Erbgemeinschaft - Elternhaus kaufen? Auszahlung an wen und wie viel?

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4 Antworten

ich gehe einmal davon aus, das das Haus ursprünglich Ihrem Vater allein gehört hat und im Erbfall auf Ihre Mutter zu 50% (1/2) und auf die 5 Kinder zu je 10% (1/10) übergegangen ist. Wenn Sie nun das Haus tatsächlich kaufen wollen, das heisst, einen Kaufpreis in Höhe des Verkehrswerts oder bis zu 15% darunter ("Familienpreis") , abzüglich Ihres Erbanteils von 10% zahlen wollen, müssten Sie einen notariellen Kaufvertrag mit allen Beteiligten schließen, der wohl zum Inhalt hätte, dass Ihre Mutter 50% des zugrunde gelegten Wertes und Ihre 4 Geschwister je 10% erhalten. Nach ddem VGollzug dieses Kaufvertrags und Ihrer Eintragung im Grundbuch als Alleineigentümer hätten Sie keine weiteren Verpflichtungen gegenüber Ihren Geschwistern im Erbfall Ihrer Mutter. Denn nach dem Hausverkauf an Sie gehört es nicht mehr zum Nachlass Ihrer Mutter. Andererseits ist die Sanierung und der Ausbau des Hauses dann Ihre alleinige Angelegenhei und Siew können selbstverständlich von Ihren Geschwistern nicht verlangen, dass sie sich daran finanziell beteiligen. Wenn Sie Ihrer Mutter ein lebenslanges Wohnrecht einräumen, könnten Sie den kapitalisierten Wert dieses Wohnrechts (wird etwa errechnet aus: Vergleichbare Jahresmiete x Kapitalisierungsfaktor lt. Tabelle für Frauen im Alter von 82 Jahren) auf den Kaufpreisanteil Ihrer Mutter anrechnen, so dass sie nur einen darum ermäßigten Barbetrag bekäme. Ich empfehle, die Thematik, wenn alle Beteiligten grundsätzlich einig sind, mit einem Notar zu erörtern, der dann auch den Vertrag beurkunden soll. .

Wenn das Haus Ihren beiden Eltern zu je 1/2 gehört hat, würden meine Ausführungen sich dahingehend ändern, dass nur die frühere Hälfte des Vaters in der vorbeschriebenen Weise von Mutter und Geschwistern zu erwerben wäre; die heute noch der Mutter gehörige Hälfte müssten Sie allein von ihr erwerben.

Die Frage der Pflegekosten hat mit dem Kauf des Hauses nur dann zu tun, wenn Sie in dem Vertrag eine Pflegeverpflichtung gegenüber Ihrer Mutter übernehmen (z.B. bei Anrechnung auf den Kaufpreisteil der Mutter, wie für das Wohnrecht). EWenn Sie keine derartige Vewrpflichtung übernehmen, wäre es wohl Sache aller Geschwistert, sich an den Pflegekosten zu beteiligen, soweit die Mittel Ihrer Mutter und die Pflegeversicherung dafür nicht ausreichen. Der Hauskauf ruft keine automatische Pflege- bzw. Kostenverpflichtung hervor; das bedarf der Vereinbarung.

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ich denke mit den 50% und die anderen jeder 10% kommt hin. ich denke die sanierung mutters wohnung könnte von den 50% des anteils der mutter genommen werden. setzt euch doch alle an einen tisch und sucht eine einigung, wenn es nicht geht, bleibt nur der weg eines beratungsgespräches beim anwalt. kostet aber paar mäuse.

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Das kann dir nur ein Anwalt genau sagen.

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Kommentar von sunblossom
25.08.2012, 10:59

nein, ich kann das auch, wie du siehst

ich bin kein anwalt

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wie sind denn die eigentumsverhältnisse am haus

wenn der mutter 50% gehören, würde sie auch 50% des geldes bekommen

also jeder bekommt nach seinem anteil ausgezahlt, dich selber musst du natürlich nicht auszahlen, den anteil würdest du sparen

wenn du deiner mutter da wohnrecht gibst, würd ich da vorher nen festen betrag für abrechnen, sagen wir 50.000 €

das vom kaufpreis abziehen und auf alle verteilen, auch auf die mutter selber

sonst bist du im endeffekt der einzige, der ihr das wohnen praktisch bezahlt

fände ich ungerecht, wenn du dann dafür dne vollen kaufpreis zahlen würdest

also das zu der dämmungsfrage, einfach mit kaufpreis verrechnen

wenn du der mutter wohnrecht gibts, schmälert das den wert des objektes beträchtlich

also vorher beim kauf schon in abzug bringen udn durch alle bezahlen lassen

im pflegefall, wärt ihr weiterhin alle verantwortlich, das würde nix ändern an der lage, dass sie in deinem haus wohnt

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