Epilepsie Führerschein weg

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5 Antworten

Ich zitiere:

Ein erster Anfall – wie soll ich mich als Führerscheinbesitzer verhalten? Nach einem ersten epileptischen Anfall muss von einem Arzt festgestellt werden, ob es sich um einen Gelegenheitsanfall oder möglicherweise um eine beginnende Epilepsie handelt. Der Arzt macht keine Mitteilung an die Straßenverkehrsbehörde, aber die Fahrerlaubnis muss für eine bestimmte Dauer unterbrochen werden.

Aufklärungspflicht des Arztes Aufgabe des behandelnden Arztes ist es, seine Epilepsie-Patienten auf der Grundlage der geltenden Leitlinien zu beraten und eindeutig darüber aufzuklären, ob sie tauglich sind, ein Kraftfahrzeug zu führen. Jeder Arzt sollte diese Aufklärung schriftlich dokumentieren und dem Patienten eventuell sogar ein schriftliches Informationsblatt aushändigen.

Menschen mit Epilepsie benötigen ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Denn ob sie sich nach den Empfehlungen zur Fahrtauglichkeit richten, ist kaum kontrollierbar. Doch vermutet der Arzt, dass ein fahruntauglicher Patient ein Fahrzeug führt, muss er ihn eindringlich darauf hinweisen, dass er gemäß der Leitlinien nicht dazu befugt ist. Der Arzt darf den Führerschein nicht einziehen. Doch besteht eine Gefährdung kann sich der Arzt von seiner Schweigepflicht entbinden lassen und die Straßenverkehrsbehörde informieren.

http://www.epilepsie-online.de/?docid=2

Epilepsie ist keine meldepflichtige Krankheit. Der Arzt darf also keine Meldung machen (Arztgeheimnis). Allerdings sollte der Betreffende seinen Führerschein freiwillig abgeben. Im Falle eines Unfalles kann ihm die Versicherung jegliche Leistung verweigern! Ggf. kann ihm bei einem Personenschaden sogar eine vorsätzliche Körperverletzung zur Last gelegt werden.

Nein, der Arzt meldet die Diagnose nicht! Trotzdem sollte man erwarten können, dass jemand mit dieser Diagnose sich nicht mehr hinters Steuer setzt, solange er nicht medikamentös eingestellt ist und mehrere Jahre anfallsfrei ist. Den Führerschein kann er sich ja solange in den Safe legen oder einrahmen. Aber es ist unverantwortlich sich selbst und andere in Gefahr zu bringen. Wenn der Arzt tatsächlich auf das Drängen des Patienten eingeht, dann ist das genauos unverantwortlich und m. E. macht sich der Arzt mitschuldig, wenn etwas passiert.

Also, ich kenne auch Epileptiker. Die fahren kein Auto mehr. Man kann ja nicht wissen, wann ein Anfall ist. Ich würde niemals mein Leben bzw. andere Menschen nicht in Gefahr bringen. Mit welchem Recht lässt der Arzt das zu?

minausberlin 15.09.2013, 00:16

wenn man medikamentös richtig eingestellt wurde u eine zeit lang mit den tabletten anfallsfrei ist, dann darf man wieder fahren. ist aber bei jeder epilepsieform anders. die z.b. schlafgebundenen epileptischen anfälle müssen 3 jahre anfallsfrei sein. ich selbt habe epileptische anfälle, bin mit meinem medikamenten anfallsfrei u auto fahren ist überhaupt kein problem. wie kann jemand verantworten, einen alten menschen auto fahren zu lassen? da ist das risiko viel größer, dass etwas passiert z.b. wegen verzögerter reaktion, herzinfarkt usw.

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Siraaa 26.09.2013, 18:21
@minausberlin

ein absolutes DH an @minausberlin.

Ich fahre selbst auch mit Epi Auto...völlig Problemlos und MIT Erlaubnis des Arztes. Bei mir war 1 Jahr Anfallsfreiheit vorgeschrieben

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Hallo. Nein man braucht den Führerschein nicht abgeben. Fahrverbot besteht für 1 Jahr bei wenigen Anfällen die man vorher hatte. Auch bei großen Anfällen muss man 1 Jahr anfallsfrei sein, dann regelmäßig alle 3 Monate zum EEG und Blutspiegelbestimmung gehen. Ist man 1 Jahr wirklich anfallsfrei, darf man wieder fahren.

Niemals den Lappen abgeben, denn ist man anfallsfrei, müsste man den Führerschein nochmal machen und auch bezahlen. Schön weg legen bis man ein JA vom Neurologen bekommt, dass man wieder fahren darf. Vermerk gibt es nicht im Führerschein, weil nicht anfallsfreie Epileptiker kein Auto fahren dürfen. Arzt darf nur aufklären, aber meldet es nicht. Nur solange die person Anfälle erleidet auch wenn es nur ganz kleine sind, das Auto stehen lassen. Eventuell einen Behindertenausweis anmelden, damit die Person je nachdem wieviele Prozente er bekommt, kostenfrei Bahn u. Bus nutzen kann, wenn es um Arbeitsweg geht. Autogurt

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