Erbpflichtanteil - wer bezahlt ihn?

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Die Überschreibung hat stattgefunden, damit gab es "eigentlich " nichts zu erben. Aber, sie hat Anspruch auf den Pflichtteil, der aus dem restbetrag der Schenkung besteht mit jährlicher Abschreibung von 10%. D.h. Mutter stirbt nach 5 Jahren = Rest 50% von der Schenkung = 100000,--€, davon der Pflichtteil (50% des regulären Erbe) = 25% = 25000,--€. Wie kommen Sie dann auf 70.000,--€? Und zahlen müssen die Erben gem. Ihres Anteiles am Erbe.

Habe mittlerweile auch verstanden, dass die 70 Tsd. € eigentlich nicht sein können... vielen Dank! :-)

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Zunächst mal: die 70.000 EUR kommen nicht hin, es sei denn, es gibt außer dem Haus noch weiteres Vermögen.

Der Pflichtteilsanspruch richtet sich gegen die Erben. Dabei haften die Erben gesamtschuldnerisch, d.h. Stefanie kann sich aussuchen, von wem sie das Geld fordert.

Erstmal kommt es beim Wert des Pflichtteilergänzungsanspruch darauf an, wie lange vor dem Tod die Schenkung stattgefunden hat, für jedes Jahr kommen 10% runter. Ansonsten zahlen die Erben nach ihrem Anteil, maximal aber soviel, dass ihr eigener Pflichtteilanspruch nicht geschmälert wird.

Wir gehen davon aus, dass die Mutter jetzt einige Wochen nach Übertragung des Hauses verstorben ist. Dann beläuft sich die Pflichtsumme auf 70 Tsd. € - wie findet man heraus, welchen Anteil Erben haben? Und wieviel gezahlt werden muss damit der eigene Pflichtanspruch nicht geschmählert wird?

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@SimbaSchatz

Auch das geht nur, wenn es neben der Wohnung noch mehr Vermögen gibt. Sonst wäre der Pflichtteil ja 50.000 Euro und nicht 70.000 Euro.

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