Erbrecht: Den Pflichtteil "umgehen"

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Den Pflichtteil kann man nicht so einfach "umgehen".

Die einzige Möglichkeit, den Pflichtteil drastisch zu reduzieren wäre eine Heirat zwischen dem Freund und der Mutter.

Freund bekommt das Haus überschrieben und die 2 Kinder bekommen jeweils 150 Euro im Monat auf ein seperates Konto und das über einem Zeitraum von 10 Jahren. Wenn diese 10 Jahre vorrüber sind, sollen die das Konto bekommen und dürfen dann über das Geld frei verfügen.

Das ist sinnlos. Es handelt sich hierbei vermutlich um ein Vermächtnis, das die Kinder ausschlagen können oder annehmen können.

http://dejure.org/gesetze/BGB/2307.html

Nehmen sie das Vermächtnis an, dann reduziert sich der Pflichtteil um den Wert. Es ist aber nicht klar, warum die Kinder ein derartiges Vermächtnis annehmen sollten. Sie können es ja einfach ausschlagen und den Pflichtteil bekommen.

Daran würde sich auch nix änder, wenn man es als Teilungsanordnung oder wie auch immer formuliert oder auffaßt. Sofern das Erbe bewert ist, d.h. keine Verteilung nach Erbquote, können die Kinder das Erbe ausschlagen und den Pflichtteil verlangen. §2306 BGB

So soll es schriftlich festgehalten werden und die Kinder sollen das unterschreiben. Ist das rechtlich alles überhaupt möglich?

Ich gehe mal davon aus, das die Unterschriften das Testament nicht grundsätzlich ungültig machen, wenn es ansonsten gültig ist. (d.h. von Hand geschrieben und unterschrieben.)

Eine wirksame Verpflichtung seitens der Kinder wäre aber ein Erbvertrag und bedürfte der notariellen Beurkundung. Ein Verzicht auf den Pflichtteil müßte zudem ausdrücklich festgelegt werden und bedarf vor dem Erbfall ebenfalls der notariellen Beurkundung.

Es ist also unklar, was genau die Unterschriften der Kinder sollen.

Freund bekommt das Haus überschrieben

Da das Erbe primär aus dem Haus bestehen wird, wäre der Pflichtteil ggf. zu stunden und in Raten zu zahlen. Hierbei wäre eine Sicherheit in Form einer Grundbuchteintragung zu leisten.

Sicher unterschreibt man so etwas nicht, wäre auch nicht gültig solche Verträge sind sittenwidrig. Eine Beratung beim Anwalt, wäre sicher nicht schlecht um mal gar nicht erst in eine dumme Situation zu rutschen. Meine Mutter hatte da auch mal ganz originelle Ideen ihrer Freundin unterschrieben, die wir Kinder nach ihrem Ableben, der Freundin hätten Zahlen sollen.. wenn es nicht so extrem doof wäre , wäre es lustig...

Sicher unterschreibt man so etwas nicht, wäre auch nicht gültig solche Verträge sind sittenwidrig.

Sittenwidirg ist das keineswegs. Die Mutter kann den Freund auch einfach als Alleinerbe einsetzen. Das wäre klarer und würde Streit und unangenehme Überraschungen vermeiden.

Meine Mutter hatte da auch mal ganz originelle Ideen ihrer Freundin unterschrieben, die wir Kinder nach ihrem Ableben, der Freundin hätten Zahlen sollen

Dazu fehlt in diesen Falle die Passivlegitimation. Die Mutter kann nicht über das Vermögen der Kinder verfügen. Selbst bei minderjärhigen Kindern wäre das Verwaltungsrecht nicht genzenlos.

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Wenn die Freundin ujnd auch ihre Schwester das unterschreiben ist das sowas wie ein Erbverzicht. Sie sollten das niemals unterschreiben !

Sie sollten, so hart das klingt, den Erbfall abwarten. Die Mutter kann sie zwar "enterben", aber der gesetzliche Pflichtteil steht ihnen trotzdem zu. Ein Fachanwalt kann in diesem Fall einen juristisch fundierten Rat geben. Sein Honorar könnte sich durchaus auszahlen !

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