Erbrecht! Ich möchte gerne ein Eigenheim erwerben. Wie ist das mit dem dem Verkauf eines Hauses wenn der folgende Fall vorliegt?

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3 Antworten

Da die Ehefrau nicht im Grundbuch steht, gehört das Haus dem verstorbenen Ehemann in Alleineigentum.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Die Anfechtung des Testamentes dringt wg. nachgemachter Unterschrift oder Testierunfähigkeit des Verstorbenen durch, dann gehört es zu je 1/2 den rechtsnachfolgenden Erben, Sohn und Witwe, und der Sohn hätte ein Vorkaufsrecht; du kämst nicht zum Zug oder müsstest ihm seinen Hausanteil von 1/2 bezahlen..

Das Testament wird als wirksam ausgeurteilt, dann müsstest du 1/4 des Verkehrswertes an den pflichtteilsberechtigten Sohn überweisen.

"Wahrscheinlich" ist kein Gerichtsbeschluss, sondern eine vorläufige Einschätzung des Vorsitzenden, die er durch Gutachten belegt werden verlangt.

Bliebe dennoch die Frage, ob der Ehemann wusste, was er da privat unterschrieb; Geisteszustand, Medikation, Sprachkenntnis oder fehlender Bestätigungssatzes zu der bloßen Unterschrift geben reichlich Abfechtungsspielraum her, hier wäre ihm etwas untergeschoben worden.

Warum sollte es sein letzter Wille sein, den erstgeborenen Sohn zu enterben?

Sind beide Unterschriften unter dem Testament nun vorhanden oder nicht?

Gab es frühere Verfügungen der Eheleute?

Gilt auch für den verstorbenen Ehemann dutsches Erbrecht?

Nur notarielle Testamente sind über diese Zweifel erhaben.

Derartige Verfahren ziehen sich über Jahre hin.

G imager761

Sichelmantutu 11.08.2017, 21:04

Ich weiß das die Ehefrau wieder nach Polen zurück ziehen will. 

Hat der Sohn auch Vorverkaufsrecht wenn ihm nur 1/4 zusteht? Also Möglichkeit 2.

Was ist wenn er nur das Geld will wer darf das Haus verkaufen? Wer entscheidet das? 

Danke. 

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imager761 12.08.2017, 06:27
@Sichelmantutu

Ein Vorkaufsrecht steht nur den grundbuchlichen Miteigentümern als Erben zu.

Auch ein Verkauf dürfen nur die (Mit-)Eigentümer vornehmen; könnten sich Mutter und Sohn nicht einigen, würd es zwangsversteigert was gut für dich wäre, läge der Erlös etwa 1/3 unter dem Verkhehrswert.

Bei Variante 2 bliebe dem Sohn kein Miteigentumsrecht, sondern eine dazu hälftiger Pflichtteilsanspruch in Geld, den die Erbin in bar auszuzahlen hätte; das kann dir als Käufer egal sein.

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hilflos99 14.08.2017, 13:29
@imager761

bei Zwangsversteigerungen müssen beim ersten Termin min. 70% vom Schätzwert erreicht werden. Für 33% bekommt man kein Haus

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imager761 15.08.2017, 06:48
@hilflos99

"Erlös etwa 1/3 unter dem Verkehsrwert" sind 70% - aber Deutsch und Mathe hattest du wohl nicht, was deinen nickname erklärt :-(

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Hallo.

Auch ein Fall den keiner den Ausgang auch nur erahnen kann.
Termin abwarten. Gericht entscheidet.

Die Unterschrift ist eventuell bestätigt. Jetzt wird es wohl so weitergehen, das die zurechnungsfähig angefochten wird. Dann werden eventuell vorhandene Arztbesuche berücksichtigt, usw. Das zieht sich noch.
Wenn Sie dann als Erbin akzeptiert wird und im Grundbuch eingetragen ist, kannst du das Haus kaufen.
Sie muss dann wohl den Sohn ausbezahlen, da ihm ein Pflichtteil zusteht.

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