Entwicklungshilfe/ freiwilligen Arbeit selber leisten im Ausland?

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4 Antworten

Wie sieht's denn mit deinen Fremdsprachen aus? Meine Nichte hat sowas jetzt erst beendet, sie war für ein Jahr (blockweise dort, dann wieder Schulungen hier in D) in Italien, hat dort mit behinderten Kindern gearbeitet und gewohnt. Das lief über die kath. Kirche, sie selbst ist aber ev., das hat aber nichts ausgemacht. Demnächst fängt sie ihr Jurastudium an. 

In der Bild der Frau gibt's regelmäßig Portaits über deutsche Frauen, die sich dauerhaft im Ausland sozial engagieren und da ist oft von freiwilligen Helfern auf Zeit die Rede, die ihnen unter die Arme greifen . Vielleicht kannst du auf der BdF-Homepage dazu etwas finden. 

Kommentar von economie94
05.09.2016, 20:51

Mit englisch und niederländisch sieht es super aus, französisch ist solide mit dabei :) ich werde mal schauen, was genau mit "den Helfern auf Zeit" gemeint ist.

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Es gibt manche Kritik an solchen kurzzeitigen sogenannten Entwicklungshilfegeschichten. 

Die jungen Menschen gehen wieder, wenn sich die Kinder gerade an sie gewöhnt haben. Das ist eine zusätzliche Belastung für die Kinder. 

Weiter kommen manche Möchtegern-Helfer mit reichlich sinnfreien Geschenken an. 

Wenn Du tatsächlich sinnvoll noch ein Jahr tätig sein willst, dann schaue doch mal bei greenpeace nach. Sie bieten - neben vielen Organisationen die Du auf change dot org findest - immer mal wieder verschiedenste Praktika oder Zeitarbeiten an. 

Ich schreibe Dir ein Beispiel auf: 

Damit wir hier billig Rotbuschtee kaufen können hat die EU dafür gesorgt, dass im Produzentenland die einheimische Bevölkerung, mehrere Volksstämme, in eine Gegend umgesiedelt wurde, die eh schon an einer Bevölkerungsexplosion litt. Die Folgen sind vorstellbar. 

Wenn Du auf Lehramt studieren willst, kann es sehr viel Sinn machen, in einem Altenheim zu arbeiten, welches die dort lebenden Menschen aktiviert. Doch. Glaube mir: Hier kannst Du dann sehr Viel lernen. 

Da werden alte Kinderlieder gesungen, alte Spiele betrieben, alte Geschichten aufgewärmt.... . Und, vor allen Dingen: Du lernst, auf die Bedürfnisse des Individuums unter Zeitdruck einzugehen. 

Gehst Du mehr Richtung Technik und Naturwissenschaften, kann eine Zeit bei THW oder ähnlicher Organisation viel Sinn machen, denn hier lernst Du den praktischen Nutzung der Theorie kennen. Und kannst ihn anschließend im Unterricht nutzen. 

Denn tatsächlich leiden die meisten Hochschulen mit ihrer Wissensvermittlung daran, dass sie keinen praktischen Bezug vermitteln. So werden Nachplapperer und Bulemielerner erzeugt. Das braucht keine Gesellschaft. 

Kommentar von grubenschmalz
05.09.2016, 21:06

hat die EU dafür gesorgt

Aha! Die EU hat dafür gesorgt! Da ist dann der EU-Kommissar dorthin und hat befohlen, dass die Volksstämme umgesiedelt werden?

Nur damit die ganze EU-Bevölkerung billigen Roiboostee kaufen kann!

Wie genau hat "die EU" denn dafür gesorgt? 

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Ich würde entweder gerne Kinder / Erwachsene unterrichten (da ich Lehramt studieren will)

Mal ne ganz ehrliche Frage: Inwiefern meinst du, soll das irgendwas bringen? Du hast keinerlei Ausbildung und Qualifikationen in der Richtung. Wieso sollst du das besser machen als irgendjemand, den die in diesen Ländern von der Straße auflesen?

Kommentar von economie94
05.09.2016, 20:49

Ich habe schon oft gelesen, dass es große Probleme in den Drittewelt Ländern mit der Rechtschreibung, Grammatik usw. gibt (englisch als Beispiel genommen), da es dort viele Analpabeten gibt. Und wie wir in unser wesentlichen Kultur allzu gerne sagen, Bildung ist eine Voraussetzung für ein besseres Leben. Meine Englischkenntnisse sind super, mein Französisch ist auch solide. Somit würde ich schon behaupten, dass ich besser die Inhalte vermitteln kann als "irgendjemand, der von der Straße aufgelesen" wird - da dieser jemand mit einer enorm hohen Wahrscheinlichkeit nicht lesen oder schreiben kann (natürlich sind die Quoten von Land zu Land unterschiedlich). 

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Kommentar von Fangschrecken
05.09.2016, 20:50

Also erstmal hat sie eine Ausbildung (Industriekauffrau), und denn scheints Ihr um eine ehrenamtliche Tätigkeit zu gehen bei der Sie helfender Weise Erfahrung sammeln kann.

Wenn "diese Länder" so einfach und simpel hordenweise helfende Hände auf der Strasse auflesen könnten, dann gäbe es keine Organisationen die solche Dinge tun. 

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