Entzug der Fahrerlaubnis nach Haaranalyse?

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3 Antworten

Das ganze bezieht sich auf folgenden Paragraphen:

STGB § 316 Trunkenheit im Verkehr

(1) Wer im Verkehr (§§ 315 bis 315d) ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 315a oder § 315c mit Strafe bedroht ist.


STVG § 3 Entziehung der Fahrerlaubnis

(1) Erweist sich jemand als ungeeignet oder nicht befähigt zum Führen von Kraftfahrzeugen, so hat ihm die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis zu entziehen. Bei einer ausländischen Fahrerlaubnis hat die Entziehung - auch wenn sie nach anderen Vorschriften erfolgt - die Wirkung einer Aberkennung des Rechts, von der Fahrerlaubnis im Inland Gebrauch zu machen. § 2 Abs. 7 und 8 gilt entsprechend.

Die Gesetze bezüglich Drogenbesitz/Konsum lasse ich an dieser Stelle allerdings weg.



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Der Grenzwert liegt bei Methamphetamine 0.1 ng/mg in den Haaren. Es gibt also nur positiv oder negativ. Die Aussage "geringe Spuren" sollte es in einem toxikologischem Gutachten überhaupt gar nicht geben.

http://www.mpu-frankfurt.de/analysen/haaranalyse/

http://www.labtoxx.com/de/leistungen/unsere-leistungen-von-a-z/service/methamphetamin.html

Ist die Haaranalyse also positiv, muss nicht unbedingt der Führerschein entzogen werden. Drogenkonsum alleine reicht NICHT aus um die Fahrerlaubnis zu entziehen. Es reicht aber aus um Zweifel an der Fahrtauglichkeit zu haben und eine MPU zur Klärung anzuordnen. Fällt die MPU negativ aus, dann wird und darf erst die Fahrerlaubnis entzogen werden.

Gruß Chillersun

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Oh! Hier wird mal wieder feste zensiert!? War ja klar!

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