Erbrecht - Ein Verstorbener hinterlässt "patchwork" - Familie, WER hat Anspruch auf WAS?

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4 Antworten

Gibt es ein Testament?

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Kommentar von PoisonArrow
14.12.2015, 12:36

nein, es ist kein Testament vorhanden.

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Kommentar von SaVer79
14.12.2015, 12:37

Dann erbt die Ehefrau zu 1/2 und die beiden Söhne zu je 1/4.

(Voraussetzung: es gibt auch keinen Ehevertrag)

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Wenn ein wirksames Testament des Ehemanns vorliegt, gilt dieses. Sind darin die Söhne nicht bedacht, hätten sie Pflichtteilsansprüche in der Höhe der Hälfte ihrer gesetzlichen Erbteile (neben der Ehefrau, die zu 1/2 erbberechtigt wäre, würden die Söhne je 1/4 gesetzlich erben, sodass die Pflichtteile je 1/8 des Nachlasswertes betrügen). Das würde auch gelten, wenn die Eheleute sich in einem gemeinsamen Testament gegenseitig zu Erben eingesetzt hätten und z.B. die Söhne erst den Letztversterbenden beerben sollen. Dann stehen die Söhne aber vor der Frage, ob sie den Tod der Ehefrau "abwarten" wollen oder ob sie es vorziehen, jetzt ihre Pflichtteile zu verlangen.

Hat der Vater kein Testament hinterlassen, käme die gesetzliche Erbfolge zum Zuge, wonach die Ehefrau (wenn kein Ehegüterrechtsvertrag bestand) 1/2 und die Söhne zu je 1/4 erben würden.  Sie haben Recht: Beim Tod der Ehefrau hätten die Söhne des Ehemanns aus einer anderen Ehe keine gesetzlichen Erb- oder Pflichtteilsansprüche. Ich vermute daher, dass es ein Testamnet gibt, in dem die Söhne wenigstens als Schlusserben nach dem Tod der Ehefrau eingesetzt sind oder - eine andere Version - die Ehefrau nur zur Vorerbin des Ehemanns und die Söhne zu Nacherben beim Tod der Ehefrau bestimmt sind.

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Kommentar von PoisonArrow
14.12.2015, 14:11

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Da es kein Testament gibt, müssten die beiden Söhne doch theoretisch ihre Ansprüche geltend machen, oder sich zumindest ihren Anteil "reservieren" lassen, damit nach dem Ableben der Ehefrau nicht alles an deren Angehörige verteilt wird. Würden Sie den Söhnen einen Gang zum Rechtsanwalt / Notar anraten, oder ist das "Beerben nach Ableben der Ehefrau" gesetzlich sowieso der Fall und von daher bereits geregelt?

Grüße, PoisonArrow

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Nach der automatischen Erbfolge wäre im gesetzl. Güterstand der Zugewinngemeinschaft die Ehefrau hältig neben den eigenen oder adoptierten Kindern des Erblassers zu Erben berufen, die Söhne mithin Erben zu je 1/4 am väterlichen Reinnachlass (Vermögen ./. [Verbindlichkeiten + Beerdigungskosten]).

Wohlgemerkt seinem Nachlass: Auch in der Ehe bleiben Vermögen der Eheleute getrennt voneinander, das Haus oder Auto mag da also der Frau und damit nicht dem Erbe des Vaters (an)gehören :-O

Das mag durch Testament anders bestimmt sein, darin etwa die Witwe zur Alleinerbin oder als Vorerbin bestimmt sein mit der Massgabe, dass die Söhne erst beim Tod der längstlebenden Ehefrau ihr Erbe am Nachlass der Vaters erhalten sollen. In dem Fall bestünde für jedes Kind ein Pflichtteilsanspruch zu 1/8 in Geld.

Denn richtigerweise sind die Kinder am Nachlass der Stiefmutter weder erb- noch pflichtteilsberechtigt; deren Nachlass erben einmal die Eltern oder Geschwister der Ehefrau.

G imager761

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deine Frage ist unvollständig

wem gehört das Haus ?

dem Mann ... dann gibt es 100 % zu verteilen

dem Mann und der Frau zusammen dann natürlich nur seinen Anteil 50 %

für gewöhnlich erbt der Ehepartner 50 %

50 % die Kinder, also die beiden erwachsenen Söhne

und Kinder soweit vorhanden aus der gemeinsamen Beziehung

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Kommentar von PoisonArrow
14.12.2015, 12:57

Erstmal danke für die Antwort!

Frau und Verstorbener haben keine gemeinsamen Kinder. Das Haus gehört(e) beiden zu gleichen Teilen.

Also wäre es dann 50 % Witwe / 50 % auf die beiden Söhne..?

Grüße, PoisonArrow

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