Erbfolgevertrag - kann man diesen Anfechten?

4 Antworten

Das besagt, dass das Nachlaßgericht darauf verzichtete, mündlich in seinen Amtsräumen vorzulesen, was sie schriftlich mitteilt: Dein Mann ist von seiner gesetzlichen Erbfoge am Nachlass seines Vaters ausgeschlossen, mithin enterbt, was selbstverständlich von seinem Vater so zu verfügen zulässig ist.

Damit wäre er aber automatisch auf den zu seinem gesetzlichen Erbteil hälftigen Pflichtteilsanspruch in Geld gesetzt.

Etwas anderes würde euch ein Rechtsanwalt dazu auch nicht sagen, aber 170 EUR dafür als Rechtsberatungsgebühr verlangen

Unterstellt, sein Vater hätte keine weiteren, auch ungeborenen oder adoptierten Kinder, wäre sein Pflichtteil bei hier unterstellt einer Ehefrau und insges. zwei Abkömmlingen 1/8 des väterlichen Reinnachlasses.

Reinnachlass meint sein eigenes, nicht das mit der Ehegattin gemeinsam hälftiges Vermögen abzüglich (auch hälftiger gemeinsamer) Schulden und seiner angemessenen Bestattungskosten einschl. Bewirtung und Dauergrabpflegekosten - soweit wir von dem gesetzl. Güterstand der Eheleute (Zugewinngemeinschaft) als Regelfall ausgehen dürfen.

Um herauszufinden, wie hoch der wäre, steht deinem Mann ein bewertetes Nachlassverzeichnis zu, dass er n. § 2314 BGB  von der Vorerbin (Witwe) einfordern kann. Inwieweit das mit den vorliegenden Angaben bereits erteilt wäre, vermag ich nicht zu beurteilen.

Er dürfte auch Auskunft über Datum und Höhe lebzeitiger Schenkungen des Erblassers innerhalb der letzten 10 Jahre verlangen. Die wären nach § 2325 III BGB im Schenkungswert alljährlich 10% abschmelzend dem Nachlass hinzuzurechen; soweit es sich nicht um Schenkungen an die Ehefrau selbst handelt, die mit vollem Schenkungswert valutieren.

Seinen Pflichtteilsanspruch über 12,5% von dem, was demnach als (fiktiver) Reinachlass verbliebe, muss er dann innerhalb von drei Jahren bei der Witwe geltend machen, was sie widerum innerhalb von 30 Tagen zu zahlen hätte.

Nachfragen hierzu beantworte ich gern.

G imager761


Wir wissen, dass da am besten ein Rechtsanwalt drüber schauen sollte, aber sind uns aber unsicher ob das Aussicht auf Erfolg hat. 

Also du willst die Frage eher hier bei gf.net beantwortet haben als von einem Fachmann/frau?

Warum nicht, wenn die Sachlage eindeutig und 170 EUR anwaltliche Erstberatungskosten überflüssig sind?

Dass man seine Erbfolge selbst bestimmen und daher jeden ausschliessen darf, wobei nur Kinder, Eltern und Ehegatten einen Pflichtteilsanspruch haben, ist weithin bekannt.

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Wenn die Vaterschaft amtlich ist kann er seinen Pflichtteil verlangen.

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