Erbrecht und Erbe bei unehelichem Kind - Vater neu verheiratet

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4 Antworten

  1. Wenn der Vater des oben genannten Kindes verstirbt: Wer erbt was? Was bekommt seine Ehefrau? Was bekommt das uneheliche Kind? Was ist, wenn er sein Unternehmen auf seine Ehefrau überschrieben hat? Was ist mit Barvermögen, Immobilien etc. in solch einem Fall?

Bezüglich des Erbrechts ist es i(mittlerweile) irelevant, ob ein Kind ehelich oder nicht ehelich ist. Das Kind ist ein pflichtteilsberechtigter Erbe. Vorausgesetz die Ehe ist eine Zugewinngemeinschaft, erbt der Sohn die Hälfte und die Ehefrau 1/4 + 1/4 Zugewinnausgleich. Der Pflichtteil beträgt 1/4 des Wert des Erbes. Dabei ist das was geerbt wurde, auf den Pflichtteil anzurechnen. Die Erbmasse ergibt sich dabei als Vermögen des Erblassers. Ehegatten haben in der Zugewinngemeinschaft getrennte Vermögen.

Geschenke an die Ehefrau sind bei der Berechnung des Pflichtteils dem Nachlass hinzuzurechnen.

Lebzeitige Schenkungen blieben nach 10 Jahren unberücksichtigt; innerhalb dieser Frist wären sie degressiv, d. h. im Übertragungswert jährlich 10% fallend, den Nachlass hinzuzurechen als Pflochtteilsergänzung beanspruchbar.

Die Frist beginnt bei Geschenen zwischen Ehegatten aber erst mit dem Ende der Ehe zu laufen. WIrd die Ehe durch den Tod beendet, kommt es also zu keiner Abschmelzung.

Zu beachten ist aber der der Wert zum Zeitpunkt der Schenkung zählt.

Was passiert mit dem Versicherungsbetrag, wenn BEIDE Ehepartner umkommen?

Versicherungsleistungen werden von dem Versicherer an denjenigen ausbezahlt, der die Police mit Sterbeurkunde der versicherten Person vorlegt. Sofern das bekannt wäre, fiele die Versicherungssumme dem Nachlass der versicherten Person zu.

Daran hätte der Vater als gesetzlicher Erbe Pflichtteilsanspruch zu stellen.

Wenn der Vater des oben genannten Kindes verstirbt: Wer erbt was?

Das in Vaterschaft anerkannte uneheliche Kind wäre als leiblicher Abkömmling mindestens pflichtteilsberechtigt, sofern der Vater entsprechende andere Erbeinsetzungen vorgenommen hat.

Dieser Anspruch besteht gegen den Reinnachlass des am Todestag bestehenden Vermögens i. H. seines hälftigen Erbrechts in Geld.

Lebzeitige Schenkungen blieben nach 10 Jahren unberücksichtigt; innerhalb dieser Frist wären sie degressiv, d. h. im Übertragungswert jährlich 10% fallend, den Nachlass hinzuzurechen als Pflochtteilsergänzung beanspruchbar.

Ohne derartige Vefügungen erbt er nach der gesetzlichen Erbfolge mit allen (weiteren, auch ungeborenen) Kindern des Erblassers gemeinsam hälftig neben der Ehefrau.

G imager761

zu 1. Wenn beide sterben, z.B. bei nem Autounfall also keiner übrig bleibt der den Beitrag einfordern könnte, dann fließt das geld mit ihn die Erbmasse. Der vater könnte also Erben, das kommt, aber auch aufs testament an, besteht keins könnte er alleinerbe sein.

  1. Kind ist Kind ob unehelich oder nicht ist total egal, wir leben doch nicht im Mittelalter ;) Dem Kind steht ein Pflichtteil zu der Beträgt 25% der Erbmasse. Gegen die überschreibung der Firma könnte das Kind klagen, inwieweit das Erfolg hat kommt auf die Umstände an. Sagen wir mal der vater stirbt an einer Krankheit und es war abzusehen das er stirbt, es reicht schon wenn nicht sicher ist ob er stirbt oder nicht, aber es besteht eben die Chance es nicht zu überleben, dann hat das Kind gute Chancen das das Unternehmen zurück in die Erbmasse fließt, da der Verdacht sehr nahe liegt das der vater sein Kind einfach soweit es geht Enterben wollte. Das gilft auch für Immobilien, eine Schenkung kann auch 10 Jahre später noch angefochten werden selbst wenn der vater da noch Kerngesund war. Barvermögen gehört auch zur Erbmasse, das Kind dahingehend zu bescheissen ist auch nicht so einfach. Einfach etliche tausende von Euros zu überweisen sodass der vater praktisch kaum etwas hat, ist auch nicht. Nehmen wir an der Vater hat ein Konto und die frau nur eine Vollmacht, nun überweist der Mann soviel geld wie möglich auf das Konto der Frau, dann kann (umstände der hohen überweisung müssen ja auch geklärt sein) das geld auch in die Erbmasse rein fließen, sofern nachgewiesen wird das es keinen besonderen Grund hat sondern der vater keinen Pflichtteil an den Sohn aushändigen wollte.

ich hoffe deine beiden fragen sind nun beantwortet :)

Bekommt der uneheliche Vater des Kindes was?

Dann gibt es für ihn genauso viel wie für die uneheliche Mutter und die Elternteile des Ehepartners - sofern bis dahin keine Kinder geboren wurden und auch sonst nichts testamentarisch oder erbvertraglich geregelt wurde - wenn gleichzeitig gestorben wurde.

Wer erbt was?

Wenn kein Testament vorliegt, erben Ehefrau und uneheliches Kind gemeinsam. In welchem Verhältnis, hängt unter anderem vom Güterstand der Ehe ab.

In jedem Fall spielt es keine Rolle, ob das Kind unehelich ist oder nicht. Am Erbrecht ändert das nichts.

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