Entzugserscheinungen Zigarette?

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Hallo Korbinian,

das was Du beschreibst und durchmachst nennt sich Entzugserscheinungen. Das ist ganz normal. Bei Dir scheint es eine ausgeprägte Form zu sein, aber nicht ungewöhnlich. Jeder Mensch reagiert anders auf den Entzug von Drogen.

"Je nach Suchtpotential des Rauchers können erste Entzugssymptome bereits nach einer mehrstündigen Rauchpause (zum Beispiel durch die Nachtruhe) auftreten. Dabei handelt es sich um eine Pulsverlangsamung, einen Abfall des diastolischen Blutdrucks, Aggressivität, Reizbarkeit, üble Laune, Depressivität, Nervosität, Unruhe oder Ängstlichkeit, verminderte Konzentrationsfähigkeit, Schweißausbrüche oder Schlafstörungen, gesteigerten Appetit und in der Folge Gewichtszunahme. Häufig kommt es auch zu spontanen Stimmungsschwankungen und diffusen, unangenehmen Gefühlen. Das Entzugssyndrom besteht in der Regel 1–4 Wochen lang, selten über Monate."

Quelle: Wikipedia

Wenn ich mir die Arten der Symptome anschaue, lassen sich damit auch Deine Schwindelanfälle erklären. Raucher, die in den Strudel der Tabakabhängigkeit geraten sind, haben ein Leben lang mit Symptomen von Entzugserscheinungen zu kämpfen. Auch Jahre später können Symptome wie aus dem Nichts wieder auftreten.

Ok, was nun....? Wieder mit dem Rauchen anzufangen ist keine Lösung.

Eines ist Fakt, der Wille ist entscheidend. Ohne den Willen und die Einsicht für Veränderung wird es nicht funktionieren.

Es ist die extreme Abhängigkeit, die aus Rauchern oft lebenslange Sklaven des Tabakkonsums werden lässt. Rauchen von Zigaretten führt in der Regel zu einer sehr starken, sowohl physischen, als auch psychischen Abhängigkeit.

Hast Du die physische Abhängigkeit überwunden, schaffst Du auch die psychische, aber es ist ein weiter und harter Weg.

Dabei verfügt Nikotin in Reinform über ein nur sehr geringes Suchtpotential. Es ist der Cocktail aus den Tausenden an Zusatzstoffen, mit diversen Suchtverstärkern, in Zigaretten, der Nikotin zu diesem extrem Sucht gefährdenden Stoff werden lässt.

Wer es nicht via kalten Entzug schafft, kann es mit E-Zigaretten versuchen, ohne schlechte Laune, ohne Entzugserscheinungen....

E-Zigaretten sind nachweislich nahezu unschädlich. Laut den aktuellen wissenschaftlichen Studien sind E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten mindestens zu 95% weniger schädlich.

https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/studie-e-zigaretten-sind-gesuender-als-normale-zigaretten-13372307

E-Zigaretten setzen bei beiden Formen der Abhängigkeit an, sowohl bei der physischen, als auch psychischen Abhängigkeit.

Das E-Zigaretten nahezu unschädlich sind liegt im Wesentlichen an der Diskrepanz zwischen Rauch und Dampf.

E-Zigaretten werden nicht geraucht. Es gibt keinen Verbrennungsprozess. Das Liquid wird lediglich erhitzt, bis es verdampft.

Im Liquid sind keine in der Dosierung giftigen oder krebserregenden Bestandteile und es können auch keine entstehen (bei korrekter Anwendung).

Laut der EUROSTAT (europäisches Statistikamt) sind E-Zigaretten die einzigen erfolgreichen Mittel für einen Rauchstopp.

Alle Hilfsmittel wie Nikotinpflaster, Nikotinkaugummis, Bücher etc.. sind nachweislich unwirksam.

Elementar wichtig für einen erfolgreichen Umstieg ist die passende E-Zigarette und ein angepasstes, Nikotin haltiges Liquid. Wenn die Nikotin Konzentration passt, verspürst Du keine Entzugserscheinungen. Du kannst ganz normal Deiner Arbeit nachgehen.

Die fehlenden Entzugserscheinungen in Kombination, dass die E-Zigarette die Stellung Deiner Zigaretten annimmt und diese nachahmt, geben den Ausschlag für den Erfolg.

Trotzdem mit Nikotin im Liquid gedampft wird, baut sich die Abhängigkeit automatisch, sukzessive ab.

Aber E-Zigaretten sind kein Allheilmittel. Ein paar wichtige Punkte müssen beachtet werden.

Solltest Du über den Weg einer E-Zigarette umsteigen wollen, dann lasse Dir keinen Nebelwerfer andrehen. Nebelwerfer sind modern und werden nur zu gerne empfohlen. Das hilft zwar den Shops da sie viel mehr Liquid verkaufen können, aber auf Grund des extremen Dampf Volumens, im SubOhm Bereich, ist die passende Konzentration des Nikotins nur bedingt anpassbar.

Die am besten geeigneten E-Zigaretten zum Umsteigen arbeiten im HighOhm Bereich. Den Unterschied macht der Verdampferkopf aus. Der Kopf entscheidet mit welchem Leistungsbereich Du dampfst und damit ist auch ein gewisses Dampfvolumen vorgegeben.

