Erbe, Haus, Erbgemeinschaft?

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7 Antworten

Sie können die Zwangsversteigerung zur Aufhebung der Erbengemeinschaft beantragen.

Das zuständige Amtsgericht beauftragt einen vereididigten und öffentlich bestellten Schverständigen mit der Wertschätzung des Hauses, die dann Basis für die Verfahrenskosten und  Ermittlung der 7/10tel und 5/10tel-Grenze im ersten Termin ist.

Das meistgebot wird dann Abschlkuß des Versteigrugnsverfahrens und Abzug der entstandenen Verfahrenskosten unter den beteilkigten Erben, deren jeweiligem anteil entsprechned aufgeteilt.

Für die Nutzung des Hauses durch den einen Erben alleine, steht der Erbengemenschaft für die Zeit ab Beginn der Nutzung bis zum Nutzungsende ein finanzieller Ausgleich zu, der im Verfahren mit angemeldet werden kann.

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Die Erbeingemeinschaft kann  nur insgesamt entscheiden. Euer Erbe habt Ihr ja. Einen Verkauf müsst Ihr gemeinsam durchführen. Es gehört jedem alles, jedem mit seinem prozentualen Anteil, auch die Wohnung des dort wohnenden Erben.

Wenn es abgeschlossene Wohneinheiten gibt, kann das Haus geteilt werden, ansonsten muss die Teilbarkeit amtlich festgestellt werden, wenn denn das Haus teilbar ist.

Dass ein Haus "nichts wert" ist, kann er ja behaupten. Es müsste gegebenenfalls ein neutrales Wertgutachten erstellt werden. Dann könnte Euch der dort wohnende Anteilseigner Euch ja auch auszahlen.

Das Problem ist: Ihr seid auf Gedeih und Verderb verbunden. Niemand kann allein etwas machen. Jeder braucht den anderen.

Wenn der dort Wohnende mehr nutzt als seinen Anteil müsste er an die anderen Erben Miete für das zahlen, was darüber hinaus geht. Aber das kann ich aus der Beschreibung nicht richtig erkennen.

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Kommentar von Kuno33
15.08.2016, 10:56

PS: Die Rechtsanwälte werden voraussichtlich an Euch eine Menge Geld verdienen.

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Wenn er euch nicht auszahlt, dann macht doch einen Mietvertrag.

Legt fest, was das Haus an Kaltmiete bringen würde. Nebenkosten gehen zu seinen Lasten und teilt die Kaltmiete nach Erbanteilen auf. Macht einen Mietvertrag. Entweder zahlt er die Miete dann an eine Person aus dem Erbe, die diese dann an die anderen aufteilt oder er zahlt jedem von euch einen Mietteil.

Da Mieten auf lange Sicht teurer als Kaufen ist wird er sich das auf kurz oder lang überlegen.

Vielleicht ist auch Mietkauf eine Option. Setzt euch zusammen

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Es gibt, wie schon mehrere Experten ausgeführt haben, nur vier Alternativen, die alle voraussetzen, dass der Wert des Hauses - am besten durch einen vereidigten Gutachter -  festgestellt wird :

1. Der Miterbe, der im Haus wohnt, zahlt an Ihre "Persönlichkeit" und die beiden anderen (sind das wohl auch "Persönlichkeiten" ?) Miterben je 1/4 des festgestellten bzw. von allen Beteiligten akzeptierten Wertes aus gegen notarielle Übertragung der insgesamt 3/4-Anteile der "Persönlichkeiten" an dem Haus auf den Miterben und Eintragung im Grundbuch.

2. Alle vier "Persönlichkeiten" einigen sich über den Verkauf des Hauses, beauftragen am besten einen Makler mit der Suche nach einem Käufer, schließen wenn der Käufer gefunden ist gemeinsam einen Kaufvertrag mit diesem (vor einem Notar) und weisen den Käufer bzw. den Notar als Treuhänder an, von dem Verkaufserlös jeder "Persönlichkeit" 1/4 auszuzahlen.

3.Wenn die Teilbarkeit des Hauses in Wohnungseigentum möglich ist und baurechtlich genehmigt wird, wäre eine Teilungserklärung (durch alle vier P.) notariell zu errichten und jeder P. , wenn das geht, 25% Miteigentum, ver-bunden mit dem Sondereigentum an einer Wohnung zu übertragen. Jede P. könnte dann mit ihrem Wohnungseigentum nach eigenem Belieben verfahren:Verkaufen, vermieten, selbst darin wohnen pp.

4. Wenn alle diese Stricke reißen, käme die Teilungsversteigerung in Betracht, die das Amtsgericht auf Antrag durchführt. Dazu haben schon andere Experten sich geäußert. Sie müssten aber damit rechnen, dass bei einer TV in aller Regel kein dem ermittelten Wert entsprechender Preis erzielt wird, es sei denn, es handele sich um ein Ia-Objekt. Denn: wer in einer TV mitbietet, sucht im allgemeinen ein "Schnäppchen" unterhalb des Wertes.Das "Schnäppchen" könnte aber auch eine der Miterben-"Persönlichkeiten" machen, wenn sie mitbietet und den Zuschlag erhält.



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Kommentar von Officer187
15.08.2016, 16:58

für die letzte Option, bei welchem Amtsgericht beantrage ich dies? was würde es kosten?

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Kommentar von sergius
15.08.2016, 17:02

Als 5. Alternative käme in Betracht, dem im Haus wohnenden Miterben das Haus zum ortsüblichen Preis zu vermieten und ihn zu verpflichten, je 1/4 des Mietbetrags an die drei "Persönlichkeiten" zu zahlen. Das vierte 1/4 stünde ihm zu; das braucht er also nicht zu zahlen. 

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Wenn das Haus nicht so frei verkäuflich ist macht ihr am besten eine Zwangsversteigerung. Das ist in solchen Fällen durchaus üblich. Oder er zahlt euch aus, wenn er dort wohnen bleiben möchte. Den Wert kann man durch einen Gutachter schätzen lassen oder man guckt sich den Immobilienbereich der Umgebung an.

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Wenn er nicht freiwillig die anderen auszahlt, dann kannst du jederzeit eine Teilungsversteigerung beantragen. Das geht auch ohne Anwalt, kannst dich beim Rechtspfleger vom Gericht beraten lassen

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Teilungsversteigerung

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Geh mit den anderen Erben zum Anwalt und schilder die Situation.

Es gibt auch Leute, die den Wert eines Haus schätzen (fällt grad nicht der Name ein), so könnt ihr ca. den Wert des Hauses ermitteln.

Sagen wir mal das Haus hat noch einen Wert von 200.000€

Ihr seid 4 Personen = jeder hat das Recht auf 50.000€

 

1. Möglichkeit: Haus verkaufen -> Geld fair aufteilen

2. Möglichkeit: derjenige bleibt drinne wohnen und zahlt den anderen 3 ihren Teil des Hauses (je 50.000€)

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