Erbrecht, Pflichtteil auszahlen

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6 Antworten

Zunächst: Über wessen Nachlass sprechen wir hier? Ist dein Mann verstorben, dein/e Vater/Muter? Gibt es andere leibliche, auch außereheliche oder adoptierte Kinder des Verstorbenen?

Wenn du und die Geschwister einzige Kinder des verstorbenen Elternteils, erbt ihr neben der Ehefrau die Hälfte (Zugewinn) bzw. 3/4 (Gütertrennung) des Reinnachlasses, also Vermögen ./. Schulden incl. Nachlass- und Erfbfallkosten (Erbschein, Beerdigung).

Jeder also mit einer 1/8-Erbquote.

Wäre eines der Kinder enterbt worden oder schlüge er ein beschwertes Erbe aus, könnte er von den übrigen erbberechtigten Geschwistern 1/16 des Reinnachlasses als Pflichtteilsanspruch in Geld verlangen.

War ein Elternteil bereits vorverstorben, verdoppeln sich die Werte.

Der Anspruch berechnet sich zum Reinnachlass am Todestag und wäre ggf. durch Pflichtteilsergänzungsansprüche aus lebzeitigen Schenkungen innerhalb der letzten 10 Jahre degressiv erhöht.

Ist dein Mann verstorben, sind deine Geschwister nur dann überhaupt erbberechtig, wenn eure Ehe kinderlos blieb und Gütertrennung vereinbart war.

HTH

G imager761

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Der Pflichtteil ist ein Anspruch auf die Hälfte des gesetzlichen Erbteils in Geld.

Der gesetzliche Erbteil des Ehegatte beträgt die Hälfte (Achtung: Hier gibt es noch den Ehegattenvoraus, der sich aus dem Zugewinn wärend der Ehe errechnet); die andere Hälfte wird unter den Abkömmlingen zu gleichen Teilen aufgeteilt.

(Ich sollte allerdings vielleicht erwähnen, daß die Erbrechtsklausur in meinem Staatsexamen die einzige war, die nicht so gut ausgefallen ist. ;-))

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Kommentar von imager761
04.07.2011, 21:56

Ehegattenvoraus, der sich aus dem Zugewinn wärend der Ehe errechnet (...) Ich sollte allerdings vielleicht erwähnen, daß die Erbrechtsklausur in meinem Staatsexamen die einzige war, die nicht so gut ausgefallen ist. ;-)

Das erkennt man auf den ersten Blick :-O

Der gravierende Fehler des ersten Satzes - der Ehegattenvoraus (Haushaltsgegenstände, Hochzeitsgeschenke) besteht unabhängig vom Güterstand und hat mit dem zusätzlich zur Erbquote beanspruchbaren Zugewinn nichts zu tun - wird wenigstens durch den zweiten Satz erklärt :-(

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Der Pflichtteil ist die Hälfte des gesetzlichen Erbteils! In eurem Fall gehören dann der Mutter 50 % und euch drei Geschwistern jeweils ca. 16,6 %! Die Hälfte hiervon wären somit 8,4 %!

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bei einer Mutter und keinem Ehemann erben drei Kinder je ein Drittel. Dazu gehört die bewegliche Erbmasse (Möbel, Wertsachen, Bargeld, Sparbücher, etc) sowie unbewegliches: Immobilien und die daraus entstehenden Einnahmen. Das alles geteilt durcgh drei ist der gesetzliche erbteil eines Kindes.

Wenn es jetzt ans Klagen geht und es nur noch um den Pflichtteil geht, bekommt das jewilige Kind die Hälfte des gesetzlichen Teils, als die Hälfte von einem Drittel,, was ein Sechstel ist.

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pflichtteil ist das was über bleibt wenn es zum erben kommt. sollte die mutter ihr vermögen komplett verkauft und verprasst haben bis zum tod, dann gibts auch kein pflichtteil.

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Kommentar von glaubeesnicht
04.07.2011, 18:41

Die Mutter kann nicht das Erbe der Kinder verprassen! Auch wenn sie Alleinerbin wäre, müßte sie den Kindern ein Pflichtteil auszahlen!

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