Erbrecht... müssen wir als Nichtnutzer des Hauses monatlich zahlen?

3 Antworten

Schwiegermutter, Ihr Mann und seine Schwester bilden eine ungeteilte Erbengemeinschaft. Die Gläubiger können sich gesamtschuldenerisch an jeden wenden, egal, wie viel sein Erbanteil ist. Wer geerbt hat und das Erbe angenommen hat, hat auch die Schulden geerbt und muss diese abtragen. In Ihrem Fall muss die Schwiegermutter zu 50%, Ihr Mann und Schwester zu je 25% die Schuldlast tragen. Außerdem werden Sie Eigentümer des Hauses werden und im Grundbuch eingetragen. Daher müssten Sie auch die Grundsteuer vierteljährlich bezahlen und stehen für Reparaturen etc. ein. Es spielt keine Rolle, ob Sie das Haus bewohnen oder nicht. Schwester und Schwiegermutter müssen natürlich für die Nutzung des Hauses Ihrem Mann eine Art Miete zahlen, weil er ja nicht mietfrei dort wohnt. Den Vertrag mit der Bank sollten Sie nicht einfach platzen lassen. Die Erbengemeinschaft sollte dort vorsprechen und die Konditionen ggfs. neu verhandeln.

Ein Ehevertrag ist immer gut. Doch das Erbe Ihres Mannes berührt Sie nicht. Damit Sie aber nicht eines Tages mit seinen Schulden da stehen, denn natürlich kann er vor Ihnen und unvermutet sterben, können Sie sich vom Anwalt beraten lassen.

Zunächst haben sie als Ehefrau mit den Schulden ihres Mannes nichts zu tun. Dieser Irrglaube hält sich leider hartnäckig. Eine Vereinbarung (Ehevertrag) braucht es also nicht.

Ihr Mann Trägt als Miterbe die Lasten des Hauses, so wie die aller anderen Nachlassverbindlichkeiten. (Da wäre es sinnvoll gewesen, sich über die Schulden einen Überblick zu verschaffen, bevor man das Erbe überhaupt antritt).

Die Bank kann sich hier an alle oder einen halten, um die Hypothek bezahlt zu bekommen. Ob und wer darin wohnt, spielt keine Rolle!

Jetzt kommt es darauf an, ob ihr Mann das Haus halten will (und kann) oder nicht.

Im ersten Fall kauft er den Miterben deren Immobilienanteil ab, kassiert ortsübliche Miete und ist Alleineigentümer, im zweiten Fall zahlt er auch nicht und die Bank wird die Zwangsvollstreckung betreiben. Bleibt etwas übrig, bekommt ihr Mann davon anteilig etwas heraus.

HTH

G imager761

Deine Schwiegereltern haben zusammen ein Haus gekauft und nun ist dein Schwiegervater vor 3 Jahren verstorben. So weit habe ich, glaube ich, verstanden.

Gibt es ein Testament oder existiert gar nichts und die gesetzliche Erfolge ist eingetreten? Wenn man da innerhalb von 3 Jahre nichts geltend macht, ist es erst einmal so, dass deine Schwiegermutter alles allein behält (dann zieht wieder das "Berliner Testament") und erst nach ihrem Tod die Erbfolge wieder eintritt.

Also erst einmal ist es so, dass (bei den angenommenen Summen) deiner Schwiegermutter ja so wie so 50% von allem gehören (Zugewinngemeinschaft), Dann bekam sie nach dem Tod deines Schwiegervaters die Hälfte von seinen 50% also nochmals 25% vom Gesamten. Die restlichen 25% teilen sich deine Schwägerin und dein Mann (also für jeden 12,5% vom Gesamten). Dafür macht man eigentlich gleich nach dem Tod eine Nachlassaufstellung (ist hier wohl nicht geschehen). Da man immer das Ganze sehen muß, kann ich nun schlecht sagen, was die Summe unterm Strich ist. Denn man erbt ja immer Vermögen und Gewinn.

Gehen wir jetzt nur von den 200.000€ Schulden aus, hat deine Schwiegermutter nun 150.000€ Schulden und deine Schwägerin und dein Mann jeweils 25.000€ geerbt. Dagegen steht aber ja auch das Haus als Wert.

Man kann natürlich von den "Schlußerben" verlangen, (damit das Erbe erhalten bleibt) dass die sich beteiligen sollen... Allerdings bevor man sich da einklinkt, sollte man gut überlegen und evtl. natariell festlegen, in wie weit IHR nachher ein anrecht auf das Haus habt. Manchmal macht es mehr Sinn, seinen Pflichtteil einzufordern, in diesem Fall wären das dann 12.500€ Schulden (wieder den Gegenwert dagegen rechnen). Das ganze geht aber nur mit Rechtsanwalt und Nachlassaufstellung!

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