Epilepsie Führerschein weg

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Ich zitiere:

Ein erster Anfall – wie soll ich mich als Führerscheinbesitzer verhalten? Nach einem ersten epileptischen Anfall muss von einem Arzt festgestellt werden, ob es sich um einen Gelegenheitsanfall oder möglicherweise um eine beginnende Epilepsie handelt. Der Arzt macht keine Mitteilung an die Straßenverkehrsbehörde, aber die Fahrerlaubnis muss für eine bestimmte Dauer unterbrochen werden.

Aufklärungspflicht des Arztes Aufgabe des behandelnden Arztes ist es, seine Epilepsie-Patienten auf der Grundlage der geltenden Leitlinien zu beraten und eindeutig darüber aufzuklären, ob sie tauglich sind, ein Kraftfahrzeug zu führen. Jeder Arzt sollte diese Aufklärung schriftlich dokumentieren und dem Patienten eventuell sogar ein schriftliches Informationsblatt aushändigen.

Menschen mit Epilepsie benötigen ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Denn ob sie sich nach den Empfehlungen zur Fahrtauglichkeit richten, ist kaum kontrollierbar. Doch vermutet der Arzt, dass ein fahruntauglicher Patient ein Fahrzeug führt, muss er ihn eindringlich darauf hinweisen, dass er gemäß der Leitlinien nicht dazu befugt ist. Der Arzt darf den Führerschein nicht einziehen. Doch besteht eine Gefährdung kann sich der Arzt von seiner Schweigepflicht entbinden lassen und die Straßenverkehrsbehörde informieren.

http://www.epilepsie-online.de/?docid=2

Nein, der Arzt meldet die Diagnose nicht! Trotzdem sollte man erwarten können, dass jemand mit dieser Diagnose sich nicht mehr hinters Steuer setzt, solange er nicht medikamentös eingestellt ist und mehrere Jahre anfallsfrei ist. Den Führerschein kann er sich ja solange in den Safe legen oder einrahmen. Aber es ist unverantwortlich sich selbst und andere in Gefahr zu bringen. Wenn der Arzt tatsächlich auf das Drängen des Patienten eingeht, dann ist das genauos unverantwortlich und m. E. macht sich der Arzt mitschuldig, wenn etwas passiert.

Epilepsie ist keine meldepflichtige Krankheit. Der Arzt darf also keine Meldung machen (Arztgeheimnis). Allerdings sollte der Betreffende seinen Führerschein freiwillig abgeben. Im Falle eines Unfalles kann ihm die Versicherung jegliche Leistung verweigern! Ggf. kann ihm bei einem Personenschaden sogar eine vorsätzliche Körperverletzung zur Last gelegt werden.

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