Entwicklung von Religion in einer wissenschaftlich geprägten Gesellschaft

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19 Antworten

Ich gehe komplett mit der Ansicht von frank1968 konform. Eine rationale, naturwissenschaftliche Weltsicht lässt keine im Kern irrationale Glaubensmodelle / Religionen entstehen.

Das Spekulieren und Hypothesieren der Naturwissenschaft lässt ausreichend Raum um die Idee des Glaubens erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Allerdings bin ich sicher, dass dies nur für die erste Generation zutrifft und mit jeder weiteren Generation mehr in Richtung Irrationalität geht.

Der Hauptgrund dafür liegt in der "Regression zur Mitte" -in diesem Fall wäre es die Regression des durchschnittlichen IQs der Population. I.e. , selbst die Nachkommenschaft eine Herde von Nobelpreisträgern mit einem IQ>130 wird in den nachfolgenden Generationen zu einem niedrigeren IQ tendieren.

Dadurch wird es einem Teil der Nachkommenschaft immer schwerer fallen sich die naturwissenschaftliche Basis zu erarbeiten, wodurch die Irrationalität wieder Aufschwung bekommt (Glauben und Unterwerfung ist halt einfacher).

Wenn man dazu dann den Teil der Population nimmt, der diesen Trend ausnützt - Machtstreben von Politikern und Schamanen / Neid der Dummen usw. - wird man schnell wieder zu einer gemischtintelligenten und moderat religiösen Bevölkerung gelangen.

Ein Regulativ um die Dummen und Religiösen zu verhindern / von Entscheidungsprozessen auszuschließen wäre vermutlich nicht mit unseren Begriffen von Menschenrechten zu vereinbaren.

  • Was hat Religion mit dem IQ zu tun?

  • Was ist für Dich "Intelligenz"?

  • Ansonsten würde ich mal Kant zitieren: "Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen." Wenn Du das nämlich tust, wirst Du erkennen, dass es mehr Dinge gibt zwischen Himmel und Erde, als Du jemals begreifen wirst (frei nach Shakespeare).

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@mayya77

Mayya - "die du NOCH nicht begriffen hast"! Shakespeare ist seit knapp 400 Jahren tot. Der wäre heute wahrscheinlich der absolute Atheist!

Shakespeare - Zitate sind allerdings immer noch weiter an der Realität dran als Saulus/Paulus - Zitate.

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@mayya77

Es gibt eine eindeutige inverse Korrelation zwischen IQ in Verbindung mit naturwissenschaftlicher Ratio und religiös geprägter Gläubigkeit.

Typisch in der irrationalen Welt des Glaubens ist halt auch, wenn man schon die Aussagen eines mittelalterlichen depressiven dänischen Weicheis als Totschlagargument hernehmen muss, um das eigene Weltbild zu untermauern.....

& hier eine gutes Gegenargument dazu: http://buggisch.wordpress.com/2011/04/28/totschlag-zitate-mehr-dinge-zwischen-himmel-und-erde/

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@PeterJohann

... sprechen wir hier mal von "Tendenzen", wie bereits gesagt, es gibt da in alle RIchtungen Ausnahmen und die sollten auch respektiert werden.

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@chaibos

Zu dem Intelligenzproblem: Früher waren die Gebildeten die Gläubigen (oder andersrum?). Ob jetzt nur, um das Volk darüber kontrollieren zu können oder, weil sie tatsächlich glaubten, einen höheren Auftrag zu erfüllen, lassen wir mal dahingestellt sein. Die Konzepte der Kirche (und nicht nur der christlichen) wurden von einer Bildungselite verfasst, welche in unserer Fragestellung oben an solchen Konzepten gar kein Interesse hätte. Würde es nicht vielleicht die "einfacheren" Gemüter sogar eher überfordern, nach einem anderen Prinzip als dem wissenschaftlichen vorzugehen, sich also eine eigene Theorie (Religion) zurechtzulegen?

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ich stelle es mir grundsätzlich etwas trostlos vor, als kind eines wissenschaftlers, als 2. generation aufzuwachsen, ohne vermittlung von werten, nur mit fakten gefüttert....

und da vertraue ich echt auf die phantasie der kinder......kinder können sich wundervolle sachen erdenken...nicht nur kinder erkennen in wolken -in diesem sind's vllt. gaswolken im all- gesichter oder anderes....

und wer kraft seiner gedanken fantasiewesen u.ä. erschaffen kann, mit fakten gefüttert wird, wird sich zwangsläufig bestimmt fragen, ob da nicht doch mehr sein kann als die trockene wissenschaft...

somit denke ich schon, dass irgend eine art von religiösität und ehrfurcht über kurz oder lang entstehen wird....

Das habe ich nicht behauptet. Warum sollte man den Kindern nicht auch spielerisches Input geben, Märchen erzählen, zusammen Geschichten erfinden... Nur eine Grenze zur menschenmöglichst objektiven Realität muss gewahrt werden :) Ich will hier keinem seine Phantasie streitig machen...

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Schöne Frage! Mir ist ein Teilaspekt eingefallen, den man sicher berücksichtigen kann.

