Epilepsie oder psychisch krank?

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7 Antworten

Es ist gut möglich, dass in Zeiten, wenn die Epilepsie Pause macht, sich psychogene Anfälle einstellen. Es ist bekannt, dass es bei Epileptikern die so genannte Alternativ-Psychose oder die Alternativ-Depression gibt. Ich habe latzteres. Wenn ich keine Anfälle habe, kommt die Depression, die dann aber wieder verschwindet, wenn ich wieder Anfälle habe. Das könnte bei die ähnlich liegen. Psychogene Anfälle sieht man im EEG kaum, wenn man nach epileptischen Anfällen sucht, gar nicht. Und sie sehen oft ganz ähnlich aus, zumindest bei der komplex-fokalen Anfällen. Wenn du psychisch angegriffen bist, ist Levetiracetam nicht unbedingt die beste Wahl, das Medikament belastet die Psyche stark und kann sogar Psychosen auslösen. Ich nehme Apydan und komme sehr gut damit zurecht, weil es auch antidepressiv wirkt, wie Lamotrigin auch, schlage ich damit gleich 2 Fliegen mit einer Klappe.

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Genaueres wird Dir nur ein Arzt sagen können. Ich würde eine zweite Meinung in einem Epilepsiezentrum einholen. Es gibt auch Anfälle, die wie epileptische aussehen und sich auch anfühlen, aber psychische Ursachen haben. Das kann nur ein Spezialist klären.

Die Fliege vor dem Auge kann eine leichte Glaskörpertrübung sein, das ist nichts Schlimmes und muss/kann auch nicht behandelt werden. Das kann ein Augenarzt aber leicht feststellen. Meist sieht man sie ganz deutlich, wenn man konzentriert auf eine helle Fläche schaut.

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Hallo. Ich leide auch unter eine Epilepsie, mit leider sehr vielen Anfällen. Organisch Anfälle kann man nur an den erweiterten Pupillen mit Lichtstarrheit im Anfall erkennen, die bei Psychogenen Anfällen eben nicht erweitert sind und auf Licht reagieren.

Bei fokalen Anfällen, können Psychische Anfälle ähnlich ausehen, aber der Betroffene weisst darum, weil er es unbewusst herbeiführt. Um sicher zu gehen, kann man das wirklich nur in eine Spezialklinik im Monitouring klären, wenn man in der Zeit einen Anfall bekommt, ändert sich ja das EEG. Ist es psychisch dann ändert es sich nicht. Passiert nichts in der Zeit, gibt es noch Provokationsversuche durch ein Medikament wobei man auch mit einer Kamera aufgenommen wird. Ist da auch nichts, bleibt man meist 14 Tage im KH in der Hoffnung, dass man einen Anfall sieht vom Personal. Die können schon beurteilen ob es sich um einen echten oder nicht echten Anfall handelt. Mit dem EEG ist es immer so eine Sache. Es gibt auch viele Epileptiker die nie EEG Veränderungen haben und trotzdem echte Anfälle haben. EEG ist immer nur eine Momentaufnahme und das sagt garnichts aus.

Das Gehirn brodelt ja nicht immer und was sind dann 10 Minuten mal?

Nichts, wenn man gerade eine Phase hat in der man keine Anfälle hatte. Auch wenn, muss das EEG nicht verändert sein.

Bei mir ist es mal gut, mal schlecht aber meistens gut. Nach Anfall ist mein EEG schnell wieder OK und vor einen Anfall ohnehin.

Man hatte bei mir die Anfälle im Monitouring alle erwischt. Und das EEG war nur während des Anfalls verändert und dann gleich nach Anfall wieder normal.

Deine Hitze wie du es beschreibst wäre ein sonderbare Aura. Hitze steigt immer von unten hoch, so habe ich es auch. Oder komische Grüche, Geräusche. Medikamente können das auch als NW machen. Man kann hier nicht viel helfen als entweder in einer Neurologie oder Epileptologie oder man kann auch: Nur mal eine Nacht ins KH um ein Langzeit EEG ableiten zu lassen.

Spreche all das mit deinem Neurologen mal durch vom KH und Medikamente, was man nun machen kann? Was sinnvoll erscheint? Ich weiß, keiner geht gerne ins KH, ich auch nicht, aber ich lag erst in einer Neurologie weil ich einen Status hatte. Bei mir soll das Rivotril ganz weg aber sehr langsam und Valproat nehme ich nun in kleiner Dosis. Ich vertrage nicht viele Medis und es ist schwierig meine Epi ein zu stellen.

Ich hoffe auf OP. Musst selbst mal überdenken, ob du nicht in eine Spezialklinik mal gehst. Wäre ja blöd Medis zu nehmen, wenn man sie nicht braucht oder umgekehrt, wenn die Diagnose nicht stimmt. Jonas

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Das ist eine komplizierte Krankheitsgeschichte.

Soweit ich es verstehe, sind in der Vergangenheit auf jeden Fall epileptische Anfälle, also organische Anfälle, vorgekommen. Eine Frage "entweder-oder" führt da nicht weiter. Soweit ich verstehe, spielen beide Komponenten - organische Erkrankung und psychische Verletztheit - eine wesentliche Rolle. Die Frage ist, wie Du damit am besten leben kannst: In der Partnerschaft, im Beruf, mit welchen Medikamenten.

Ein normaler Arzt, auch ein normal ausgebildeter Neurologe, sind da überfordert. Es gibt die Zusatzausbildung "Epileptologie". Ich empfehle ein Epilepsie-Zentrum, z.B. in Bielefeld - Bethel.

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Das ist alles sehr komplex. Und solche Sachen solltest du mit Arzt/Therapeuten besprechen!! Oder such dir ein passendes Forum

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Hallo,

Lamotrigin ist eigentlich ein sehr gutes Mittel...

Wo in Deutschland wohnst du denn? Wenn Hamburg für dich erreichbar ist, geh mal zu der Epi-Ambulanz im Klinikum Alsterdorf. Diese Klinik ist auf Epilepsie spezialisiert.

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