Erben auszahlen bei Zwangsversteigerung?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Wenn er das Hausgrundstück mit seinem Meistgebot ersteigert, gebührt das Geld der Erbengemeinschaft. Sie muss sich dann über die Verteilung des Geldes einigen. Dasselbe gilt, wenn eine Person außerhalb der Erbengemeinschaft es ersteigert. Eine "Auszahlung" im engeren Sinne findet also nicht statt. Jedoch indirekt, da er schließlich das Meistgebot aus eigener Tasche bezahlt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

@StephanSeitz, Ihre Antwort ist super.
Doch die Frage vom Forenstarter war ja auch ob die Betreiber der Teilungsversteigerung auch selbst bei der ZV das Gebot abgeben können.
So interpretiere ich den Startbeitrag. (Erben aus einer Erbengemeinschaft ersteigern das eigene Haus)

Ist das rechtlich überhaupt möglich dass ein Grundstückseigentümer gegen den gesteigert wird (Teilungsversteigerung) selbst das Objekt erwirbt?

Praktische Fälle wären hier interessant zum nachlesen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Er zahlt de facto niemanden aus, sondern der "Käufer" und die Kaufsumme (sowie alle damit zusammenhängenden Kosten) wird unter allen Altbesitzern (ggfs., je nach Testament, mit einem speziellen Schlüssel) aufgeteilt. Ob Altbesitzer und Neubesitzer hier irgendwo identisch ist, ist dabei egal.

Deswegen macht es in so einem Fall teils mehr Sinn, wenn jemand eine Absicht hat, das ganze zu erwerben, das vorher abzusprechen um sich die Mehrkosten zu sparen und sich so ggfs. in der Mitte zu treffen, damit alle profitieren können. Ausnahme ist natürlich, wenn eine Erbengemeinschaft so zerstritten ist, dass eine "offizielle" Abwicklung einfach mehr Nerven und Aufwand spart.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"Der erziele Kaufpreis,muß der auf die anderen Miterben aufgeteilt werden?"

nicht auf die anderen sondern auf alle. auch der es gekauft hat bekommt natürlich seinen teil. das geld geht an versteigerer, der zieht erst mal alle kosten ab. bleibt was übrig wird das auf alle verteilt

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du mußt unterscheiden

- das eine ist die Versteigerung, das was rauskommt wird verteilt. Wenn nix mehr da ist wars das

- das andere ist die Erbschaftschuld; die fällt durch die Versteigerung nicht weg; sollte noch was zum versilbern da sein wird das auch verteilt-versilbert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn das über eine ZV zur Auflösung der Gemeinschaft läuft, dürfte m.E. die Auszahlung schon durch das versteigernde Gericht erfolgen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Ronox
03.07.2017, 12:36

Das ist ein Irrglaube. Wenn sich die Erbengemeinschaft nicht einig ist, wird der Erlös einfach für sie hinterlegt.

1

Juristisch korrekt spricht man von einer Teilungsversteigerung. Der Erlös "gehört" der Erbengemeinschaft. Diese muss einstimmig darüber entscheiden, wie der Erlös verteilt wird. Wird sie sich nicht einig, muss geklagt werden. Solange hinterlegt das Gericht den Versteigerungserlös.

Im Ergebnis zahlst Du die anderen Miterben aus. Rechtstechnisch funktioniert das aber anders, wie gerade beschrieben.

Interesse an mehr? Kannst Du nachlesen auf https://www.hereditas.net/ratgeber-erbengemeinschaft/teilungsversteigerung/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

genau so ist das

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?