Wenn man die Kommentare bis jetzt durchgelesen hat schaut es so aus als würden viele die konstituierenden Faktoren für Religion einzig in der philosophischen Ecke verorten. Ich würde als Arbeitshypothese mal formulieren: "Die Entstehung und das Durchhaltevermögen der Religionen haben mit Philosophie nur am Rande etwas gemein".

Religion erfüllt, neben der angebotenen Hypothese zu vielen philosophischen Grundsatzfragen, den Zweck eines "gemeinschaftlichen Gedächtnisses". Religion war (manchmal ist) das Werkzeug schlechthin um neue Mitglieder unserer Gesellschaft mit Moralvorstellungen und praktischem Wissen zu füllen (e.g. "Gewalt ist ungut", "Milch und Fleisch zusammen wird schnell eklig... und giftig", "Schweine übertragen Krankheiten")

Diese Möglichkeit kulturell und praktisch relevantes Wissen einfach zu tradieren dürfte evolutionstechnisch sehr wertvoll gewesen sein. Völkergruppen mit funktioniernden religiösen Komponenten besaßen also automatisch einen, über viele Generationen persistenten, "Wissensspeicher".

Anbei: Die Imperfektion des religiösen Postulats leitet das Verlangen nach der wissenschaftlichen Methode ein... und sei es um einzig diese Unzulänglichkeit zu explizieren.

Nun zurück zur Frage: Eine autarke, Gemeinschaft ohne originäre religiöse Komponenten mit Zugriff auf Produktionskapazitäten für Massenmedien und institutionalisierter Bildung besitzt keinen Bedarf an Religion als Anbieter von "societal memory". Vermutlich ist die Ausübung von Religion in vielen praktischen Anwendungen sogar redundant (Bildung, Wertebildung - Erziehung in der Moderne hat sich stark gewandelt). Besonders in Ausblick der notwendigen Spezialisierung einer modernen Gesellschaft verbleibt eine religionsausübende Zivilisation evtl mit einem evolutionären Malus gegenüber einer freien Gemeinschaft.

(Ich vermeide den Begriff Atheismus. Wenn ein Fahrrad keine Stützräder besitzt nenne ich es auch nicht "nicht bestützrädertes Fahrrad". Ich benutze stattdessen den Begriff frei)

Dieser Ansatz funktioniert nicht nur in einer autarken Welt sondern kann und wird herangezogen um den Rückgang von Religion in technologisierten Welten zu erklären. Evolutionär bringt Religion keinen nenneswerten Vorteil.

Gott hat also nicht gegen Philosophie oder Mathematik verloren, sondern gegen das Buch. Ironie =)

Die Fragestellung kann man relativ einfach größere Populationen übertragen. Gemeinschaften zeichnen sich oft dadurch aus, dass in ihnen der Einfluss anderer Gemeinschaften relativ klein gehalten wird... mit einem gewissen Maß an Toleranz kann man behaupten, dass wir alle mit unserer Gemeinschaft in "autarken" Raumschiffen sitzen.

Schöne Frage!

Mir ist ein Teilaspekt eingefallen, den man sicher berücksichtigen kann.

Wenn man die Kommentare bis jetzt durchgelesen hat schaut es so aus als würden viele die konstituierenden Faktoren für Religion einzig in der philosophischen Ecke verorten. Ich würde als Arbeitshypothese mal formulieren: "Die Entstehung und das Durchhaltevermögen der Religionen haben mit Philosophie nur am Rande etwas gemein".

Religion erfüllt, neben der angebotenen Hypothese zu vielen philosophischen Grundsatzfragen, den Zweck eines "gemeinschaftlichen Gedächtnisses". Religion war (manchmal ist) das Werkzeug schlechthin um neue Mitglieder unserer Gesellschaft mit Moralvorstellungen und praktischem Wissen zu füllen (e.g. "Gewalt ist ungut", "Milch und Fleisch zusammen wird schnell eklig... und giftig", "Schweine übertragen Krankheiten")

Diese Möglichkeit kulturell und praktisch relevantes Wissen einfach zu tradieren dürfte evolutionstechnisch sehr wertvoll gewesen sein. Völkergruppen mit funktioniernden religiösen Komponenten besaßen also automatisch einen, über viele Generationen persistenten, "Wissensspeicher".

Anbei: Die Imperfektion des religiösen Postulats leitet das Verlangen nach der wissenschaftlichen Methode ein... und sei es um einzig diese Unzulänglichkeit zu explizieren.

Nun zurük zur Frage: Eine autarke, Gemeinschaft ohne originäre religiöse Komponenten mit Zugriff auf Produktionskapazitäten für Massenmedien und institutionalisierter Bildung besitzt keinen Bedarf an Religion als Anbieter von "societal memory". Vermutlich ist die Ausübung von Religion in vielen praktischen Anwendungen sogar redundant (Bildung, Wertebildung - Erziehung in der Moderne hat sich stark gewandelt). Besonders in Ausblick der notwendigen Spezialisierung einer modernen Gesellschaft verbleibt eine religionsausübende Zivilisation evtl mit einem evolutionären Malus gegenüber einer freien Gemeinschaft.

(Ich vermeide den Begriff Atheismus. Wenn ein Fahrrad keine Stützräder besitzt nenne ich es nicht "nicht bestützrädertes Fahrrad". Ich benutze stattdessen den Begriff frei)

Dieser Ansatz funktioniert nicht nur in einer autarken Welt sondern kann und wird herangezogen um den Rückgang von Religion in technologisierten Welten zu erklären. Evolutionär bringt Religion keinen nenneswerten Vorteil.

