Erbe:Wie kann man dieses Problem gerecht regeln?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Garnicht. Denn was der erbende Sohn über seine Immobilieneigentum verfügt, kann die derzeitige Eigentümerin nicht bestimmen.

Offen gesagt verstehe ich auch nicht ihre Bedenken: Derzeit weiß sie nur sicher, das das Haus, für das "sie sich krummgelegt" hat, zumindest lebzeitig ihres Sohnes in dessen Eigentum übergeht und weiter gewollt selbst genutzt, gepflegt und erhalten wird.

Regelt sie die Nachfolge der Immobilie nicht derart, muss sie damit rechen, dass einer der Erben Auflösung der Erbengemeinschaft betreibt und es einer Teilungsvollstreckung zuführt, es damit also noch schneller an Dritte fällt.

Insbesondere dann, wenn ihm nur Nießbrauch oder Wohnungrecht zugebilligt würde, das Haus aber den bestehenden Kindern oder künftigen Enkeln vererbt würde.

Und man bekäme nichts ausbezahlt, was man erbt.

Dies scheint umso wahrscheinlicher, als das Angehörigenpflegende entweder ein günstiges Zuhause oder viel Geld benötigen. Und dem dürfte dem lebzeitige bekundeten Willen der Erblasserin im Zweifel vorgehen.

G imager761

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was ist gerecht? Welche Kriterien?

Ob man wenn ... dann ... Regelungen ins Testament schreiben kann, weiß ich nicht.

Allerdings ist es in dem beschriebenen Fall so, dass wenn Dein Bruder (nach dem Tod Eurer Eltern) vor der Schwägerin stirbt, Ihr Geschwister neben der Schwägerin auch erbt, da sie keine Kinder haben. Die Höhe weiß ich nicht genau.

Beraten kann einem der Notar und evtl. auch ein/e Rechtspfleger/in beim Nachlassgericht.

Bitte auch umgekehrt bedenken, dass, sollte die Schwägerin zuerst versterben, Euer Bruder auch über sie erbt. Bei seinem Tod danach würden (weil keine Kinder) Eltern und in Folge ggf. die Geschwister erben.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Theoretisch kann man das erwünschte Ergebnis mit einer Vor- und Nacherbschaft erzielen, indem man den Sohn nur als Vorerben einsetzt und die Abkömmlinge der Eheleute als Nacherben, wobei die Nacherbschaft mit dem Tod des Vorerben eintreten soll. In dieser Konstellation ist das aber ungewöhnlich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?