Epilepsie - etwas peinliches?

9 Antworten

Ich bin selbst Epileptiker und schäme mich nicht deswegen. Leider ist es mit vielen Nachteilen verbunden, wenn man offensiv mit dieser Krankheit umgeht, das ist wohl auch der Grund, warum sehr viele Betroffene ihre Epilepsie verschweigen. Und oft reagiert das Umfeld mit Häme und blöden Witzen auf Stammtisch-Niveau, mir ist das inzwischen egal, aber es hat mich lange sehr gekränkt. Grund zum Schämen geben nur manche Anfälle, bei denen man totalen Mist baut (ich habe eine Temporallappenepi und werde nie bewußtlos...peinlich), aber ich mache das ja in einem Ausnahmezustand.

kannst du mir (vllt in einer mail) davon erzählen wie deine anfälle verlaufen? und was für witze werden gerissen? ist ja arm :(

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Ich bin selbst betroffen und finde nicht, dass man sich schämen muss. Der eine hat Asthma und der andere eben Epilepsie ;-) Ich sags nun auch net gleich jedem (wobei es schon recht viele wissen) und wenn ichs sage, dann ganz normal.... habe es bisher nur sehr selten gehabt, dass Leute damit nicht zurecht gekommen sind... aber dann sind die halt für mich gestorben. ;-) Aber je mehr Leute normal damit umgehen, desto eher merken Außenstehende auch, dass man mit Epi eben nicht geistig behindert oder ähnliches ist.

Ich darf Auto fahren, habe keine großen Einschränkungen (gut...Disko geht bei mir nicht und Alkohol vertrag ich auch keinen)....aber das sind alles geringfügige Sachen...und wenn solche Sachen von "Freunden" nicht akzeptiert werden, dann ist das Wort "Freund" deplatziert.

warum sollte man sich für eine Krankheit schämen? Ich schäme mich doch auch nicht für eine Erkältung ...

In meinem Umfeld ist eine Epileptikerin - ich fand es sehr wichtig, das sie offen gesagt hat, das sie krank ist und vor allem, was ich tun kann, falls sie einen Anfall hat und ich dabei bin. Das hat mir sehr geholfen, denn so ein Anfall ist beim ersten mal ziemlich erschreckend, weil man sich so hilflos fühlt. Wenn man dann weiß, was zu tun ist - und das das nicht so bedrohlich ist, wie es zunächst scheint, dann hilft das sehr.

Wenn ein Arzt etwas peinliches bei einem Patienten herausfindet durch Testergebnisse, darf er es ihm verheimlichen?

Wenn es nicht Lebensnotwendig ist ?

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Wie habt ihr den Tag in Erinnerung, als ihr die Diagnose Epilepsie bekommen habt?

Liebe Community,

ich habe bis heute die Diagnose Epilepsie nicht richtig verkraftet. Ich bekam sie vor über 2 Jahren. Wahrscheinlich habe ich diese Form der Erkrankung schon seit meiner Kindheit.

Der Moment, als ich die Diagnose bekam, war einfach schrecklich!

Der Neurologe sprach erst nur von Absencen, doch dann sagte er mir knallhart, dass ich Epilepsie auch mit Anfällen in der Nacht habe. Fragte, ob jemand in meiner Familie betroffen ist. Dann kam das übliche Aussprechen eines Fahrverbots und er klärte mich über die möglichen Nebenwirkungen des Antiepileptikums auf.

Ich war wie vor den Kopf geschlagen und wäre fast in Tränen ausgebrochen. Stellte dann noch ein paar blöde Fragen, die eigentlich sinnlos waren.

Der Arzt verabschiedete sich ganz komisch von mir. Sehr kurz angebunden und gab mir die Hand, als wenn ich eine ansteckende Krankheit hätte.

Wie habt ihr den Moment der Diagnose erlebt?

Kann es sein, dass auch Ärzte sich noch immer schwer tun, Epilepsie zu diagnostizieren, auch wegen bestehender Vorurteile?

Ich jedenfalls hätte mir mehr Einfühlungsvermögen von Seiten des Arztes gewünscht!

LG

Myamara

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Ihre Eltern dürfen nix von mir wissen..?

Hey ihr!

Ich bin weibl und 22. Ich date zur Zeit ein Mädchen (fast 18) , welches aus einem doch ziemlich homophoben zu Hause kommt. Wir kennen uns circa 5 Monate und treffen uns seit ein paar Wochen. Wir haben wirklich starkes Interesse entwickelt und ich liebe es, sie zu treffen, aber : immer wenn ich sie treffe, muss sie sich eine Ausrede überlegen, damit ihre Eltern nicht wissen, dass sie MICH trifft. Sie wissen nicht einmal, dass ich existiere. Meine "Fastfreundin" verspricht mir seit 2 Wochen, dass sie mich mal erwähnt, da dies wohl sehr bald eine Beziehung wird, aber sie tut es einfach nicht.

