Erbrecht: Gerichtlich geschieden, bei Bank als Eheleute was passiert mit Vermögen, geht dieses an die Ex-Frau oder die Nachkommen?

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6 Antworten

Deine Mutter wird keinen Erbschein bekommen. Den brauch man aber um die Aushändigung des Erbes zu verlangen. 

Wenn deine Mutter also nicht mit verfügungsberechtigte im Konto steht, kommt sie nicht ans Geld.

Die Bank muß in dem Moment wo sie vom Tod des Vaters erfährt, das Konto schließen sodass niemand an das Geld  kommt bis ein Erbberechtigter oder bei mehreren Erben ein Verwalter(kann auch einer der erben sein) sagt was damit geschehen soll.

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Kommentar von xxhawk12x
31.12.2015, 14:00

Das man ja bei einer "Ehe" automatisch als bevollmächtigter für das Konto eingeschrieben wird, würde sie dann doch über das Konto automatisch verfügen können. Oder überprüft die Sparkasse nach dem Tod automatisch ob das Eheverhältnis noch aktuell ist?

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Eine Eintragung bei der Bank sollte eigtl. nicht die gesetzliche Erbfolge verändern dürfen ;-) . Ich würde aber kontrollieren, ob nicht noch irgendwelche Versicherungen auf die (geschiedene) Ehefrau laufen. Z.B. Begünstigte im Todesfall bei Lebensversicherung.

Problematisch ist eher die Frage, ob ihr nachweisen könnt, dass das Geld nicht bereits jetzt ihr zur Hälfte gehört. Bei einem gemeinsamen Konto würde ich nämlich davon ausgehen, dass jedem die Hälfte der Einlage gehört. Dann erbt ihr Kinder zwar 100% (also jeder 50%), aber halt nur von der Hälfte der Einlage auf dem Konto. 

Am besten wäre in so einem Fall: Reden mit der Mutter und dem Vater und fragen, wie das geregelt werden soll.

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Kommentar von xxhawk12x
31.12.2015, 14:03

Soweit ich weiß sind alle Versicherungen umgeschrieben, nur ein kleiner sparvertrag der samls extra für meine Mutter eingrichtete wurde läuft noch über diese.

Also wird das Vermögen gerichtlich nach dem Tod verwaltet und ändert nicht an in Anführungsstrichen veralteten Angaben bei der Bank?

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Es ist weniger Interessant, ob Eure Eltern bei der Bank als verheiratet, oder geschieden gelten, sondern mehr, ob es ein Gemeinschaftskonto ist, oder nur das Konto von einem der beiden, wo der andere eine Vollmacht hat. Bersucht das zu klären. Wenn das Konto ein Gemeinschaftskonto ist, dann gehört der Mutter, so, oder so erstmal die Hälfte, bis etwas anderes bewiesen wird.

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Kommentar von xxhawk12x
31.12.2015, 14:59

Dnaek für die Mühe zunächst, ein Gemeinschaftskonto ist nicht vorhanden! Eine Vollmacht kann ich allerdings  nicht ausschliessen.

LG und guten Rutsch

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Nun meine Frage, falls mein Vater sterben sollte, wie wird dann das Konto bzw. das Geld meines Vaters verwaltet.

Von euch als gesetzlichen Rechtsnachfolgern: Eine Kontovollmacht eurer Mutter über den Tod hinaus kann jeder Erbe der Sparkasse gegenüber widerrufen.

Über Salden der Konten könnt ihr allerdings nicht jeder hälftig, sondern nur übereinstimmend insgesamt verfügen. Ausnahmen bilden Entnahmen für den Kontoinhaber, also laufende Rechnungen begleichen oder die Bestattungskosten überweisen.

G imager761


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Mit der Scheidung sollte man auch die Konten trennen. Von einen gemeinsamen Konto Geschiedener ist dringenst abzuraten. Entweder schreibt man das Konto auf einen um, dazu müssen natürlich beide zustimmen, oder man eröffent schlicht ein neues Konto und überweist sein Guthaben auf das neue Konto.

Bei einen gemeinsamen Konto ist die widerlegbare Vermutung, das das Guthaben diese Kontos beiden jeweils zur Hälfte gehöhrt.

Dnaek für die Mühe zunächst, ein Gemeinschaftskonto ist nicht vorhanden! Eine Vollmacht kann ich allerdings  nicht ausschliessen.

Wenn es keine gemeinsamen Konten gibt, dann ist die Ehefrau schlich raus. Eine Vollmacht kann und sollte widerrufen werden.


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Wenn man  geschieden ist, dann sollte man zum Scheidungszeitpunkt reinen Tisch gemacht haben. Ich glaube nicht,  dass noch Geld der Ex-Ehefrau auf dem Konto Deines Vaters ist. Du kannst davon ausgehen, dass dies bei der Scheidung (Güterrecht) geklärt wurde.

Wenn die  Ex-Partnerin und Dein Vater  bei der Bank noch als Eheleute geführt werden, so ist das kein aktueller , formeller Eintrag.  Hat aber keine weiteren Auswirkungen.  Es kommt auf die Verfügungsberechtigung über das Konto an.

Hat Dein Vater ein Testament gemacht? Dann dürfte dort eh alles geregelt sein und dem Nachlassgericht dann  bekannt sein.

Bei einem Erbe müssen die entsprechenden  Urkunden (Erbschein etc.) vorgelegt werden, damit die Bank das "Geld rausrückt bzw. neu an de berechtigten Erben  überträgt." Das Nachlassgericht wird im Nachlassverfahren  die Situation des Familienstandes überprüfen und sich ggf.   das Scheidungsurteil vorlegen lassen, bevor irgendwelche Entscheidungen ergehen.

Schon ab  Zustellung des Scheidungsantrages ist der andere Partner beim  gesetzlichen Erbe   "außen vor".


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