Erbengemeinschaft in Eigentümergemeinschaft umwandeln oder lieber nicht?

5 Antworten

Eigenltich hättest Du Anspruch auf die Miete der dritten Wohnung, sicher ist es sauberer zu trennen, aber eine Wohnung im Erdgeschoß ist im Allgemeinem weniger wert. Wenn alle drei einverstanden sind, geht zum Notar.

Die Bildung von Wohnungseigentum setzt die einvernehmlich Herbeiführung einer Abgeschlossenheitserklärung und die Bildung von Wohnugsngrundbüchern voraus, in denen dann zunächst wieder die Erbengemeinschft im vorherigen Beteiligungsverhältnis steht. Über die Kosten eines solchen Verfahrens sollte floglich ebenso Einigkeit bestehen wie über die im Zuge der grundbuchlichen Wohnungsbildung möglichen Übertragung der neu gebildeten MEA (Wohnungen) auf die einzelnen Erben. Soweit die Wohnungen gleich groß sind und das Gebäude über einen Aufzug verfügt, gestaltet sich dies in aller Regel mit etwas gutem Willen leicht.

Kommt es aber darüber nicht bereits im Vorfeld zu einer einvernehmlichen Einigung, sollten Sie die "Kiste" zur Aufhebung der Erbengemeinschaft versteigern lassen und jeder den auf ihn verbleibenden Geldbetrag einstreichen; - das spart Zeit und Nerven!

Hallo Schelm1, Danke für Ihre Antwort. Habe ich das richtig verstanden, dass die "Auseinandersetzung" hier in zwei Schritten erfolgt und erstmal die Wohnungen auf die Erbengemeinschaft laufen und im zweiten Schritt dann auf die einzelnen Erben "umgeschrieben" werden? Fallen hier dann auch zwei mal die Kosten an? Ich ging bislang davon aus bzw. hatte gehofft, dass man die Teilungserklärung und die Eintragung im Grundbuch inkl. der Grundbücher für die Wohnungen schon entsprechend der neuen Aufteilung vornehmen kann.

Wie Sie auch bereits kommentiert hatten, einen Anwalt wollte ich außer im Streitfall nicht mit einbeziehen (aus Kostengründen).

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Da es sich hier um Entscheidungen mit durchaus weitreichenden Konsequenzen handelt, würde ich so etwas nie entscheiden, ohne einen Anwalt zu konsultieren!

Da reicht aber auch ein Notar, wenn man sich über die Zuweisung des neu Gebildeten Wohnungseigentums einig ist. - Anwalt bedeutet noch mehr zusätzliche Kosten, die nicht sinnvoll wären.

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Erbengemeinschaft Mutter, Tochter, Sohn Muss ein Mitglied für die Schulden der anderen aufkommen?

Hallo Zusammen,

wir haben folgendes Problem: 1987 stirbt der Vater, dadurch entstand folgende Erbengemeinschaft:

Mutter und je Pflichtteile Tochter 1/8 und Sohn1/8 (Reihenendhaus)

Mutter bleibt mit Tochter im Hause wohnen. Sohn zieht mit 17Jahren aus.
Kein Mitvertrag zwischen den Erbegemeinschaftsmitgliedern gemacht worden, da es von Mutter und Tochter nicht gewollt wurde. Selten Kontakt miteinander.

Sohn hat nie Gegenleistungen oder irgendwelche Ansprüche erhoben. Immer geholfen, wenn was anstand oder die Mutter finanziell unterstützt, da Tochter drogenabhängig ist.

2010 Mutter liegt seit einen Routineeingriff bei einer OP im Wachkoma.
Tochter wohnt nun mit Lebenspartner (etwa seit 2007/2008) und einer 24h Pflegekraft im Haus. Tochter ist Betreuerin.

Auf Namen der Mutter werden die Rechnungen nicht bezahlt: - Kosten für Wasser - Kosten für Strom - Kosten für Gas (momentan sind diese bekannt)

Es besteht weiterhin kaum Kontakt und kein Mitvertrag oder ähnliches zwischen den Mitgliedern der Erbengemeinschaft, da Tochter darauf nicht eingeht.

