Entwässerungsgraben an einer Hausseite ohne Drainrohr macht das Sinn?

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2 Antworten

Hallo Karolin, so unbesehen ist das nicht ganz leicht zu beantworten. Im Prinzip ist ein Kiesgraben (ca.60cm tief ab Geländeoberkante, unten feiner Kies, oberen 30cm grober Kies) ein guter Anfang wenn die Wand minimal feucht ist. Aber wenn Du schon am graben bist, hast Du vielleicht eine Möglichkeit ein Drainagerohr (100mm Durchmesser) zu verlegen und das Wasser abzuleiten? mit mind. 3-5% Gefälle? Das wäre eine längerfristige Lösung. Im Ernstfall würde ich mir nochmal einen Experten für Gebäudeentwässerung bzw. Fachwerksanierung ins Haus holen.

LG, Taowasser

habe schon einen meter tief gegraben, aber überall nur lehm. einen abwasserkanal gibt es nicht, und die grube zusätzlich mit regenwasser belasten wird auf dauer eine teure angelegenheit. die wand ist nur minimal feucht. wenn ich den graben nun mit kies verfülle, stelle ich mir vor, dass künftig das wasser dann da drin steht, wie es auch jetzt drin steht, wenn es regnet, aber die wand nicht mehr so belastet ist. wie muss ich mir eine sickergrube vorstellen, ich leite das wasser dann in den garten, habe dort ein riesenloch, in dem dann immer wasser steht, wenn es viel geregnet hat, und im sommer viele mücken. liebe grüße karo

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@karofrage

Wie gesagt, im Erstfall sollte da noch mal ein Experte draufschaun. Aber wie sich das anhört besteht auf dem Grundstück keine Möglichkeit, das Wasser versickern zu lassen. (Das Versickern passiert unterirdisch, man braucht dafür keinen Mückentümpel :)

Ist er denn überall so lehmig? Wenn es wirklich keine Möglichkeit dazu gibt, dann eben die Notlösung mit dem Kiesbett.

Der Vorteil ist, das Wasser würde sich in diesem Fall in dem Kiesbett unten stauen und nicht direkt an der Hausfassade und hätte eine bessere Verdunstungsmöglichkeit. Wenn du einen Meter tief gegraben hast, dann lass die Wand regengeschützt eine Zeit lang austrocknen. Eventuell zusätzlich mit einem handelsüblichen Entfeuchter für den Innenraum dahinter. Bringe dann einen bituminösen Anstrich und eine Bitumenbahn als Feuchtigkeitssperre auf das freigelegte Fundament. Dann legst du das Drainagerohr in den Graben auf ein dünnes Kiesbett (mit Gefälle, s.o.) und füllst es auf.

Du brauchst theoretisch unten ab Geländeoberkante einen Streifen von ca. 30cm Spritzschutz auf der Fassade (Extra-Anstrich)

Ich hoffe ich konnte helfen. LG

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Die Idee von @Taowasser ist an sich nicht schlecht, doch wo soll das Wasser aus dem Drainagerohr hingeleitet werden, wenn doch überall Lehmboden ist, dann müsste Wohl oder Übel auch ein Sickerschacht angelegt werden! Ebenso mit dem kiesgefüllem Graben, wohin soll das Wasser ablaufen? Du wirst um eine Versickerungsmöglichkeit oder Ablaufmöglichkeit nicht herum kommen. Viel Glück

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