Enttäuscht von der Suchtberatung

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9 Antworten

Der Verlauf des Gesprächs bei der Suchtberatung ist ja aus deiner Beschreibung nicht nachvollziehbar. Auch deine persönliche Suchtgeschichte nicht. Möglicherweise wird die Suchtberatung einen nachvollziehbaren Grund für ihr Verhalten haben. Vielleicht liegt dies auch in den oben geschilderten Sachverhalten begründet.

Deine Idee mit der Entgiftung finde ich sehr gut. Das ist sehr häufig auch der Einstieg für eine Therapie. Viele (Fach-)Krankenhäuser haben auch einen Sozialdienst, der mit den Suchtberatungsstellen zusammenarbeitet oder über den der Therapieantrag während der Entgiftung gestellt werden kann. Wenn nicht, melde dich einfach nach deiner Entgiftung erneut bei der Suchtberatung. Ich denke, dann dürftest du auch von dort Hilfe zu deinem Therapieantrag erhalten.

Gruß

Erhard Moch, Suchttherapeut

Hallo,

die Suchtberatung ist nicht unbedingt der gängige Weg.Man wird Dich dort gegebenenfalls auf die Therapie vorbereiten und auch die Nachsorgebehandlung übernehmen.Den eigentlichen Therapieantrag habe ich jedoch auch in der Entgiftungsklinik mit dem zuständigen Sozialarbeiter in Angriff genommen,was auch völlig problemlos geklappt hat.Diese Leute haben Ahnung von ihrem Job und verfügen über die nötigen Kontakte! Also bringe diesen Leuten auf jeden Fall das notwendige Vertrauen entgegen,ohne sie geht es nicht! Übrigens dauert das auch nicht länger.Mit etwas Glück kannst Du direkt im Anschluß an die Entgiftung in die Therapie starten! Noch ein Tipp am Rande.Du wirst wahrscheinlich für 10 Tage in die Entgiftung gehen.Ich habe vor Ablauf dieser 10 Tage Antrag auf Verlängerung gestellt und war letztendlich 21 Tage in der Entgiftung! Das hat mir allerhand gebracht,danach 4 Monate vollstationäre Therapie.Heute bin ich seit 13 Jahren trocken!!!

Viel Glück und alles Gute!

Die Wartezeiten um eine LZT genehmigt zu bekommen können schon dauern. Wenn du aber in einer entsprechenden Einrichtung erst eine Entgiftung machst und da einen Antrag auf LZT stellst, dieser von den Sozialarbeitwern als dringend deklariert wird, wirst du eigentlich, schneller als auf dem üblichen Weg, eine Einweisung in eine entsprechende Einrichtung erhalten. In der Regel schließt die LZT gleich an die Entgiftung an! Zu einer LZT soll, bzw. muß man erst entgiftet werden. Der beste Weg ist einfach eine Entgiftung durchziehen und den Wunsch für eine LZT als dringend beantragen. Aber das nehmen die Sozialarber dann in die Hand.

HI eine Alkohol-Therapie, egal ob LZT oder ambulant beginnt normalerweise sowieso erst, wenn man entgiftet ist, bzw. keinen Alkohol mehr konsumiert. Somit ist die Entgiftung nicht Zeitverschwendung sondern im gewissen Sinne schon eine Vorbereitung für die LZT: Du kannst nicht erwarten, dass der Suchtberater dir sofort beim ersten Besuch einen Antrag für eine LZT ausstellt, da so ein Antrag begründet werden muss, die Therapie kostet schliesslich ein Haufen Geld.

Dass du dazu aber zum Sozialdienst vom Krankenhaus gehen sollst, ist schon etwas ungewöhnlich. Warst du dort schon öfters, kenne die dich? Dann kannst du doch diesen Weg gehen. Ansonsten hilft man dir in der Entgiftung weiter, sinnvoll ist auch eine begleitende SHG und ein Forum für Alkoholiker im Internet. (Z.B. www.selbsthilfe-alkoholiker.de)

Wenn du wirklich den Alkohol aus deinem Leben verbannen willst, schaffst du das auch! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es lohnt sich, wirklich!!!

Hallo, geh einfach in eine Klinik und lass Dich entgiften , am besten die 21 Tage Entgiftung wählen (zahlt die Krankenkasse) dort kümmert man sich auch um eine LZT, Du hast keinen Stress und bist schon nach kurzer Zeit ohne Entzugserscheinungen, hast den Kopf wieder frei für wichtige Entscheidungen....

Den "Teufel Alkohol" gibt es nicht! - Es bist Du, der sich vor der Wirklichkeit in die Flasche flüchtet. Da gibt es nichts zu "besiegen", sondern nur die BEDINGUNGSLOSE Kapitulation vor dem bisherigen Dahinvegetieren. Nimm jede NICHTHILFE an, in Klinik und Gruppe und sei dankbar für jede ENT-Täuschung, die Dich von Irrwegen zurück führt!

Suchtberatungen haben ein existenzielles Interesse daran, dass ihnen die "Kundschaft" nicht ausgeht. Vermutlich deshalb wird man (oft genug) falsch beraten.

Im Rahmen einer gut organisierten Entgiftung in einer Fachklinik sollte es aber möglich sein auch kurzfristig einen freien Platz in einer Langzeittherapie zu finden.

Welche Organisation hat denn die Suchtberatung durchgeführt? Ich habe z.B. sehr gute Erfahrungen mit der Caritas gemacht.

Samylia 23.04.2012, 21:22

Ich auch !!!

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Lass Dich von Deinem Hausarzt zur Entgiftung einweisen, alles andere wird dann dort erledigt.

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