts an.Nur wenn ich eine Arbeitsstelle antrete muss diese vom Arbeitgeber gemeldet werden bei Krankenkasse Rentenkase,Berufsgenossenschaft etc und das muss ich dem Jobcenter melden.Alles andere nicht.Es sei denn ich mache mich noch selbständig auch das muss ich melden.Wenn ich vom Geld der Freunde z.B. lebe brauche ich das nicht angeben.Es gibt Obdachlose die leben auch nicht vom Jobcenter.sie holen sich halt nur das Tagesgeld ab,was ihnen zusteht.Und haben auch keinerlei Verpflichtungen.Also wenn ihr euch abmeldet und lebt von der Erbschaft habt ihr keinerlei Verpflichtungen gegenüber dem Jobcenter.

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Sammy1953 26.11.2013, 16:41

...kenne das auch z.Zt. wegen Erbschaft von Bekannten. Der Fallmanager möchte entweder den Kontoauszug oder aber ein anderes Schriftstück als Beweis wegen dem Vermögen um zu wissen, wieviel man bekommen hat. Und es stimmt, es wird vorgeschrieben und berechnet, wie lange man von dem Geld zu leben hat, tztz! Man selbst kann doch unvorhergesehene Dinge nicht voraussehen und meine Meinung, man ist kein kleines unmündiges Kind mehr ! Die können doch froh sein, dass man weg ist vom Amt! Das Geld, das sie an dir erst mal einsparen, das wird schon woanders um Löcher oder andere Dinge zu bezahlen, gestopft! Zudem man dann eine Verzichtserklärung aufsetzt - entweder man selbst oder das JobCenter hat es vorbereitet! Die totale Kontrolle beim Staat - die würden da mal bei anderen Dingen kontrollieren. Zudem diese Beobachtung 10 Jahre lang sein kann! Ich weiss jetzt nur nicht, wie das ist, ob man, nachdem man merkt, dass das Geld aufgebraucht ist, man gleich beim Amt dann wieder Geld bekommt oder es Wartezeiten gibt? Denke mal nicht !

Man muss dann selbst bei der Krankenkasse nachfragen, wie hoch sich der gesetzliche Mindestbeitrag beläuft, den man, auch die GEZ, dann selbst bezahlen muss, wie auch seine Miete u.a. mehr ! Beim Antrag von der Krankenkasse ist auch vorgemerkt, den Vermögensbeitrag/Kapital einzutragen! Ist wahrsch. wegen dem Finanzamt und blos nirgends Geld anlegen, wie Tagesgeld o.ä. das ja Zinsen bringen könnte.

Nein, so einfach machen die es einem vom Amt nicht. LG

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