Erbe ausschlagen vom. Vater?

15 Antworten

Fakt ist : sofern du nicht selbst über den Vermögensstand des Vaters informiert bist, wird diese Frage NIEMAND beantworten können.

Dir bleibt nichts übrig, wie die Unterlagen zu sichten. Nimm dir einen Zeugen mit und bewege NICHTS aus dem Haus raus.

Einen Grundbuchauszug bekommst du vermutlich als Kind und möglichem Erbe. Du darfst nur noch keinen Erbschein beantragen und hast für deine Überlegungen nur 6 Wochen Zeit.

Die Hausbank und eine evtl Gläubigerbank werden vermutlich die Auskunft verweigern. Nur wer nicht fragt, bekommt überhaupt keine Antwort.

Gibt es gerichtlich hinterlegtes Testament - beginnen die 6 Wochen mit Bekanntgabe der Eröffnung. Nur du weißt nicht, ob es eins gibt!!!

Bei im nach hinein festgestellter negativer Erbschaft bleibt immer noch die Möglichkeit der Nachlassinsolvenz. Rede mit deinem Betreuer von der PI, den solltest du auf jeden Fall ins Boot nehmen.

Hast du Kinder oder Geschwister?

Es könnte ratsam sein, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren. Bei einer so weit reichenden Entscheidung sollte man sich sicher nicht auf die Antworten von Fremden im Internet verlassen.

Die Sechs-Wochen-Frist zum Ausschlagen der Erbschaft ist sehr kurz. Umso wichtiger ist es, sich gut beraten zu lassen.

Das Erbe wird dann vermutlich in Deiner Insolvenz mit berücksichtigt, falls es Schulden sind, würde alles schlimmer.

Wenn Du das Erbe ablehnst, darfst du aber nichts von seinen Sachen nehmen, und auch nicht vorher irgendwelche Informationen einholen. Bank gibt nur Auskunft mit Erbschein (= Erbe angetreten) und sobald Du was aus seiner Wohnung nimmst, wäre das Diebstahl, wenn Du hinterher ablehnst.

Übrigens müsstest Du, wenn es keine anderen Hinterbliebenen gibt, die Beerdigung so oder so bezahelen.

ich weiß zwar nicht welche Erfahrungen du gesammelt hast, aber du gibst sie falsch weiter.

Richtig ist, dass ich dem Gedanken einer möglichen Ausschlagung Vorsicht walten lassen soll, ggfs Zeugen mitnehmen - aber sichten darf ich. Ich darf nur nullkommanix mitnehmen. ZB auch keine Kleidung verschenken.

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@kabbes69

Das hatte ich an anderer Stelle geschrieben, Du darfst mit Zeugen sichten, aber nichts mitnehmen, auch keine persönlichen Sachen. Und es gibt Dir keine Bank o.ä. Auskunft, bevor Du keinen Erbschein (Erbschein-Antrag) hast.

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@Blindi56

du schreibst: man darf keine Informationen einholen. Das ist falsch. Natürlich darf ich bei der Bank fragen, unter Umständen bekomme ich sogar Auskunft. Nur darf ich nicht durch Handeln ( Dinge des Verstorbenen an mich nehmen oder verschenken) die Erbschaft annehmen und dann versuchen die Erbschaft auszuschlagen.

Mit einem Erbschein-Antrag bekommst du auch keine Information. Mit der Beantragung des Erbschein nimmst du die Erbschaft an, nur mit dem Antrag ist noch lange nicht entschieden, ob du auch zum (Allein)erben wirst.

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@kabbes69

Na ja, wo ist der Unterschied, wenn man keine Info bekommt; weil einem keiner eine eben darf?

Das mit dem Erbschein-Antrag stimmt allerdings. Das hatte beim Tod unserer Mutter für die Bank ausgereicht, weil wir Geschwister uns alle einig waren und zusammen hin sind. Und da auch kein Erbe abgelehnt wurde. Da brauchten wir dann auch keinen Erbschein.

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Das Problem an der Geschichte ist nachdem was ich gelesen habe (hatte da nen ähnliches Problem vor ner Weile) Das sobald man die Finanzeinblicke erfragt man das Erbe sogesehen schon angenommen hat. Aber das kann ein Rechtsanwalt Notar dir besser erklären.

Die Erbausschlagung kostet um die 20 - 40 Euro und muss innheralb von 6 Wochen geschehen ansonsten bist du automatisch Erbe also überlege gut.

Ich würde mich durch seine Post arbeiten. Schuldner haben oft eine Schublade oder Kiste mit unbezahlten Rechnungen. Der Banker wird auch Bescheid wissen.

Übrigens, wird das Erbe in deine Insolvenz einfließen. Wenn du ausschlägst, wer bekommt es dann?

Wenn man das Erbe ausschlägt, darf man überhaupt nicht an seine Sachen!

Als Erbe wird dann der nächste in frage kommende gesucht, sonst kriegt es die Gemeinde.

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@Blindi56

Klar darf man an die Sachen. Z. B. darf man persönliche Erinnerungen ohne Wert nehmen. Dazu gehören z. B. Fotos, Briefe oder Urkunden. Nur Wertgegenstände darf man nicht an sich nehmen.
Das befreit einen übrigens nicht von den Beerdigungskosten.

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@Realisti

Nein, auch keine persönlichen Gegenstände, die dem Verstorbenen persönlich gehört haben.  Und stimmt, die Beerdigung muss man als Hinterbliebener so oder so bezahlen.

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@Realisti

Ich bin leider bestens informiert....nur: wo klein Kläger, da kein Richter, sprich, wenn es niemand anderen gibt, wird ja keiner wissen, was alles da war, und das auch keinen interessieren..

Man darf mit demjenigen, der die Wohnung ausräumt, zusammen alles durchsehen und persönliche Dinge mitnehmen. Aber keinesfalls vorher gucken, was zu holen wäre.

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@Realisti

Lach: BILD Dir deine Meinung???? kann ich nicht lesen, dank ad-Blocker.... aber siehe anderen Kommentar.

Konkret: meine Freundin hat z. B. nach dem Tod ihrer Mutter im Pflegeheim deren Kleidung verschenkt. Ihr wurde später vom Anwalt gesagt, das hätte sie nicht machen dürfen, da sie damit über Teile des Nachlassen verfügt hätte.

Dann gab es monatelang hin- und her: für die Beerdigungskosten gab es eine ältere Versicherung plus einen Vertrag mit einem Beerdigungsinstitut. Normalerweise überweist die Versicherung das Geld dann an denjenigen, der die Beerdigung organisiert, Da das Erbe ausgeschlagen wurde, war das so nicht möglich....

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@Blindi56

Ich habe jetzt in den letzten 3 Jahren 6 nahe Angehörige beerdigt. Da war alles mit dabei, was das Leben so bringt. Kannst du auch aus eigener Erfahrung sprechen oder nur von der Freundin und deren Freunde?

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