Epilepsie-Schwerbehindertengrad "beantragen". Wie geht man vor?

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7 Antworten

Beim GdB wird nur auf tatsächliche Einschränkungen geachtet. Hast du Bewegungseinschränkungen oder brauchst du lückenlose Überwachung, ist ein Antrag dringend angeraten. Notiere in dem Antrag alle körperlichen Einschränkungen die du hast und benenne auch Ärzte (bestenfalls Fachärzte / Neurologen), die diese Einschränkungen (und die Diagnose) bestätigen (wird überprüft). 

Geh zum Bürgebüro und hol Dir ein Antragsformular. Da musst Du Deine Krankheit schildern und den/die behandelnden Ärzte angeben.Das Versorgungsamt scheibt die behanelnden Ärzte an und bittet um entsprechende Atteste. Welchen Grad Du bekommst, entscheidet das Versorgungsamt.

SuperB18 08.07.2017, 00:50

Danke! Dann wäre es wohl hilfreich meine Neurologin vorher darauf hinzuweisen, dass ich das mache...

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Reanne 08.07.2017, 00:52
@SuperB18

Ja, auf jeden Falkl. Sie kann auch beurteilen, ob das für einen GdB reicht.

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Du musst beim Versorgungsamt deiner Stadt einen Antrag stellen. Das Formular kannst du downloaden oder den Antrag direkt online stellen. (ELSA)

https://www.einfach-teilhaben.de/DE/StdS/Schwerbehinderung/GdB_Ausweis/karte_ausweis_formulare_.html?nn=276622


Dort musst du angeben, bei welchen Ärzten oder Krankenhäusern in Behandlung bist und warst und sie von der Schweigepflicht entbinden. Arztberichte und ein Passfoto hinzufügen. Es kann sein, dass das schon aussagekräftig genug ist, ansonsten wirst du zu einem sogenannten Gutachter müssen. Hört sich dramatischer an, als es ist.

Den Ausweis bekommst du automatisch zugeschickt. Allerdings nur wenn mindestens ein GdB (Grad der Behinderung) von 50 festgestellt wird. Zumindest in NRW.


SuperB18 08.07.2017, 01:46

Danke! Ich war schon bei verschieden Ärtzen und Epilepsiezentren. Ist es ratsam, die alle anzugeben? Bei manhen war ich vor vielen Jahren. Oder lieber nur die aktuelle Neurologin?

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steka77 10.07.2017, 02:12
@SuperB18

Soweit ich weiß, sollten die Unterlagen und Untersuchungen der letzten zwei Jahre angegeben werden.

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dadamat 08.07.2017, 13:53

50 % bundesweit.

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Antragstellung beim Versorgungsamt (heißt seit geraumer Zeit anders, Amt für Familie oder so, ggf. nach Versorgungsamt googeln). Das Versorgungsamt wird wohl ein Antragsformular auf Anfrage zuschicken. Auf dem Formular ist Raum, um die behandelnden Ärzte anzugeben und von der Schweigepflicht zu entbinden.

Wenn man beim VdK ist - kostet Beitrag -, kann der VdK bei der Antragstellung behilflich sein.

Die Frage ist, was Du mit einem Grad der Behinderung anfangen willst. Falls Du eine feste Arbeitsstelle hast, hättest Du davon wohl einen Vorteil. Falls Du aber arbeitssuchend bist, bin ich nicht sicher, ob das von Vorteil wäre.

Hallo SuperB18,

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Epilepsie-Schwerbehindertengrad "beantragen". Wie geht man vor?

Antwort:

Eigene Krankenakte optimieren, aktualisieren und zusammen mit dem Antrag auf Schwerbehinderung beim zuständigen Versorgungsamt einreichen!

Alternativ den Antrag vom VDK einreichen lassen!

Der Grad der Behinderung wird grundsätzlich auf der Basis der versorgungsmedizinischen Grundsätze + GDS/GDB-Tabellen vom medizinischen Dienst des Versorgungsamtes an Hand der vorliegenden Arzt-/Entlassungsberichte ermittelt!

Was da an GDB im Endeffekt genau herauskommt, liegt immer am speziellen Einzelfall und an den medizinischen Begründungen Ihrer Ärzte und Kliniken!

http://www.versorgungsmedizinische-grundsaetze.de/Nervensystem%20und%20Psyche%20Versorgungsmedizinische%20Grunds%C3%A4tze.html#Epilepsie

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Zum einen brauchst du hier aussagekräftige Arztberichte, aus denen Anfallsform und Häufigkeit hervorgehen.
Sollte die Epi so ausgeprägt sein, dass auch Merkzeichen in Frage kommen (i.d.R. erst ab einem höheren Einzel GdB allein für die Epi der Fall), dann muss wirklich detailiert geschildert werden.

Hier ist es z.B. ein Unterschied, ob jemand ausschließlich schlafgebunde Anfälle hat, oder jemand seine Anfälle ständig ohne Vorwarnung zu jeder Tageszeit hat....selbst wenn z.B. beide die gleiche Anzahl an Grand Mal Anfällen hätten.

Den Antrag stellst du beim "Versorgungsamt" (hat je nach Region unterschiedliche Namen..aber in Kombi Versorgungsamt mit deiner Stadt, solltest du weiter kommen bei google)

Voralllem gebe alle Erkarnkungen an.

Bist du nach Anfällen für den Tag völlig am Ende?

Hast du durch die Anfälle Konzentrationstörungen?

Gedachtnisstörungen?

Bist du auf Grund der Epilepsie etwas depressiv? Weil du nicht in die Höhe steigen darfst, nicht Reiten darfst, Schwimmen nur unter Aufsicht?

Das sind alles Einschränkungen.

Hast du aonst noch was anderes wie Allergien.....

Alles mit im Antrag Angeben.

Man sagt so im Schnitt bei Epilepsie je nach Schwere 20 -40 GdB

Hast du leichte Depressionen - 10 GdB kommen dazu usw.

Beantrage auch ruhig den Buchstaben B.

Ab 50 GdB mit dem B kannst eine Begleitperson kostenlos mit Bus und Bahn innerhalb Deutschland mit Fahren.

Ebenso bei bestimmten veranstaltungen gild das ebenso. Du halber Preis, Begleitperson kostenlos.

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