Wir können und so eben immer nur in der Stadt treffen und dann nur 2 Stunden, weil sie sonst keine andere Ausrede findet. Wir waren für heute verabredet, aber sie musste mal wieder absagen, weil ihre Eltern sonst was merken und dann sauer werden, weil sie, wie gesagt, homophob sind.

Mir macht das Ganze ziemlich zu schaffen. Ich bin das erste Mal in meinem Leben richtig verliebt und will, dass ihr Umfeld mich mag. Aber wie, wenn ihre Eltern nicht einmal von mir wissen? Das Ganze macht mich wirklich traurig. Ich fühle mich, als würde ich etwas sein, was man verheimlichen muss. Sie meinte eben, sie sagt es den Eltern "schon noch bald" aber das sagt sie schon lange. Ich sagte ihr jetzt, dass ich ein wenig Zeit für mich brauche um vielleicht eine Lösung zu finden, aber ich kann ihr dieses "Beziehungs-Outing" nicht abnehmen und für sie erledigen...Was würdet ihr in dieser Situation tun, wenn ihr ich wärt?..

Danke :]

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Wie lebt man sein Leben?

Die meisten von euch, haben eventuell mal von Menschen gehört, oder Menschen gesehen, die ohne Angst leben. Die den Menschen ihre Meinung ins Gesicht sagen, die Mut haben für ihre Meinung gerade zu stehen. Solche, die etwas wollen und es einfach tun. Die nichts bereuen und jeden Tag mit einem Lächeln betrachten. Leider bin ich immer sehr auf die Meinung anderer fokussiert und verhalte mich sehr zurückhaltend. Ich würde gerne Gesangs- und Geigenunterricht nehmen, Breakdance lernen und weiter und weiter.... Ich bin einerseits sehr ehrgeizig, aber dagegen auch sehr sehr faul. Wenn ich nichts machen muss, mache ich nichts. Ich habe in meinem Kopf immer so viel vor, möchte immer so viel lernen und tun. Ich würde gerne Leute anlächeln und gerne mit Ihnen reden. Es gibt viele, die ich gerne viel besser kennenlernen möchte, wobei mir das immer peinlich ist, ich mich nicht blamieren möchte. Solch eine Liste wäre endlos. Wie denken solche Menschen? Kann man so eine Angst loswerden etwas falsch zu machen? Wie kann ich mir diesen Ruck geben, einfach etwas auszuprobieren? Wie hört man auf Angst zu haben anders zu sein? Man lebt doch nur einmal..

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Wie lerne ich meine Krankheit zu akzeptieren?

Hallo Ihr, ich habe eine Krankheit ( Epilepsie ). Diese schränkt total mein Leben ein. Ich darf kein Auto fahren, muss ständig Tabletten nehmen. Ich werde davon ständig müde, manchmal fällt es mir schwer Sachen dadurch zu erklären usw. Am schlimmsten ist es, das ich manchmal Anfälle habe. Und ich habe Angst sie in der Öffentlichkeit zu bekommen, oder in der Dusche sogar. Aber noch viele weitere Einschränkungen. Ich bin 19 und kann das einfach nicht akzeptieren, 'gesund' zu sein. Ich habe meine Tabletten Dosis, ohne Erlaubnis meiner Neurologin gesunken. Jetzt aber wieder erhöht, weil sie mir nen schlechtes Gewissen gemacht hat. Ich will wie andere Leben, aber dadurch kann ich es nicht. Mir ist diese Krankheit peinlich... Manchmal sehe ich Leute, die nicht wissen, dass ich es habe, aber so Zuckungen von Epileptikern, beim Anfall nach machen und sich dann kaputt lachen. Wie lerne ich diese Krankheit zu akzeptieren? Ich weiß sie gehört nun zu meinem Leben, aber so richtig einsehen kann ich es nicht..

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Warum seid ihr Vegetarier/Veganer?

Hi,

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In meinem Umfeld merke ich nämlich, dass nen haufen Leute (besonders Mädchen) sich als Vegetarier ausgeben. Wenn die dann mal nen ordentliches Schnitzel bekommen können sies natürlich nicht essen, aber bei Mc Donald´s schmecken die Cheesburger umso besser -.-

Manchmal kommts mir dann so vor als wollen die alle nur aufmerksamkeit bekommen oder machen es weil es gerade "in" ist.

Wenn Leute eine Krankheit haben oder sich jemand WIRKLICH vor jeder art von Fleisch ekelt und das auch konsequent durchzieht kann ich das ja voll verstehen. Aber warum sollte man das einfach so mal machen, ist ja schließlich nicht gerade Gesund. (Natürlich ist es auch nicht gesund NUR Fleisch bzw. Milchprodukte zu essen, aber eine ausgewogene Ernährung ist ja schon wichtig)

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