Erbrecht, kann meine Schwester einen Gutachter verlangen?

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9 Antworten

Ich setzte voraus, deine Eltern leben beide noch und die Übertragung ist eine Schenkung .

Niemand außer den Vertragsparteien habt Einfluss auf die Schenkung zu nehmen - das geht deine Schwester nichts an. Sie hat also keinerlei Mitspracherecht oder Ansprüche aus diesem Vertrag zu stellen!

Für den Fall, dass im Erbfall ein Ausgleich an die Schwester zu zahlen wäre, wäre es gut, diesen Betrag zu vereinbaren, um eine Auseinandersetzung zu vermeiden.

Ist diese einseitige Bevorzugung so gewollt, hat deine Schwester innerhalb von 10 Jahren, jährlich 10 % fallend, Anspruch auf Pflichtteilsergänzung der Hälfte des so ermittelten Schenkungswertes.

Wie sie den ermittelt, ist ihr Problem - ein Gutachten kann sie im Erbfall auch rückwirkend zum Übergabezeitpunkt erstellen lassen.

Lehnt ihre Forderung mit Hinweis auf diese Rechtslage höflich, aber bestimmt ab und haltet sie aus den weiteren Vertragsgesprächen beim Notar, Grundbucheintrag usw. einfach raus :-).

HTH

G imager761

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Solange Deine Eltern noch leben hat Deine Schwester überhaupt keinen Anspruch. Erst wenn sie verstorben sind ist sie überhaupt erbberechtigt. Was Deine Eltern mit ihrem Eigentum machen, geht Deine Schwester überhaupt nichts an. Versterben Deine Eltern allerdings innerhalb der nächsten zehn Jahre kann das verschenkte Haus mit zur Erbmasse gerechnet werden. Dann ist ein Gutachten sicher sinnvoll.

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Eltern soll überschrieben werden

Worum geht es überhaupt ? Erbteilung, Schenkung oder Pflichtteil ?

Im Falle eines Pflichtteilanspruches hat die Schwester das Recht ein Gutacher zu verlangen. Die Kosten fallen dem Nachlass zu Last, mindern als auch ihren Pflichtteil anteilig.

Bei Erbteilung sieht die Sache anders aus. Da muß sich die Erbengemeischaft einigen, der einzelen kann höchstens eine Auseinandersetzungsversteigerung veranlassen. ( Auch hier wird ein Gutachten erstellt.)

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Kommentar von ichweisnix
08.07.2011, 14:57

Bei Schenkung besteht ein Recht auf einen Gutacher nicht. Wenn allerdings die Schenkung zu einen Pflichtteilanspruch führen kann, dann besteht das Recht schon, aber erst mit Eintreten des Ebfalls, d.h. Tod des Erblassers.

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Bei solchen Dingen ist es immer sinnvoll ein Gutachter zu haben, der unabhängig die Werte feststellt. Dann gibt es weniger Streit.

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Kommentar von hase2069
07.07.2011, 06:46

und schätzt das Haus dann wie ein Makler und sie verlangt dann die Hälfte davon, das keiner bezahlen kann...... darf sie das überhaupt, wenn meine Eltern mit einem Gutachter nicht einverstanden sind?

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Zunächst entscheiden ausschliesslich die Eltern was Sache ist.Die Eltern können, aber müssen nicht überschreiben. Eine Erbsache ist das, da die Eltern ja noch leben, nicht. Hier handelt es wahrscheinlich um eine Schenkung. Unabhängig davon, kann dann eine der Schwestern ohne Zustimmmung der anderen die Schenkung ihren Anteil nicht verwerten, schon garnicht ohne vorliegende oder noch einzuholende Teiliungserklärung, sofern mehrere abgeschlossene Wohneinheiten vorhanden sind. Ausserdem, sofern die Eltern das als sinnvoll erachten sollten diese sichein lebenslanges Wohnrecht eintragen lassen oder sogar ein Veräusserungsverbot bis zum Ableben des beider Elternteile.

In der Sache tut sich bei mir ein Verdacht auf. Könnte es denn sein, das die einen Gutachter fordernde Schwester finanziell besser gestellt ist und dadurch die andere "ausbooten" .........???

Wäre ich in der Situation der Eltern, würde ich auf jeden Fall einen Notar, welcher ggf. auch REA ist, zu Rate ziehen.

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Kommentar von imager761
07.07.2011, 08:02

in der Situation der Eltern, würde ich auf jeden Fall einen Notar, welcher ggf. auch REA ist, zu Rate ziehen.

Ohne Notar ist eine Schenkung einer Immobilie auch garnicht möglich - so etwas bedarf zwingen der notariellen Beurkundung :-O

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soweit ich weiss, können deine eltern einen wert fürs haus festlegen. wenn sie sagen, dass haus ist 100000 € wert, dann ist es so. sie könnten jetzt allerdings keine holzhütte mit 600000 € ansetzen. es wird meist eh gemacht, damitdie erbschaftsteuer nicht so hoch ausfällt.

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Nein dazu hat deine Schwester kein RECHT, denn deine Eltern haben damit ihren Willen bezeugt, der unanfechtbar ist!!!! Sterben deine Elten und die 10 Jahre der Schenkung sind nicht voll, dann kann das Haus zur Erbmasse gezählt werden, dann wiederum hat deine Schwester Erbansprüche.

Sind die 10 Jahe rum, dann hat deine Schwester meiner Meinung nach nur noch einen Pflichtteil zu erwarten!!!!!

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Bei solchen Dingen ist es immer sinnvoll ein Gutachter zu haben

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Kommentar von imager761
07.07.2011, 08:03

Wieso? Ob ich etwas verschenke was einen gefühlten oder gutachterlichen Wert hat, spielt kein Rolle!

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Du schreibst ja nicht einmal, wem das Haus überschrieben werden soll ...

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