Gott hat also nicht gegen Philosophie oder Mathematik verloren, sondern gegen das Buch. Ironie =)

Die Fragestellung kann man relativ einfach größere Populationen übertragen. Gemeinschaften zeichnen sich oft dadurch aus, dass in ihnen der Einfluss anderer Gemeinschaften relativ klein gehalten wird... mit einem gewissen Maß an Toleranz kann man behaupten, dass wir alle mit unserer Gemeinschaft in "autarken" Raumschiffen sitzen.

Hallo chaibos,

gute Frage! Aber, es gab auch eine Zeit auf Erden ohne institutionalisierte Religionen, sondern 'nur' Naturreligionen. Deren 'Anhänger' vermuteten ebenso eine Kraft hinter den Dingen, hinter der Physis (mit der sich die Wissenschaften auseinandersetzen). Auch heute noch ist der überwiegende Teil der Menschheit trotz der Wissenschaften von einer hinter der Physis existierenden Kraft überzeugt. Warum? Es gibt einen entscheidenden Teil beim Mensch, der für diesen Glauben 'zuständig' ist: Gefühl. Dieses wird auch bei jener von Dir beschriebenen Gruppe autark reagieren und wahrgenommen werden. Dann werden auch einige Mitglieder jener Gruppe eines Tages feststellen bzw hinterfragen, da die Wissenschaft über eine bestimmte Grenze nicht hinauskommen wird. Gott ist keine Erfindung des Menschen, Gott ist in jedem von uns, da wir ein Teil von Gott sind. Viele haben dies schon erfahren, viele (noch) nicht. So wird dies auch bei jener Gruppe dann eines Tages der Fall sein.

MfG Fantho

Meiner Ansicht nach wird so etwas wie "Religion" sehr schnell wieder entstehen. Denn die Fragen, auf die Religionen eine Antwort geben, verschwinden nicht mit der Abschaffung überlieferter Religionsformen. Die Frage nach dem Ursprung des Universums (... Wissenschaft kann weit zurück, aber es wird immer ein Fragen geben, was "dahinter" oder "davor" war). Die Frage nach dem Tod, der Endlichkeit - die Menschen haben schon immer dagegen angedacht, den Tod als definitives Ende zu akzeptieren. Eng damit verbunden ist die Frage nach dem Sinn, die Menschen nun einmal stellen - und die kann Wissenschaft definitiv nie beantworten, wenn sie nicht ihr ureigenstes Terrain verlässt und selbst zur Ideologie wird. Zuletzt die Frage nach der Kontingenz - also ist alles zufällig und willkürlich, oder gibt es ein Prinzip, eine Kraft, ein "Etwas", "das die Welt im Innersten zusammenhält". Die Menschen wollen nicht nur wissen, "wie die Welt funktionier", sondern sie wollen "tiefer blicken". All diese Denkbewegungen führen meiner Ansicht nach immer zu "Religion". Ganz egal, ob man sie so nennt oder nicht, egal, ob die Antworten jeweils plausibel sind oder nicht.

Die Frage ist dann wieder, ob sich diese Menschen überhaupt die berühmte Frage nach dem Sinn stellen würden...

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@chaibos

Das ist schon wahr. Viele Kulturen kennen ja in ihrer Sprache nicht einmal einen Begriff, mit dem der "Sinn des Lebens" wiederzugeben wäre, so wie wir ihn verwenden. Das ganze Gedankenspiel müsste man im Grunde erweitern: Denn unsere Sprachtradition transportiert ziemlich automatisch auch religiöse Dimensionen mit, die man nur dann ausräumen könnte, wenn man die Sprache insgesamt von vorne erfinden würde und so von religiösen Elementen "reinigen" würde.

Vielleicht würde dann speziell das Wort "Sinn" nicht mehr auftauchen - aber all die symbolischen Zuschreibungen würden, denke ich, doch wieder entstehen.

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Nein, "unvermeidlich" entwickelt sich kein Glaube, auch keine Religion. Aufgeklärte Menschen wissen.

Es gibt momentan -zig "Glaubens"-Richtungen an alle möglichen fiktiven Figuren; auch einen sogenannten heiligen Vater, Stellv. eines Gottes --> was soll für eine Richtung bei dieser Gruppe entstehen, wodurch und vor allem - durch wen initiiert? Wenn diese Menschen klar denken können, sind sie auch fähig, die gesuchten Erklärungen zu finden.

also, dabist du bekanntlich nciht der erste, der sich diese frage stellt. nach platon würde jeder eine IDEE der religion in sich tragen, da die seele die Idee der religion bereits geschaut hat. ob sie allerdings zu tage treten würde, liegt an verschiedenen umständen. ohne "lehrer" würde dieser gedanke (wir sind immer noch bei platon -> höhlengleichnis) wahrscheinlich nur diffus bleiben. allerdings beantwortet das auch nicht wirklich die frage. eine religiöse idee unterscheidet sich zunächst ja gar nicht von anderen. wenn man ein unbekanntes phänomen zu erklären versucht, muss man ja immer erstmal eine hypothese aufstellen. diese kann auf grundlage bereits bekannter phänomene entstehen (und so ist es wohl meist auch), allerdings ist es natürlich denkbar, dass man über die philosophische frage :" woher komme ich und bin ich mehr als die summe meiner teile", auf den gedanken einer kraft, macht, gott (wie auch immer) kommt, die außerhalb der aktuellen wahrnehmung liegt. zusammengefasst; ja, ich glaube, dass religiöse gedanken auftauchen würden, ob sich allerdings so dogmatische religionen wie im moment entwickeln würden, hängt wohl eher von der gesellschaftsstruktur ab. mein tip: je hierarchischer, desto größer dir gefahr einer dogmatischen religion!

