Erbrecht - Fristen wenn nach dem Tod eine Schenkung statt fand von der Erbin

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3 Antworten

Hier wird der §2287 BGB einschlägig.

http://dejure.org/gesetze/BGB/2287.html

Das heißt beim 2. Erbfall kann das Haus wieder nach den Regel der ungerechtfertigten Bereicherung heausverlangt werden. Ansonsten können Sie natürlich den Pflichtteil geltend machen, möglicherweise mit der Folge, das sie durch eine Pflichtteilstrafklauses auch beim 2. Erbfall enterbt werden.

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Zunächst ist ohne wörtliche Wiedergabe des Testamentes keine zielführende Antwort möglich.

Grds. können aber Eheleute in ihrem gemeinsamen Testament auch nicht leibliche oder nicht adoptierte Stiefkinder ("Ihre Tochter" klingt danach) ebenso zu gleichberechtigten Erben bestimmen wie unterschiedliche Erbquoten festlegen :-)

Auch ist es ohne weiteres möglich, einem Kind bestimmte Nachlassgegenstände (Haus) als Vermächtnis zuzuwenden, womit es aus der Erbmasse fiele.

Auch eine Ausgleichspflicht kann hierbei ausgeschlossen werden.

Durch das gemeinschaftliche Testament bist du von der Erbfolge am Nachlass deines Vaters ausgeschlossen und nur zum Nacherben des Gesamtnachlasses der Eheleute nach dem Tod der längstlebenden Ehefrau bestimmt - du könntest höchstens an dem auf den Nachlass deines Vaters entfallenden Reinnachlass Pflichtteilsanspruch gegen die Ehefrau geltend machen. Meist greift hier eine Klausel, wonach du auch am Nachlass der Letzversterbenden nur dein Pflichtteil bekommst, insgesamt also die Hälfte deiner Ansprüche verlierst.

An dem Hausvermächtnis hast du keinen Anspruch.

G imager761

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Kommentar von scally60
23.10.2012, 14:06

Wenn ich das Erbe zu Ihren Lebzeiten einfordere bekomme ich nur diesen Pflichtteil, dies ist im Testament so fetsgehalten.

Nun noch mal zu dem Haus, dieses ist im Testament nicht erwähnt, da mein Vater wollte das sie dort lebenslang wohnen kann. Es ist das Elternhaus meines Vater, also auch das meines Bruders und mir. Dann gibt es auch noch Land dazu, dieses wurde uns beiden sofort zugesprochen im Testament.

Wenn jetzt seine Frau Schenkungen tätigt ist das in Ordnung?

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Kommentar von Hammerhart
03.02.2013, 18:55

Da bin ich anderer Meinung. Das Hausvermächtnis war im Berliner Testament nicht vereinbart, sondern das Haus wurde nach dem Tod des Erstverstorbenen überschrieben (kann ja nur von der Alleinerbin also die Frau gemacht worden sein). Es stellt eine Schenkung bzw. Vermögensverschiebung dar und kann zurückgefordert werden, jedoch erst nach dem Tod der Frau! Es zählt jedoch auch eine Frist von 10 Jahren! Stirbt die Frau erst nach 10 Jahren, kannst du das Haus auch nicht mehr zurückverlangen.

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Wenn man sich innerhalb der Familie nicht einig wird, würde ich in solchen Fällen immer einen Fachanwalt für Erbrecht konsultieren. Mir hat mein Anwalt in meinem Fall sehr geholfen , insbesondere, da es ihm gelang eine sachliche Diskussionsgrundlage für die Erbstreiteren zu schaffen. Gerade in Bezug auf das Berliner Erbrecht kursiert auch sehr viel Halbwissen. In meinem Bekanntenkreis habe ich die widersprüchlichsten Aussagen zu diesem Thema erhalten. Lg

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