Erbengemeinschaft mit Schulden

5 Antworten

Ein Verkauf durch die Mutter ist nicht möglich, sondern nur durch die Erbengemeinschaft als Ganzes oder durch eine Teilungsversteigerung. Man sollte den Verkauf natürlich nur zustimmen, wenn Einigkeit über die Verteilung des Verkaufserlöses herscht und dies auch im Vertrag festhalten.

Grundsätzlich gibt es eine Verjährungsfrist von 3 Jahren ab Jahresende. D.h. gegenseitige Ausgleichsforderungen von vor dem 1.1.2011 wären verjährt.

Grundsätzlich stehen sich hier zwei Forderungen gegenüber. Die Miterben haben Anspruch auf eine angemessene Nutzungsentschädigung, wenn ein Erbe die Wohnung allein nutzt. Hierbei wäre von der anteiligen ortsüblichen Miete auszugehen. Auf der Anderen Seite müssen die Kreditlast und die nicht umlagefähigen Kosten von allen Erben im Verhältniss ihrer Anteile getragen werden. 

In diesen Fall würde ich von einer konkludenten Vereinbarung ausgehen, die besagt, das die Nutzungsentschädigung gerade durch das Tragen der laufenden Kreditlast und der nicht umlagefähigen Konsten durch den Nutzer der Wohnung abgegolten wurde.

In den 8 Jahren hat sie ca. 40000 an die Bank gezahlt, dass meiste waren Zinsen.

Das macht 416€/ Monat. Und dürfte in der Größenordnung der ortsüblichen Miete liegen. Welche Seite bei Einzelrechnung welcher Seite etwas hätte zahlen müssen, hängt von der ortsüblichen Miete ab. Auch könnte eine solche Ausgleichsforderung für die Zukunft gestellt werden, das heißt die konkludente Vereinbarung kann natürlich mit Wirkung für die Zukunft gekündigt werden.

Rückwirkend dürfte dies allerdings schwierig sein, weil beide Seite auf die Vereinbarung vertrauen durften.

Der Verkaufserlös wäre also nach Abzug der Restschuld im Verhältnis der Erbteile zu verteilen.

Die Summen, die Du da nennst, sind etwas nebulös, aber es waren ca. 100.000,- Schulden vorhanden. Dann aber passt es schon nicht mehr, denn wenn sie in 8 Jahren 40.000,- gezahlt hat, aber das fast nur Zinsen waren, wie kommt es dann, dass nur noch 60.000,- Restschulden sind? Ausserdem, hat Euch der Vater ja nicht nur Schulden hinterlassen, sondern ein Haus, was ja wohl mindestens die 100.000,- Wert war.

Also hat sie in 8 Jahren 40.000,- Euro Tilgung gezahlt + die Zinsen in dem Zeitraum. Die Zinsen waren nicht immer so niedrig, also denken wir einfach mal es waren 5 % als grobe Rechnung 100.000,- Schulden am Anfang, 60.000,- Euro Schulden am Schluss, sind 80.000,- im SChnitt = 4.000,- im Jahr. * 8 = 32.000,- + 40.000,- Tilgung = 72.000,- in 8 Jahren = 9.000,- pro Jahr oder 750,- im Monat. Das war dann eine angemessene Miete, wenn nicht sogar eine hohe Miete.

Gehen wir mal davon aus, dass diese Dinge passen, dann dürfte Sie sagen:

Verkaufspreis - Restschulden = Wert.

Davon behält sie 1/2 und die andere Hälfte verteilt sie an Euch.

Jetzt meine Frage: was darf sie alles von unserem Anteil wegnehmen? Prozentual auch alles von den Schulden?

Selbstverständlich: Ohne Testament und im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheiratet gewesen, wäre euch drei leiblichen Kindern des Erblassers neben seiner Ehefrau, die mit pauschalireten Zugewinnausgleich 1/2 erbte, anteilig die andere Hälfte zugefallen.

Demnach seit ihr mit je 1/6, eure Mutter mit 3/6 am Vermögen wie Schulden eures Vaters beteiligt.

Sollen aber dann das alles komplett mit bezahlen?

Ja: Die Wertstellung bemisst sich am Sterbetag. Je nachdem, ob das Haus eurem Vater allein oder anteilig mit eurer Mutter gehörte, sind euch also jedem Kind gleichermaßen (100.000 : 6 =) 16.666,66 EUR Schulden angefallen oder die Hälfte davon.

Und was darf sie noch abziehen?

Natürlich auch anteilig die Bestattungskosten einschl. Grabnutzung, -stein und -pflegeauftrag, die Klassenfahrt nach London oder das Mofa, das aus eurem Erbe bezahlt wurde.

G imager761

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