Also die Stelle möchte ich sehen, an der Plato sagt, dass jeder die Idee der Religion in sich trägt........

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ich spiele gerne pc games und musste bei deiner frage spontan an fallout3 denken. Nach der apokalypse ist die menschheit fast ausgerottet, nur in kleinen bunkern haben menschen überlebt und pflanzten sich weiter fort mit aber dem wissen der vorfahren bezüglich wissenschaft und religiöse werte, die man auch in die bunker gerettet hat. (ähnliche szenario wie bei dir aufgrund der vorraussetzungen)

In dem game gibt es keine spirituelle religion mehr unter den leuten, sondern ein weltliches konzept was stark an die menschengötter in ägypten erinnert. Der Leiter eines solchen bunkers wurde verehrt quasi wie ein gott, seine antwort ist immer die richtige und wenn er nicht recht hat, hatte er trotzdem recht. Wie in einer propaganda hat man überall bilder von ihm und statuen und natürlich auch von seinen verstorbenen vorgängern über die man in der schule lernt. Ich denke dieses konzept ist wichtig, weil religion den menschen hoffnung gibt und vor allem sicherheit. In einem lebensraum der so feindlich ist wie ein zerstörter plante oder das universum kann diese sicherheit nur von einem kompetent ausgebildeten und gewählten aufseher erfolgen, der quasi das leben aller in den händen hält durch seine entscheidungen.

Ich denke zumidnest, dass es möglich ist. Denn anhand einiger moderner Beispiele lässt sich erkennen, dass mytische Ideen bereits durch eine Mischung aus Wunschdenken, Selbstüberschätzung und Missverständnisse entstehen. Zum Beispiel Allheilmittel, freie Energie, oder Hellseherei.

Man muss nur denken, eine Weltformel gefunden zu haben und daraus obendrein noch eine Ethik ableiten zu können (und Humes Gesetz gibt es nicht umsonst). Und schon hat man eine Weltanschauung, die man als Religion bezeichnen kann.

wie viele Leute diese Religion teilen und wie lange es dauert, bis eine neue Religion entsteht, ist eine andere Frage.

Ich bin sogar sicher, dass derartige Gedanken wieder auftauchen… ;-)… zwangsläufig…

Jeder von uns fühlt, dass diese sichtbare Ebene nicht alles ist, der eine mehr, der andere weniger. Von daher kann niemand aufhören nach seinem Ursprung zu forschen.

Auf welche Weise mag sehr unterschiedlich sein. Wissenschaft gehört genauso dazu. Vielleicht würde es leichter fallen, ohne die Irreführungen der institutionellen Religionen und vielleicht würden sich dadurch diese Menschen schneller wieder erinnern, dass sie selbst das sind, was sie suchen, dass sie dasselbe sind, wie Bewusstsein, Liebe, das was die Religionen Gott nennen…

Tja, vielleicht würde sich sogar die Wissenschaft schneller in bisher gemiedenes Terrain vorwagen?! Schließlich könnte es keiner mehr mit Mystik, Glaubensdogmen, oder unwissenschaftlicher Vorgehensweise abwerten, wenn die entsprechenden Hintergründe fehlen?!

Schlussendlich…

Die Religionen sind für den einzelnen nur dann ein „Problem“, wenn er sich dagegen verwehrt, sich selbst zu erkennen und zu verstehen, IN sich selbst zu suchen und eigenes Denken und innere Führung anzuerkennen.

Warum nicht einfach den Weg anderer akzeptieren und tolerieren und den eigenen gehen?!

Der Volksstamm der Pirahã zeigt, dass man auch ohne Religion auskommen kann. Dennoch denke ich, dass es ein schwieriges Unterfangen wäre. Der Mensch sucht permanent nach Erklärungen, ein "wir können darüber nichts aussagen" kann niemand ernsthaft im Kopf haben, sondern er wird auf jeden Fall eine Vermutung aufstellen, diese muss jedoch nicht geäussert werden.
Es wäre bestimmt möglich, aber es müsste ideal laufen.

Interessant, von diesem Stamm habe ich noch nichts gehört.

Aber eben, wenn man Vermutungen aufstellt, heißt dieses ja noch nicht, von diesen überzeugt zu sein oder - und ich benutze dieses Wort jetzt im weitläufigsten Sinne - zu GLAUBEN, dass es so ist. Eine Gesellschaft, in der das Aufstellen einer Hypothese und deren Überprüfung/ "Beweis" (ist ja nie so einfach...) vor dem "Daran Glauben" kommt, oder in welcher stets eine skeptische Zurückhaltung gegenüber dogmatischen Aussagen herrscht, ist denke ich nicht anfällig für "einfache" Erklärungen, in welchen Bereich ja die Religion gerne geordnet wird.

