Erbrecht gerichtlich einklagen

5 Antworten

Die Fragestellerin meint, dass sie "gesetzlich verpflichtet ist zu erben". Weit gefehlt, eine solche "Verpflichtung" gibt es nicht. Und es gibt auch keine Verpflichtung Ihres Vaters, Sie zur Erbin einzusetzen. Sie scheinen das mit dem "Pflichtteil" zu verwechseln, den sie beanspruchen können, wenn der Vater Sie enterbt hat bzw. andere Personen als Erben eingesetzt hat. Pflichtteil ist ein Geldanspruch gegen die Erben in Höhe der Hälfte es gesetzlichen Erbteils. Vor dem Tod des Vaters gibt es aber weder Erb- noch Pfrlichtteilsansprüche. Der Vater kann mit seinem Vermögen zu Lebzeiten tun, was er will. So weit er aus dem Vermögen Schenkungen macht, besteht grundsätzlich nach seinem Tod die Möglichkeit, eine "Pflichtteilsergänzung" in der Weise zu verlangen, dass der Wert des verschenkten Vermögens rechnerisch dem Nachlass zugeschlagen und der Pflichtteil aus diesem höheren Wert berechnet wird. Diese Hinzurechnung beträgt nur im ersten Jahr nach der Schenkung 100%. Sie vermindert sich pro Jahr um 10%, bis sie nach 10 Jahren bei 0 landet. Sie sollten sich mit Ihrem Vater über das besprechen, was er Ihnen hinterlassen soll. Niemand kann ihn daran hindern,alles seiner Ledbensgefährtin zukommen zu lassen. Aber vermutlich wird er das deshalb tun, weil Sie sich ihm gegenüber nicht so verhalten, wie er (und vielleicht: wie man) das von einer Tochter erwarten kann. Aber dies nur als Hinweis; in Ihre familiären Konflikte will ich mich nicht einmischen.

Wenn man so verächtlich über seinen noch lebenden Vater spricht, warum bist Du dann jetzt scharf auf sein Geld? Mach was Positives, geh auf ihn zu, vielleicht bessert sich Euer Verhältnis und Du erbst mal später, nicht nur den Pflichtteil.

Ganz enterben geht eh nicht. Pflichtteil von derzeitig 10 % steht Dir zu. Wenn noch kein Testament aufgesetzt ist, hast Du schlechte Karten. Wenn ja, wende Dich ERSTMAL an einen Fachanwalt für Erbrecht. Einfach Deinen Wohnort und Erbrecht bei Googlemaps eingeben und dann melde Dich noch mal. An sich sollte es aber möglich sein, noch zu Lebzeiten der vererbenden Person seine Rechte als direktes Familienmitglied geltend zu machen.

Pflichtteil sind keine 10% sondern die Hälfte von deinem Erbteil bei gesetzlicher Erbfolge.....wenn er zb 20 Kinder hätte, würdest du mit 10% ja sogar besser darstehen als der Rest.....

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Es geht in der Frage nicht ums enterben - der potentielle Erblasser lebt ja noch!

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