Erbschaft / Lebensversicherung

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7 Antworten

Bei Kindern gilt der Freibetrag von 400000,--€, 20000,-- sind für nicht miteinander verwandte Personen. Da sie als VP eingetragen sind, hat ihre Stiefmutter damit nichts zu tun, ihr Vater hat diese Versicherung für SIE abgeschlossen. Wenn er nicht festgelegt hat, dass Sie davon die Bestattung zahlen müssen, dann ist zunächst seine Ehefrau heranzuziehen. Die Kosten der Bestattung werden aus dem Nachlass bezahlt, reicht dieser nicht aus, dann werden 1. die Ehefrau und wenn diese nicht leisten kann, die Kinder zur Zahlung der Bestattungskosten herangezogen.

Hmm. M.E.: Wenn Du in einer LV VP bist, ist es kein erbschaftsteuerlich unbeachtlicher Vermögensübergang mehr. Ergo fällt die LV samt aller Einzahlungen steuerlich in die Erbmasse. Anders verhielte es sich, wäre VN = VP und Du Bezugsberechtigter im Todesfall.

Demzufolge ergäbe sich für Deine Fragen:

Zu 1) Ja, zu einem Viertel.
Zu 2) Die Zahlungen der Beiträge zählen ggfs. als Schenkung in der 10-Jahres-Frist. Zudem ist der VR verpflichtet, diese Übertragung gegenüber dem FA anzuzeigen. Das ist normal.
Zu 3) Sofern Dein Erbanteil den Freibetrag nicht überschreitet (der bei Verwandten erster Ordnung eigentlich weitaus höher liegt), ist die Erbschaft steuerfrei.

Cubiazero 06.03.2014, 18:46

Wenn das alles stimmt bin ich schon zufrieden.

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Wenn Du als versicherte Person eingetragen bist, steht Deiner Stiefmutter nichts zu.

Ich war auch von meiner Mutter in einer LV als versicherte Person eingetragen - mein Bruder bekam nichts ab.

Die anderen Fragen kann ich nicht beantworten - mein Erbe war nicht so hoch.

Ich habe einen Freibetrag von 20.000 € bezüglich der Erbschafts- und Schenkungssteuer.

Der Freibetrag hängt vom Verhältnis zum Erblasser ab. Kinder und Stiefkinder haben einen Freibetrag von 400.000€.

3.) Wie hoch dürfte die Erbschafts oder Schenkungssteuern in meinem fall in etwa sein?

Beim Vater / Stiefvater in diesen Größenordungen 0.

Ist meine Stiefmutter auch hier erbberechtigt?

Kommt darauf an, ob sie mit Ihrem Vater verheiratet war und ob es ein Testament gibt. Für die LV gilt in jeden Fall das Geld möglichst schnell auszahlen lassen, da es dann nicht mehr im Nachlass ist.

... in meiner Familie kam es leider zu einem Todesfall wodurch ich Erbberechtigt wurde. In meinem Fall es geht um eine Lebensversicherung in der mein Vater als Versicherungsnehmer der DEVK, mich als Versicherte Person eingetragen hat!

Wer ist denn die bezugsberechtige Person im Sterbefall und wer die bezugsberechtigte Person im Erlebensfall???

Und in welchem Zusammenhang bzw. in welcher Absicht wurde denn diese LV abgeschlossen, weil du die versicherte Person bist und nicht dein Vater die versicherte Person??? Verstehe den Zusammenhang bzw. die Gründe hierfür nicht!

Gruß siola

PS. Oder bist du vielleicht doch die bezugsberechtigte Person oder handelt es sich evtl. um eine Ausbildungsversicherung für dich???

Cubiazero 06.03.2014, 18:44

Ich bin die versicherte Person. Mein Vater der Versicherungsnehmer. Er zahlte dort Geld ein damit die Bestattung bezahlt werden kann bzw. niemand sich um die kosten sorgen muss und für mich soll da auch noch was abfallen. Meine Stiefmutter steht nicht drin. Aber da sie verheiratet waren muss sie ja Erbberechtigt sein. Das sollte auch alles kein Problem sein.

Normalerweise steht die Frau noch vor den Kindern als bezugsberechtigte Person im Erlebnis- und Sterbefall. Aber die Lebensversicherung ist halt nur ein Teil des Erbes.Und da ich mich damit nicht auskenne und nur spekulieren möchte was ich zirka an Geld bekomme und da meine Stiefmutter sich sorgen macht ob die kosten vielleicht zu hoch wären, wollte ich das einfach mal wissen. (Sie trägt auch einen Teil der kosten von ihrem Erbe.)

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siola55 06.03.2014, 19:01
@Cubiazero

Ich bin die versicherte Person. Mein Vater der Versicherungsnehmer. Er zahlte dort Geld ein damit die Bestattung bezahlt werden kann bzw. niemand sich um die kosten sorgen muss und für mich soll da auch noch was abfallen.

Dann war dieser LV-Vertrag aber falsch abgeschlossen: Der Vater hätte VN + versicherte Person sein sollen und du die bezugsberechtigte Person im Todes- und Erlebensfall! Nur so macht dies dann Sinn und die Lv-Auszahlung wäre nicht in die Erbmasse gefallen, da die Auszahlung an bezugsberechtigte Personen Vorrang hat vor der Zuteilung zur Erbmasse!

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ichweisnix 12.03.2014, 20:08
@Cubiazero

Ich bin die versicherte Person.

Macht wenige Sinn, dann ist die Versicherung ja nicht fällig, Sie leben ja noch. Beim der Versicherung gibt es folgendes:

  • Versicherungsnehmer = Vertragspartner der Versicherung
  • versicherte Person = Bei deren Tod wird die Versicherung ausgezahlt
  • begünstige Person = Person an die ausgezahlt wird.

Wichtig, die Erben des Versicherungsnehmer können die begünstigte Person bis zur Auszahlung der Versicherung noch ändern. Daher gilt hier, wer zu erst kommt bekommt das Geld.

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Wenn Du versicherte Person wärst, dann gäbe es erst Geld, nachdem Du gestorben bist. Also entweder beharrst Du nicht mehr auf dieser Ansicht oder Du kommst wieder, wenn Du tot bist ... oder auch nicht. Was Du meinst, ist ein Bezugsberechtigter.

Du bist nicht die versicherte Person, sondern der "Begünstigte". Diese Summe hat mit dem restlichen Erbe nichts zu tun.

Nur das Finanzamt will seinen Anteil, wenn der Freibetrag überschritten wird.

FordPrefect 06.03.2014, 14:52
Du bist nicht die versicherte Person

Doch, ist er. Es handelt sich um eine LV, bei der eine dritte Person VP ist. VN ist der - verstorbene - Vater gewesen, der in einen fremden Vertrag eingezahlt hat.

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