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Hallo chaibos,

diese Frage, die ich als sehr gut betrachte, ist unbedingt mit JA zu beantworten.

Selbst wenn Jahrhunderte erfolgreich "verhindert" wird, Religionen entstehen zu lassen, dann ist trotzdem das, was uns unser Schöpfer gegeben hat, als Sehnsucht in diesen Menschen, nämlich ein höheres Wesen anzubeten. Wir haben wirklich in uns diesen Wunsch. Auch wenn manche sagen: "Mich interessiert keine Religion", oder auch "Der alte Mann da oben ist mir wurscht", dann ist trotzdem die Sehnsucht da, religiöse Dinge zu erleben. Alleine die Fragen, die sich tatsächlich viele Menschen stellen, wie "Wer sind wir?" "Haben wir uns entwickelt?", usw. diese Frage zeigen das ja deutlich.

Du schreibst: Und kommt mir nicht mit "Wissenschaft ist auch eine Religion"...^^

Tut mir Leid, aber genau mit dem muss ich dir jetzt kommen. ALLES, was wir verehren, IST Religion. Es kann sogar der "Bauch" eine Religion sein! Fussball, Musik, alles kann Religion sein.

Nun, zum Bauch eine Bibelstelle:

19 Ihr Ende ist die ewige Vernichtung. Der Bauch ist ihr Gott (Philipper 3:19, Neue evangelistische Übersetzung)

Ist das nicht wunderbar einfach? Ja, der Bauch kann zum Gott werden. Etwas, das MEHR AUFMERKSAMKEIT als Gott selbst erfährt, WIRD zum Gott.

Hoffentlich konnte ich dir helfen,

Gruß Alfred

Hoffentlich konnte ich dir helfen,>

Nein konntest du nicht! Die Fragen "wer sind wir?" und "haben wir uns entwickelt?" wurden ohne Religion schon sehr oft und bedeutend einleuchtender beantwortet als mit ihr.

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@babulja

@babulja,

schade, dass dir mein Beitrag nicht gefällt. Aber wo ist denn deiner? Oder kannst du nur kritisieren? Einleuchtender beantwortet?

Naja, wie du meinst.

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@asteppert

Doch, hier - vor 7 Stunden.

Und nein, ich kann nicht nur kritisieren!

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@babulja

Nein, diese Fragen können nicht beantwortet werden. Den meisten Wissenschaftlern fehlt die Erkenntnis, dass Wissenschaft eine menschliche Methode der Welterklärung ist - und als solche fehlerhaft; die Konfessionen aber, die Mythen der Bibel (wie die Schöpfung oder die Sintflut) wortwörtlich verstehen wollen oder biblische Aussagen über die Frau (Stichwort: Die Frau schweige in der Gemeinde") dazu verwenden, die Frau rechtlich dem Mann unterzuordnen, sind schlimmer als die von den Evangelien oft zum Feindbild erklärten Pharisäer.

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@mayya77

Mayya, diese Fragen können und werden beantwortet werden! So wie die Frage nach "was dreht sich um was - Erde um Sonne oder umgekehrt?" usw. (soll ich aufzählen?) beantwortet wurde. Wir beide werden das möglicherweise nicht erleben, aber es wird so sein!! Das ist nicht irgendein Glaube an Götzen (auch dein Gott ist nichts weiter als ein aufgemotzter Götze), sondern positive Gewissheit, und zwar auf der Grundlage der bisherigen Entwicklung menschlichen Wissens, auf Grundlage der vielen Paradigmenwechsel im Wissen der Menschheit, die sich sehr oft gegen den Willen der Kirche und auch gegen ihren harschen Widerstand vollzogen, und nach denen die Kirchen und Religionen sich wieder was Neues und noch Verquerteres einfallen lassen mussten, um sie in (scheinbare) Übereinstimmung mit den Kirchendogmen zu bringen!

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Tut mir Leid, aber genau mit dem muss ich dir jetzt kommen. ALLES, was wir verehren, IST Religion. Es kann sogar der "Bauch" eine Religion sein! Fussball, Musik, alles kann Religion sein.

Nein, das ist viel zu weit gefasst. Eine Fangemeinschaft ist noch keine religiöse Gemeiscnhaft. Weder wir zu Dingen,w ie Fußball gebetet, noch wird behauptet, Fußball würde eine absolute Wahrheit über unser Univesum vermitteln, die wir eigentlich gar nicht wissen können.

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Der "Bauch" ist der Sitz der unbewussten Gefühle und Emotionen.

Damit ist lediglich gemeint, dass ein Mensch, der sich seiner Selbst nicht bewusst ist, der unbewusst auf seine Gefühle und Emotionen re-agiert, seinem "Bauch" die Macht überlässt, anstatt aus dem Herzen zu agieren und damit bewusster Schöpfer zu sein.

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Da keine Population in keinem Raum-Zeit-Kontinuum irgendwo im Universum immer alles erklären und beweisen könnte, werden immer Gedanken an über - , besser wäre zu sagen, an "noch-nicht-erklärbare" sinnliche Vorgänge, Wesen, Erscheinungen auftreten.

