Epilepsie, Fahrverbot verlängert nach provoziertem Anfall?

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2 Antworten

Als selbst Betroffene kann ich zwar verstehen, daß man auf nichts verzichten will, aber dann doch bitte auch mit allen Konsequenzen.

Wer säuft, braucht nicht Auto zu fahren. Wer vernünftig leben will, sollte seine Medikamente immer einnehmen, und damit meine ich alles Medis, ob gegen Bluthochdruck, Hautexzem oder Epilepsie. Daß Du einmal ein Medikament vergessen hast, kann schon mal vorkommen, allerdings ist das sicher nicht der Grund für den Anfall. Da wird mehreres zusammen gekommen sein, denn die Medis bewirken einen Spiegel im Blut, der nur geringfügig abfällt, wenn Du einmal eine Einnahme vergißt. Beim Absetzen oder häufigem ""Vergessen" sinkt der allerdings dramatrsich und Du fängst wieder bei Null an.

Ich kann so etewas nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zu meinen Anfallsanfängen, die ich aufgrund eierr Hirnblutung, die nicht erkannt wurde, habe, bin ich mindestens 4-5 mal in der Woche umgefallen. Mal war ich ein paar Minuten, mal einige Stunden und sogar Tage ohne Bewußtsein. Kannst Du Dir vorstellen, was passiert, wenn Du dann hinter dem Steuer sitzt? Natürlich ist das alles einschränkend, aber das wäre es auch, wenn Du nur ein Bein oder ein Auge hättest.

Mit einer Behinderung muß man leben. Man geht zum Arzt, damit der einem hilft und auf die richtige Medi8kation einstellt. Die Neurologin hat sicher nicht die langjährige Erfahrung, ist jedoch Spezialistin auf ihrem Gebiet, Du kannst nicht einfach hergehen, und Dir das Beste für Dich heraussuchen, nur weil es Dir nicht paßt. Dann geh eben nicht mehr zum Arzt, nimm die Pillen nicht, und warte, was passiert. Aber herumzujammern und an den Ärzten zu zweifeln, die Dir helfen wollen, halte ich für ziemlich gewagt. Das Leben ist lang, und wenn Du in einem Anfall vor ein Auto fällst, kann es auch ziemlich kurz sein.

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kenn ich, ich hatte bis jetzt nur einen anfall vor 4 jahren, ich habe jetzt meinen führerschein gemacht (vor einem Jahr) und ich wüsste nicht, warum das verkehrsministerium davon erfahren sollte. streng genommen kannst du deinen ärzten ja sagen, dass du möchtest, dass die sache unters arztgeheimnis fällt. 

Aber auf Alk, Pc-spiel oder ähnliches verzichten würde ich nicht. Ich weiß ja nicht, was du nimmst, ich nehm (insgesamt) 225 mgr Lamotrigin Dura pro Tag und ich hab keinerlei beschwerden, weder beim zocken, noch beim saufen, noch bei sonstwas. lass dir von so nem sche*ß bloß nicht irgendwas verbieten! 

Hat deine Neurologin denn gesagt, wie die Führerscheinleitstelle/das Verkehrsministerium von dem Anfall erfahren würde? das würde mich schonmal interessieren.

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