HighOhm = Verdampferköpfe 1,0 Ohm und höher

Um es erstmal auszuprobieren und nicht tief in die Tasche greifen zu müssen genügt für den Start eine E-Zigarette wie z.B. eine Aspire K3 oder ein Joyetech eGo AIO Pro C Set. Da liegst Du bei ca. 30€.

Ein passendes Nikotin Liquid schwankt dann etwa zwischen 12 und 18mg/ml Nikotin. Es ist wichtig die passende Nikotin Konzentration zu finden. Nur damit lassen sich Entzugserscheinungen vermeiden. Das ist wichtig für den erfolgreichen Umstieg.

Ich habe über 30 Jahre geraucht, habe nur durch Zufall, durch eine Freundin eine E-Zigarette ausprobiert. Daraufhin habe ich mich spontan für einen Ausstieg vom Rauchen entschieden. Mit meiner ersten E-Zigarette habe ich direkt und komplett aufgehört. Seit dem habe ich nie wieder einen Zug an einer Tabakzigarette genommen.

Das wäre ein Weg über den es sich lohnt nachzudenken. Welchen Weg Du einschlägst liegt in Deiner Entscheidung. Zurück zum Rauchen würdest Du später bereuen.

Alles Gute Dir...

Bei Fragen einfach melden.

Gruß, RayAnderson  😏

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Hier habe ich noch ein Video für Dich:

Das Video ist von Prof. Dr. Bernhard-M. Mayer Universität Graz, Österreich (Pharmakologie, Toxikologie). Prof. Mayer ist ein international anerkannter Toxikologe, eine Kapazität auf diesem Gebiet.

Dampfen statt Rauchen: Teil 1 - Schadensminimierung

https://www.youtube.com/watch?v=6wQUcW35u9A

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Danke für das Sternchen.

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Mit dem Umweg über eine E-Zigarette ist das Aufhören leichter als ein kalter Nikotin-Entzug.

Mit der E-Zigarette konsumierst Du keinen Teer und die anderen krebserregenden Stoffe mehr. Dein Nikotin hättest Du aber weiterhin.

Ich habe 35 Jahre geraucht. Zuletzt 80 filterlose Zigaretten am Tag.

Ich habe von Heute auf Morgen aufgehört Zigaretten zu rauchen. Ich bin umgestiegen auf E-Zigarette. Ich brauche jetzt 5 ml Liquid (Stärke 20mg/ml Nikotin) am Tag und bin glücklich.

Mein Liquid kostet mich 56 Cent (inkl. Tabak-Aroma) pro Tag!!!

Das Liquid kannst Du Dir auch selbst mischen.

Die Menge Liquid mit Nikotin kannst Du mit der Zeit ja minimieren, wie auch die mg Menge Nikotin bis auf Null.

Langsame Nikotinentwöhnung funktioniert!!!

Eine E-Zigarette bekommst Du im E-Zigaretten-Shop bzw. Dampferladen für ca. 30-100 Euro.

Wähle für den Umstieg die höchstmögliche Liquid-Nikotinstärke und bei Bedarf reduziere die Stärke so das es passt.

Hauptsache weg von den Glimmstängeln.

Wenn Du Fragen hast zum Aufhören mit dem Zigaretten rauchen schreibe eine Frage in der Rubrik/Thema E-Zigarette und Fachleute helfen weiter.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Der Rauchentzug selber dauert nur kurz, die Entzugserscheinungen sind zu ertragen und nicht weiter gefährlich. Nach drei, vier Tagen ist die scheinbare Notwendigkeit, rauchen zu müssen, überwunden. Danach bist du immer noch psychisch abhängig, und solltest möglichst Situationen meiden, in denen du vorher geraucht hast, oder bewusst "nein" zum Rauchen sagen.

Dein Freund hat dir einen Bärendienst erwiesen, dich wieder an die Zigarette zu schicken. Frag ihn besser nicht mehr um Rat, sondern geh deinen Weg aus der Sucht alleine.

VERDACHT AUF EINEN SCHLAGANFALL? INFO LESEN

Hallo, Leute !

Mein Vater (72) war heute beim Arzt, weil er vor 2 Wochen plötzlich an Schwindelanfällen, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen gelitten hat. Wir haben schon 3x denn Hausarzt angerufen und uns wurde gesagt, das er bestimmt etwas falsches gegessen hat. Beim 3x hat uns der Arzt zu einem Neurologen geschickt um zu untersuchen, warum mein Vater ständig diese Schwindelanfälle bekommt. Gesagt und getan wir gingen heute zum Arzt und plötzlich meinte er, mein Vater hätte ein Verdacht an einem Schlaganfall und schickte uns zu einen anderem Arzt. Doch der Arzt hat Termine erst Ende August. Jetzt stehen wir da und wissen nicht weiter, denn wenn er einen Schlaganfall bekommen hätte, könnte er doch nicht richtig laufen oder richtig essen und garnicht mehr richtig reden können ? Diese Symptome hat er nicht. Doch immer kriegt er diese Schwindelanfälle, außerdem leidet mein Vater an hohen Blutdruck. Ist der Blutdruck Schuld an seinen Schwindelanfällen ?

Bitte um Hilfe !!! :(

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