Keinesfalls müssen diese Gedanken aber zwingend in eine Religion ausarten. Es gibt Untersuchungen, wonach die Entstehung von Religionen nicht mal ansatzweise eine evolutionäre Notwendigkeit waren (siehe dazu z. B.: Andreas Kilian, "Die Logik der Nicht-Logik", Alibri, 2010, ISBN 978-3-86569-062-3).

Des weiteren dienten und dienen Religionen immer mal als politisches Vehikel, die eigene Meinung zu artikulieren. Beispiel: Himmler erklärte 1937 über den Dienst in der SS und im Konzentrationslager, seine Männer dürften Christen und Kirchenmitglieder sein, das sei ihre Privatsache. Nur Atheisten dürften sie nicht sein.

Mit Wissenschaft hat das offensichtlich nichts zu tun. Wohl aber mit der Möglichkeit, sich alle Religionen in opportunistischem Sinne in jedem politischem Credo nutzbar machen zu können. Deswegen sind so ziemlich alle Texte der heiligen Bücher so formuliert, dass sich jeder alles für seine politischen, sozialen, gesellschaftlichen Zwecke rausnehmen kann, wie er gerade lustig ist.

Interessante Buchempfehlung. Eben da in der von mir geschilderten Situation die Erklärbarkeit nicht angezweifelt, aber auch nicht als sofort verfügbar gesehen wird, fehlt m E der gewisse "Sprung", um in eine Religion "auszuarten", wie du es nennst.

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@chaibos

Dieser "Sprung" kommt nur, wenn den Mitgliedern der Expedition jemand die Religion vermittelt, z. B. etwas von Gott, der jungfräulichen Geburt, der Wiederauferstehung, der Verklärung, der Himmelfahrt, von der Ursünde, der Hölle, von Teufeln und Engeln udgl. Unsinn erzählt.

Bis dahin würden alle unerklärlichen Erscheinungen für die Menschen eben vorerst unerklärlich sein, bei den einen zum weiteren Nachforschen, bei anderen bestenfalls zum Staunen und Sich - Wundern anregen, bei einigen möglicherweise zu beidem.

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@babulja

Du könntest ja sogar sachlich über Religionen sprechen oder philosophische Themen erörtern. Immer mit einer sachlichen Distanz. Kinder glauben ja auch nicht an Märchen, nur weil man sie erzählt.

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@chaibos

chaibos, wie soll man "sachlich" über Dinge reden, die sich jeglicher "sachlichen" Erörterung, sprich Argumentationsplattform, entziehen? "Philosophische" Themen sind was anderes.

Und im Übrigen glauben Kinder sehr wohl an Märchen - hast du selbst Kinder? Was denkst du, wie sich mein Sohn damals fürchtete, als ich ihm den Hund von den 4 Bremer Stadtmusikanten etwas grimmig an die Tapete gemalt hatte - da spielte der Fakt, dass die Tiere die bösen Räuber verjagten, eine untergeordnete Rolle! Oder wie meine Tochter sich im Wald fürchetete, als wir ihr das erste Mal vom Wolf bei Rotkäppchen erzählt hatten. Da spielte die Hilfsbereitschaft, mit der Rotkäppchen ihre Oma versorgte, als die krank war, kaum noch eine Rolle!

Genauso fürchten die sich vor der Hölle, dem Fegefeuer, dem Teufel usw.

Da wird es schwer, sie vom guten Gott zu überzeugen!

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@babulja

Darum geht es mir nicht. Nur darum, dass ein großer Teil der menschlichen Kultur geprägt ist von religösen Werten und Einflüssen und man diesen als Sachwissen über die Geschichte der Menschheit weiter vermitteln kann (wäre ja sonst schade). "Es gab Menschen, die glaubten, dass...". Kinder können sehr wohl unterscheiden zwischen Realität und Fantasie, solange du ihnen Hilfe zur Hand gibst, unterschieden. Ab einem Alter von 2 Jahren können Kinder bewusst lügen. Das heißt nicht, dass ihnen die Fantasie keine Angst macht (so wie auch Erwachsenen die unwirkliche Welt häufig Angst macht - s. gruselige Filme).

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@chaibos

chaibos, wir schweifen ab. Der "große Teil" der Menschheit, den du erwähnst, ist vielleicht von "religiösen Werten" geprägt. Aber alle diese "Werte" gab es bereits, bevor die Menschheit sich Religionen einfallen liess und von ihnen beeinflusst wurde; - bevor Jesus als Geistgeburt seiner Mami Maria zur Welt entsandt wurde, und bevor Saulus/Paulus sein einschneidendes Erlebnis auf dem Weg nach Damaskus hatte.

Und nicht nur Kinder können unterscheiden! Auch Christen, Moslems, Hinduisten usw. - aber eben nur, wie du richtig schreibst, SOLANGE man ihnen "Hilfe" zur Hand gibt, sprich, solange man ihnen von "Gott" und allem, was dazu gehört, erzählt. Ansonsten geht selbiger in allen Varianten und Spielarten mitsamt seinen Engeln allen Leuten ganz weit "hinten" vorbei!

Bist du der Meinung, dass gruselige Filme zur "unwirklichen Welt" gehören???

