Erbrecht - wie bekomme ich meinen Pflichtanteill?

6 Antworten

Da du durch das Testament enterbt wurdest (durch Einsetzung des Ehegatten als Alleinerben), hast du gegen den Erben einen Geldanspruch in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Nach der gesetzlichen Erbfolge wärst du Erbe zu 1/4, weswegen dir 1/8 des Nachlasses in Geld zusteht. Den Pflichtteil kannst du gegen den Erben geltend machen und im Falle der Nichtzahlung auch einklagen. Du solltest aber erst einmal den genauen Inhalt des Testaments in Erfahrung bringen.

@ ADMINISTRATOR

Hier darf man dir keine Rechtsauskünfte geben.

Du wirst um einen anwaltlichen Rat nicht herumkommen. Den kannst du evtl. mit Raten bezahlen, einfach fragen.

Hier kennt keiner das Testament und normalerweise werden die Erben benachrichtigt.

Du hast doch die Aussage bekommen: ihr bekommt eueren Pflichtanteil und das wars!! Also werdet ihr nicht leer ausgehen.

Ein Anwalt kann dir sagen, ob da irgendwelche Fristen zu beachten sind, falls man das Pflichtteil bekommt.

Auch wenn es dir schlecht geht finanziell, finde ich es persönlich etwas merkwürdig, gleich nach der Beerdigung danach zu fragen.

Wann denn sonst, wenn er keinen Kontakt zu dem Mann hat?

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Hier kennt keiner das Testament und normalerweise werden die Erben benachrichtigt.

Der Fragesteller ist aber nicht Erbe ...

Du hast doch die Aussage bekommen: ihr bekommt eueren Pflichtanteil und das wars!! Also werdet ihr nicht leer ausgehen.

Das Problem ist nur, dass das Geld ja nun offensichtlich nicht gekommen ist. Und der Anspruch verjährt eben auch irgendwann.

Ein Anwalt kann dir sagen, ob da irgendwelche Fristen zu beachten sind, falls man das Pflichtteil bekommt.

Es sind eher welche zu beachten, wenn man den Pflichtteil nicht bekommt. Die kann man auch im Gesetz nachlesen, da braucht man also nicht unbedingt einen Anwalt für, der einem das Gesetz vorliest.

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Richtigerweise bist du durch die gemeinsame Verfügung deiner Mutter von der gesetzlichen Erbfolge ihrers Reinnachlasses, also dem, was nach Abzug ihrer (auch gemeinsamen) Schulden und Bestattungskosten von ihrem (!) Vermögen verbliebe, ausgeschlossen und kannst lediglich gegen den als Alleinerben eingesetzten Witwer deinen Pflichtteilsanspruch in Geld zu deinem halben gesetzlichen Erbrecht beanspruchen.

Ob das gemeinsame Haus ihr (mit) gehörte, welche Nachlassgegenstände mit welchem Wert ihre waren, zu denen der Hausrat einschl. Familienauto als sog. Voraus des Ehegatten aber nicht zählt und wie hoch ihr Bankvermögen war, drüber kannst du n. § 2314 BGB Auskunft vom Stiefvater beanspruchen.

Ob nach diesem bewerteten Nachlassverzeichnis überhaupt ein werthaltiger, nennenswerter Nachlass bestünde und damit ein davon auskehrbares Pflichtteil von 12,5% den Aufwand lohnt, musst du schon selbst herausfinden.

Nach meiner Erfahrung sind Testierende sehr erfinderisch, einen bekannten Pflichtteilsanspruch schon lebzeitig gegen Null zu setzen, wenn man sich lebzeitig nicht um sie kümmert und die Erben sehr kreativ, alles das nicht anzugeben oder als Schenkung zu behaupten, was man Ihnen nicht anders nachweisen kann. Eine notarielle Mitwirkung bei der Aufstellung oder eine eidestattliche Versicherung über Vollständigkeit und Richtigkeit der gemachten Angaben nützt da herzlich wenig :-(

Seine Anschrift erfährt man entweder beim Nachlassgericht am Amtsgericht, dass für den Sterbeort deiner Mutter zuständig wäre und das Testament eröffnete, wenn man sich dort mit Ausweis und Geburtsurkunde als gesetzl. Erbe der Verstorbenen  legitimiert oder für schmales Geld beim zuständigen Einwohnermeldeamt, wo der Ehegatte zuletzt gemeldet sein dürfte. Auch Grundbuchämter sind bei berechtigtem Interesse zu diesen Eigentümer-Angaben auskunftsverpflichtet.

Taucht er ohne Meldeanschriftänderung ab, kannst du deine Ansprüche, die zwingend innerhalb von 3 Jahren geltend gemacht werden müssen, nur durch förmliche Zustellungsurkunde eines Gerichtsvollziehers wahren.

G imager761

Erbengemeinschaft auflösen und die folgen

Hallo

Weiss jemand rat??

Unsere Eltern verstarben im Juni 2012 beide innerhalb eines Monats.

Wir haben das Haus unserer Eltern geerbt , es gab kein Testament. Wir wollten dann das Haus verkaufen und den Erlös unter uns aufteilen

Leider stellte sich einer von Anfang an immer dagegen. Wir boten ihm auch an das er das Haus erwerben kann und uns dann Auszahlen muss. Worauf nichts passierte. Was eigentlich auch nicht kann , da bei ihm einige Pfändungen laufen.

Ja, wir haben es gütlich versucht.Mehrfach haben wir versucht mit ihm in Kontakt zu treten , doch er reagierte auf gar nichts.Nicht mal auf die Schreiben von einem Anwalt , den wir uns ja damals suchen mussten.

Zwischenzeitlich wurden wir anderen selbst schon von seinen Gläubigern angeschrieben.

Wir sind zur Zeit noch eine Erbengemeinschaft von 6 Personen.

Dann riet man uns zur Auflösung dieser Erbengemeinschaft .

Wir haben dann die Auflösung der Erbengemeinschaft beantragt , wodurch dann das Haus zur Zwangsversteigerung kommt.

.

Wir anderen haben seit nunmehr 2,5 Jahren immer noch die Nebenkosten für das Haus erbracht. Strom , Wassert ect. Und unser gesammtes Erspartes unserer eigenen Familien ging dabei drauf. ( Der betroffene Bruder hatte ebenfalls sich an den Kosten beteiligt – jedoch Mitte 2013 diese einfach eingestellt.)

Aus diesem Grund ruhen unsere Hoffnungen nun auf der Versteigerung.

Nun befürchten wir das er nach dem Verkauf nicht der Erlösteilung zustimmen wird.

Können Sie uns bitte erklären wie und was wirklich nun noch auf uns zukommen kann?

Und was wir noch unternehmen können , ohne das wir alle uns jetzt auch noch verschulden müssten? Und falls wir Klagen müssten , können wir dann bei unserem Bruder diese Gelder für die Klage zurückfordern?

Wir stehen wirklich inzwischen nur noch Ratlos da und wissen uns keinen Weg mehr noch was gütlich zu erreichen.

P.S.Geld für einen Anwalt haben wir auch nicht mehr

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