Mutter verstirbt November 2013
Sohn lehnt das Erbe ab (musste allerdings die kompletten Hypothekenschulden der Eltern, die vor dem Tode des Vaters gemacht wurden übernehmen. Da Mutter und Tochter die Hypotheken in den letzten Jahren nicht bezahlt haben)

Tochter nimmt Erbe an (7/8 Anteil) Sohn möchte sein 1/8 Anteil an seine Schwester überschreiben, Sie lehnt während der Unterschreibung beim Notar ab. Sohn muß die Rechnung für den Notar alleine zahlen.

Tochter und Lebenspartner bleiben bis Januar 2014 im Haus wohnen.
(neue Adresse nicht bekannt)
Haus wird im Mai 2014 gewinnbringend für Tochter verkauft.

Nun kommen Gläubiger auf den Sohn zu, er soll alle Rechnungen, die bis zur seiner Erbausschlagung noch offen sind komplett bezahlen, da bis Dato eine Erbengemeinschaft zwischen ihm, seiner Mutter und Schwester bestand. Die Verträge wurden allerdings zwischen der Mutter und den Gesellschaften geschlossen. Der Sohn hat nie für etwas unterschrieben.

Ist das richtig, das der Sohn nun auch noch für alle offenen Rechnungen aufkommen muß, die im Zeitraum vom Tode seines Vater bis zum Tode seiner Mutter entstanden sind?
Wenn das so ist, wozu schlägt man dann das Erbe aus?
Warum wird die Tochter nicht zur Zahlung aufgefordert, nachdem Sie das Haus verkauft hat?

Die Summe 1/8 Anteil die vom Hausverkauf an den Sohn gezahlt wird, deckt nicht die Beträge für die übernommenen Hypothekenschulden, Notar + Anwaltskosten, Austragung im Grundbuch, noch für die jetzt schon bekannten offenen Rechnungen. (ggf. sind noch andere Dinge offen)

Kann uns da jemand weiter helfen? Wir wissen nun nicht mehr weiter.

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Grundstücksteilung in Erbengemeinschaft?

Moin. Moin!

Meine Schwester und ich haben gerade von unserer verstorbenen Mutter eine Doppelhaushälfte mit Grundstück und Geldbestände z.B. eine ausgezahlte Lebensversicherung und Bankguthaben) geerbt. Vor dem Tod unserer Mutter haben wir uns mit ihr schon die Zeit nach Ihrem Ableben unterhalten. Grundsätzlich hat sie sich gewünscht, dass meine Schwester das Haus bekommt und ich das Geld. Zusätzlich sollte ich ein Baurecht auf dem Grundstück erhalten.

Leider konnte dies vor dem Tod unserer Mutter nicht mehr durch ein Testament festgehalten werden. Allerdings sind meine Schwester und ich uns an sich einig: Mit dem geerbten Geld soll die Hypothek (ca. 60.000 Euro) vom Haus abgelöst werden. Danach soll meine Schwester in der Doppelhaushälfte wohnen bleiben bzw. diese überschrieben bekommen. Ich hingegen möchte 50% des Grundstücks behalten. Die anderen 50% soll meine Schwester bekommen genauso wie die darauf befindliche Doppelhaushälfte, welche ich ihr gerne überlasse, denn ich soll den "Rest des Geldes" (ca. 50.000 €) erhalten.

Meine Schwester soll aber meine Grundstückshälfte bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich mein Baurecht in Anspruch nehme, das gesamte Grundstück frei nutzen können und wir möchten es vorher nicht teilen lassen.

Nun komme ich auch zu meiner Frage: Wie können wir das am besten angehen und dabei die Kosten einer Grundstücksteilung umgehen? Wie kommt man das ganze ins Grundbuch und wie wird das ganze fair und ohne großartige Kosten gelöst?

Hat meine Schwester Nachteile, wenn sie beispielsweise das Haus als Sicherheit angeben möchte (z.b. bei Krediten), es gehört ihr ja schließlich alleine.. nur mir soll das Grundstück halt zur Hälfte mitgehören. Ich bin langsam überfragt..!

Wert des gesamten Grundbesitzes (ca. 100.000 Euro).

Ich freue mich auf zahlreiche Antworten!

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