Die gibt es erst, seitdem manche Menschen diese "unwirkliche Welt" benötigen, um Defizite ihres Glaubens und ihres Wissens auszufüllen. Diese Defizite haben manchen Leuten (Filmemachern, Religionsfanatikern, Predigern, Missionaren u. ä,) sehr viel Geld gebracht, aber den Glauben (im religiösen Sinne) nicht gestärkt!

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"Des weiteren dienten und dienen Religionen immer mal als politisches Vehikel, die eigene Meinung zu artikulieren."

Ja, aber daran sind nicht die Religionen schuld, sondern die Menschen.

Deinen letzten Absatz finde ich brilliant. Sogar die Fitness-Welle steht übrigens schon in der Bibel: "Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen." (Joh 3,30).

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@mayya77

Ideenkonstrukte, Theorien, Religionen oder ähnliches können nicht mit der Kategorie "Schuld" in Zusammenhang gebracht werden, weder im juristischen noch im religiösen Sinne.

Wenn es Religionen nicht gäbe, würden sie die Menschen auch nicht missbrauchen können. Denn der Mensch ist doch auch nach Deinem Glauben unvollkommen, sündig, fehlerhaft - aber eben nach "seinem Ebenbild" geschaffen. Alle Taten des Menschen hätte "er" vorhersehen müssen!

Joh 3,30 hat mit Abnehmen und Fitness nichts zu tun. Typisch Bibel - Zitiererei: finde ein Zitat und drehe es , bis es stimmt!

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...doch, ich glaube, dass trotzdem, oder gerade deshalb, irgendwelche riten und /oder mytsthiken und dogmen aufgebracht werden,da immer jemand,- kann auch weiblich sein,-irgendwelche machtansprüche geltend machen wird, dann aber eben nur in der neusten version,..wir wissen ja jetzt, dass sie sich um die sonne dreht.....das gehört bei uns mensch-tieren nun einmal zur überlebensstategie dazu, es gibt eben immer mindestens 2 gruppierungen in der menschheit, die einen wollen regiert werden, und die anderen eben nicht! du musst ja dabei auch mal bedenken, dass wir gerade mal ein paar jahre den sogenannten aufrechten gang, einigermassen beherrschen,eigentlich leben wir immer noch in einer spätsteinzeit, und sind da mal gerade von den bäumen runter... und da haben wir noch einiges vor uns, ...und diese unsicherheit oder auch angst, werden immer von religionen benutzt werden.....

Hallo chaibos,

Nachdem durch die Wissenschaft erkannt wurde, dass hinter jeder durch die Forschung beantworteten Frage tausend neue Fragen auftauchen, bestätigt sich dadurch, dass jede neue Erkenntnis uns zeigt, wie wenig wir wissen. Was dann den Menschen wieder anregt, mehr zu erforschen. Das würde sicher auch in dem von dir geschilderten Szenario so sein. Doch gibt es auch Fragen, die sich im Grunde alle Menschen auf die eine oder andere Art stellen und die weder heute noch in ferner Zukunft noch weit weg von der Erde von einer wie auch immer gearteten Wissenschaft beantwortet werden können:

  • Wo kommen wir Menschen her?
  • Warum gibt es uns?
  • Woher haben wir unsere Fähigkeiten?
  • Warum sterben wir, obwohl wir eigentlich so beschaffen sind, dass wir immer weiter leben könnten?
  • Was hat das Leben für einen Sinn?
  • Was bringt die Zukunft?

Es sind gerade diese Fragen, die deutlich machen, dass der Mensch eine Quelle sucht, um die Antworten darauf zu erhalten. Und wenn sie ihm nicht gegeben werden, schließt er unweigerlich auf eine Kraft, die seine eigene bei weitem übersteigt. Ob die Quelle dieser Macht nun wirklich gemäß seiner Vorstellung existiert oder auf ganz andere Weise (denn es muss sie ja geben), bittet er sie um die Antworten und sucht Wege diese zu erhalten.

Das dürfte dann wieder die Geburtsstunde einer Religion sein.


Meiner Meinung nach kann man dieses Szenario zumindest teilweise sogar auf der Erde betrachten. Nach und nach wurden relativ kleine Völker in natürlicher Umgebung gefunden, die sich erfolgreich von der Zivilisation und damit von den etablierten Religionen unbeeinflusst entwickelt haben. Auch sie suchten einen Weg, um für sich diese existenziellen Fragen zu beantworten. Und wenn auch auf völlig verschiedenen Wegen, mündeten auch ihre Erklärungen in ihrer ganz eigenen Religion.


Abgesehen davon würden auch die Menschen auf dieser Mission ganz sicher danach suchen, wo das Universum herkommt und woher es seine überwältigende intelligente Ordnung hat. Sie sind sich durchaus bewusst, dass die Dinge in ihrer unmittelbaren Umgebung von ihnen selbst erschaffen wurden, aber den im Universum vorherrschenden durch die Wissenschaft erkannten Gesetzen unterliegen, welche keiner von ihnen ignorieren kann – und sie stellen auch fest, dass sie sich alles, was sie erschaffen wollen, erst ausdenken und es entwickeln müssen - - - also woher stammen die Informationen, nach denen das Universum entstand und die in ihm gültigen Gesetze und von WEM?

