Erben - bei Schulden auf dem Haus?

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3 Antworten

Wenn ich dich richtig verstehe, sind also die Erben = Ehefrau (Witwe) und 2 Kinder. Also, die Haelfte ist schon vorher Eigentum der Ehefrau. Bleibt also zu verteilen die andere Haelfte des Hauses. Sagen wir das Haus ist 300 000 E wert. 150 000 E gehoeren sowieso der Ehefrau. Bleiben 150 000 E zu vererben. Das bedeutet die Haelfte dieser 150 000 E erbt die Ehefrau = 75 000 E. Die beiden Kinder teilen sich die anderen 75 000 E. Die Bank hat nun Forderungen an den Miterben und kann die Einklagen. Die anderen Erben muessen nun entweder den Erbanteil des insolventen Erben aufkaufen = sprich bezahlen, oder den Betrag an die Bank abtreten.

die hälfte des hauses gehört nur der ehefrau, wenn sie mit im grundbuch steht

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@sylvie82

Silvie, bei einer Ehe ohne Vertrag stehen immer beide im Grundbuch, sonst gibt es keine Hypothek!!! Wenn allerdings das Haus ein Erbteil des Verstorbenen ist, dann sieht es anders aus. Das gehoert nicht in die Zugewinngemeinschaft.

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Ich bin mir nicht völlig sicher, aber es könnte sein. Banken sehen immer zu, dass sie an ihr Geld kommen.

Ja, stimmt. Aber das eine Kind bekommt nur seinen Anteil. Ausserdem kann man das Erbe ausschlagen. Verkauft muss das Haus dann werden, wenn die Kosten nicht gedeckt werden können durch Bargeld (Verlassenschaftsverwalter etc).

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es stellt sich auch die frage, ob die gesetzliche erbfolge in kraft tritt. ist dies der fall, bekommt der ehepartner 50% der erbmasse die kinder jeweils 1/4. man kann das insolvente kind auch ausbezahlen...das insolvente kind kann das erbe auch ausschlagen...für genaueres anwalt oder evtl. auch steuerberater fragen.

@Silvie, das stimmt so nicht ganz. Die Haelfte des Hauses gehoert der Ehefrau sowieso, wenn keine Guetertrennung besteht. Der Rest siehe meine Info. Es steht also als ERBE nur das halbe Haus zur Disposition. Da geht es dann 1/2 Ehefrau, 1/4 und 1/4 Kinder. Es wird oft verwechselt.

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@evelote

Bezüglich der Eigentumsverhältnisse wäre zu klären, ob das Haus von einem der Ehepartner bereits in die Ehe eingebracht wurde - denn dann erstreckt sich der Eigentumsanspruch des anderen Ehepartners nur auf den Zugewinn (Wertsteigerung) seit der Heirat, nicht jedoch auf das Gebäude an sich.

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