Erblich bedingte Verhaltensweisen?

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4 Antworten

Verhaltensweisen erhalten ihre eigentliche Konfigurierung am wenigstens über hereditäre Dispositionen (vielleicht bezüglich von spezifischen Körperhaltungen oder Verhaltens"tics") sondern in der ontologischen Soziomorphie und Synomorphie des Akteurs mit und in der "Umwelt" sowie selbst entwickelten Ergebnissen (oder auch bei negativen Faktorenbündeln: Inhibitionen)

Als "Einstieg " wäre die volitiv disponierende Verhaltensorientierung von Talcott Parsons brauchbar [siehe vertiefend: Talcott Parsons /Edward A. Shils „Toward a general theory of action“; Cambridge, Mass. : Harvard Univ. Press, 1951, 506 S.] der Verhalten folgend differenziert:
"1. Kognitives Verhalten (cognitive mode of motivational orientation of action): Hier untersucht der Handelnde den Gegenstand bzw. die Gegenstände, die seine Handlungssituation ausmachen, auf Ort, Struktur und Charakter.
2. Kathektisches (cathectic) Verhalten: Mit diesem von Freud übernommenen Begriff bezeichnet Parsons das Betrachten, Prüfen und Auffassen von Gegenständen unter dem Gesichtspunkt der Befriedigung von Bedürfnissen des Handelnden.
3. Normbestimmt-auswählendes Verhalten (evaluation): Funktion dieses Verhaltens ist die Auswahl unter verschiedenen Gegenständen, die zur Bedürfnisbefriedigung dienen, oder auch unter verschiedenen Bedürfnissen, von denen einzelne oder mehrere durch die vorliegenden Gegenstände befriedigt werden können. Die Auswahl ist orientiert an bestimmten Normen, die sachbestimmt (truthfulness), gefühlsbestimmt (appreciative) oder
moralisch (moral) sein können.

Diese Verhaltensweisen bestimmen dann drei Grundtypen allgemein-sozialen Handelns, die jeweils dominant an einer Art der Norm ausgerichtet sind: Handeln, das rational (intellectual activity), gefühlsmäßig (expressive activity) oder moralisch bestimmt (moral activity) ist. Zu diesen Typen tritt als ein weiterer der Typ des instrumentalen Handelns. Dabei wird das in der Zukunft liegende Ziel des Handelns gefühlsmäßig oder nach der herrschenden Moral bestimmt, wobei die zu seiner Erreichung einzusetzende Methode jedoch rational ist.“ (aus: Robert Weimar „Konflikt und Entscheidung : psychologische Theorien und Konzepte auf dem Prüfstand“ (Heidelberg, Univ., Diss., 2006 Frankfurt, M. u.a.,Lang Verlag, 2008, 395 S.) hier S.30)


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Kommentar von Ottavio
05.06.2016, 13:53

Wer sagt eigentlich, dass es hier vor allem um die "eigentliche Konfigurierung" von Verhaltensweisen gehen soll ? Sind die denn wichtiger als die Dispositionen, auf denen sie aufbauen ? Welches Maß sollen wir denn anlegen an die "Wichtigkeit", das es uns erlauben sollte, hier die Vokabel "am wenigsten(s)" zu verwenden ? 

Ist es das jeweilige Interesse des Betrachters ? Aber der war hier ja nun eigentlich der Fragesteller, und der hat eindeutig nach eben dem gefragt, was erblich bedingt ist, nicht nach der "eigentlichen Konfigurierung". Oder ist es das Interesse einer Neunmalklugen, die dringend ihren Senf dazu abgeben muss ?

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"Kann jeder Mensch lachen?"

Das wäre ein Einstieg in die Ethologie des Menschen, die du an Hand der Forschenungen von Eibl-Eibesfeld erläutern könntest.

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Kommentar von celaenasardotin
23.05.2016, 16:49

Das trifft nicht genau meinen Schwerpunkt , aber ist schonmal eine Idee , da ich den allgemeinen Kumturvergleich auch aufgreife. Vielen Dank

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kannst du mit den Ohren wackeln? Das wäre ein Einstieg für: wenn ihr das könnt, dann kann mindestens einer eurer Eltern das auch......

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Kommentar von celaenasardotin
23.05.2016, 16:40

erstens kann ich das nicht und zweitens wird es kein Vortrag vor Kindern , sondern vor Fachleuten und ich bin deshalb etwas aufgeregt

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Kommentar von celaenasardotin
23.05.2016, 16:41

Außerdem ist das keine erblich bedingte Verhaltensweise sondern ein Rudiment

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Kommentar von celaenasardotin
23.05.2016, 16:48

Naja ich würde auch vor Schülern nichts falsches sagen , nur weil es Schüler sind. Außerdem gibt es ja immernoch Lehrer , die dann sagen , dass es falsch ist. Es gibt vielleicht Kinder die würden sich ohne Fachkenntnis darauf verlassen

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Kommentar von Goldmine452
23.05.2016, 17:05

Was ist ein rudiment

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Ich habe einen kleinen Filmausschnitt für dich! Der Film heißt "Umständlich verliebt" und ab 1:00 Min werden Verhaltensweisen des Kindes gezeigt, die genau so auch der Vater macht. Dann kannst du das zeigen und überleiten mit so was wie "Ist das realistisch, dass solche Verhaltensweisen erblich bedingt sind und wenn nein, welche Verhaltensweisen können vererbt werden?"

Hat echt eine Zeit gebraucht bis ich den Filmtitel wieder hatte <.<


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Kommentar von celaenasardotin
23.05.2016, 17:06

Vielen Dank für die Arbeit. Leider stehen mir solche Mittel nicht zur Verfügung , weil das ganze vor Experten stattfindet und man nurnoch selbst mitnehmen darf , um da zu überzeugen :)

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Kommentar von celaenasardotin
23.05.2016, 18:17

Da ist auf jeden Fall was dabei. Danke , dass du die so viel Arbeit gemacht hast

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