Die Menschen werden immer auf der Suche nach dem Schöpfer sein.

Bei den o.g. Fragen schätze ich, dass sie zwar diskutiert werden, aber eben "nur" Teil sachlich betrachteter philosophischer Konstrukte bleiben.

Und -um es als Killerphrase zu sagen- : Warum sollte das Leben überhaupt einen Sinn haben?

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Wenn....also wenn die Menschen, die man weggeschickt hat, wirklich gut ausgebildet(Naturwissenschaften, Philosophie, Literatur, Musik.....) sind, dann ist es recht unwahrscheinlich, dass sie religiös werden.

Wenn man ihnen dann auch noch kein fertiges Ideologiekonstrukt in die Hand gibt, werden sich höchstens ein paar Fragestellungen entwickeln, die nicht so einfach beantwortet werden können. Religion ist aber noch was ganz anderes.

Belege für meine These kann man heute schon finden: Menschen, die gut ausgebildet und neugierig auf die Welt sind, werden sich eher nicht an einer Religion dranhängen, selbst wenn eine solche in ihrem Umfeld üblich ist. Viele trennen sich aktiv von einem Glauben, den sie als Kind kennengelernt haben, und machen sich ihre eigenen Gedanken.

Philosophie und Gedanken, was jenseits des Fassbaren sein könnte, wird es natürlich geben. Instant-Antworten, wie sie Religionen anbieten, sind aber eher abschreckend, wenn einen die großen Fragen wirklich interessieren, und werden sich in einem Umfeld, wie du es beschreibst, kaum entwickeln können.

Menschen, die gut ausgebildet und neugierig auf die Welt sind, werden sich eher nicht an einer Religion dranhängen, selbst wenn eine solche in ihrem Umfeld üblich ist.>

Schmarrn, erstens ist das falscher Sprachgebrauch: Man kann bestenfalls "einer Religion anhängen", wenn man es will: zweitens empfinde ich es als Frechheit, religiöse Menschen als ungebildet darstellen zu wollen.

Religion ist aber noch was ganz anderes.> Was denn? Religion (und dabei ist es gleichgültig, welche), hat etwas mit Weisheit zu tun, da gibt es Parallelen zur Philosophie.

Instant-Antworten, wie sie Religionen anbieten, sind aber eher abschreckend, wenn einen die großen Fragen wirklich interessieren,...>

Gerade Religionen bieten bestimmt keine "Instant-Antworten" an. Das trifft aber auf die Atheisten zu, die einfach behaupten, dass Gott nicht existiere , oder dass es keinen Gott gebe (Das eine zielt auf den Monotheismus ab, das andere auf alle Religionen mit Ausnahme des Buddhismus, einer Religion ohne Gott/ Götter.)

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@mayya77

Ja, mir ist dieser Ansatz auch zu einfach. Dafür kenne ich viel zu gebildete, weltoffene, neugierige und differenziert denkende Menschen, die einem Glauben angehören (Christen, Moslems, Hindu). Ich denke definitiv nicht, dass Wissenschaft Glauben ausschließt.

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@chaibos

Werte/r chaibos,

ich habe nicht behauptet, dass Wissenschaft Glauben ausschließt! Ich habe deine Frage nur nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet, mehr nicht. Wenn du diesen Schluss ziehst, hast du meine Antwort wahrscheinlich nicht verstanden.

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@mayya77

Auch du, mayya, hast meine Antwort wahrscheinlich nicht verstanden. Bei jemandem, der bei gf kreationistische Positionen vertritt, habe ich das auch nicht anders erwartet.

"Schmarrn" ist auch kein Argument und du baust Strohmäner auf, die ebenfalls mit meiner Antwort nichts zu tun haben.

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@frank1968

Nein, ich habe mich von mayyas Interpretation verwirren lassen :D Tut mir Leid. Die Formulierung mit den Instant- Antworten gefällt mir. Gerade (aufrichtige) Wissenschaft wird nie die reine Wahrheit für sich beanspruchen - es könnte doch immer noch anders kommen, eine bis dato unangefochtene Hypothese widerlegt werden etc.; philosophische Aspekte (Stichwort: Erkenntnistheorie) werden und können nicht außer Acht gelassen werden.

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Wenn sie wirkliche, ECHTE Wissenschaftler sind, dann kommen sie früher oder später zu dem Schluss, dass es eine höhere Intelligenz, als ihre geben muss, wie das ja in Deinem Essay schon anklingt.

Wieso?!

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@chaibos

An einer höheren Macht, einem Schöpfer, einem Gott, kommt eigentlich keiner vorbei. Denn wir können uns mit unserem 3dimensionalen Denken die Unendlichkeit und die Schöpfung gar nicht vorstellen!

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Diese "Zivilisationsmission" würde in hoffnungsloser Gewalttätigkeit enden, zumal sie ja schon unter der Diktatur des Religionsverbotes losreiste.

Diktatur? Nur, wenn die Elterngeneration eine Religion ausüben wollte. Ich stelle das ganze unter die Prämisse, dass diese "stillschweigende Religionslosigkeit" auf freiwilliger Basis besteht.

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Die Frage get davon aus, dass das Verbot Erfolg hat. Vielleicht sind alle Beteiligten damit zu frieden, oder was weiß ich.

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