Entstehung von Tierarten in der Schöpfungsgeschichte?

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11 Antworten

Von der Zeit der Entstehung der Schöpfungsgeschichte, die auf alte sumerische Mythen zurückgeht, also auf die Gegend, aus der Abraham stammte bis etwa 1850 ging die Menschheit immer davon aus, dass die Erde und alls auf ihr konstant seit jeher so war und immer so bleiben wird.

Einzelne Philosphen, die das Gegenteil behaupteten wie z.B. Heraklit, der behauptete "Alles fließt" (panta rhei), konnten sich aber nicht wirklich durchsetzen.

Erst Mitte des letzten Jahrhunderts entdeckten Geologen, dass auf der Erde so gut wie gar nichts konstant ist sondern sie sich in einem andauernden Änderungsprozess befindet, der allerdings teils so langsam abläuft, dass innerhalb einiger Menschenleben kein Unterschied zu erkennen sei. Teil dieses andauernden Änderungsprozesses ist auch die Natur und die Theorie, wie diese Änderungen ablaufen, hat Darwin in der ET beschrieben.

Oft wird nun versucht, auch hierzuforum, den letzten Rest an göttlicher Konstanz aufrecht zu erhalten mit solchen absurden Erfindungen wie Mikroevolution etc.. Dabei ist selbst der Gottesbegriff einer ständigen Evolution unterworfen und selbst der Kreationismus entwickelt sich evolutionär weiter, indem offensichtliche Irrtümer aussortiert werden (Selektion), die nun überhaupt nicht mehr zum Stand der Wissenschaft passen. So werden ständig neue Ausreden erfunden (Mutation), um sich an das anzupassen, was nicht mehr zu leugnen ist.

Lies doch einfach den Urtext und interpretiere selbst. Dort steht nichts über Evolution oder darüber, dass es erst nur ein paar waren und dann immer mehr worden. Genaugenommen gibt es in der Bibel sogar zwei Geschichten: Im ersten Schöpfungsbericht werden die Tiere am fünften (Wassertiere und Flugtierel) und sechsten (Landtiere) erschaffen; im zweiten Schöpfungsbericht werden sie alle auf einmal erschaffen und dann zu Adam gebracht, der jedem Tier einen Namen gibt. Diese beiden unterschiedlichen Erzählungen stehen in der Bibel direkt hintereinander weg, aber das Leitmotiv ist ein völlig anderes. Im zweiten Schöpfungsbericht geht es zum Beispiel weniger um die Herkunftsfrage, sondern vielmehr um die Frage nach Verantwortung und richtigem Handeln.

Ganz wichtig: Trenne diese Geschichten und löse auch deinen Geist von wissenschaftlichen Erklärungen, wenn du dich mit ihnen beschäftigst. Vergiss nicht, dass du es mit einer aitiologischen Erzählung zu tun hast, hiner der die Botschaft wichtig ist und nicht der wortwörtliche Inhalt. Die Geschichte stammt aus einer Zeit, als die Menschen noch nichts über Artenentstehung, Vererbungslehre und Evolutionsbiologie wussten. Solche Erzählungen findest du darüber hinaus rund um den Globus: In der griechischen Mythologie sind zum Beispiel viele Tiere aus Menschen entstanden, die damit von den Göttern bestraft (so wurde Arachne z.B. zu einer Spinne) oder belohnt wurden (Keyx und Antione wurden zu Eisvögeln, weil ihre Liebe zueinander stärker als der Tod war). Keine dieser Erzählungen hat jemals einen Wahrheistanspruch eingefordert, weder in der Zeit, als diese Geschichten das erste Mal niedergeschrieben worden sind noch später. Sie hatten bloß Unterhaltungs- und moralischen Lehrwert. Und den haben sie noch heute.

Evolution ist ein Konzept, das noch nicht bekannt war, als die Bibel geschrieben wurde. Damals ging man von Artkonstanz aus. Das bedeutet, dass Arten sich nicht verändern können. Demnach können Arten zwar aussterben, aber nicht neue Arten entstehen.

Daher glaubten die Menschen damals, dass Gott alle Arten geschaffen hat, die heute existieren.

Darwins Evolutionstheorie (die von Artwandel ausgeht) ist heute bestens erklärt und konnte an zahlreichen Beispielen belegt werden. Daher sollte man das, was vor mehr als 2000 Jahren in der Bibel geschrieben wurde, nicht als wissenschaftliche Tatsachen betrachten.

Paulchen666 19.07.2017, 20:27

Genau DAS wollte der Tread-ersteller nicht hören.
Wie kannst Du nur mit Fakten kommen...?

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VeryBestAnswers 19.07.2017, 20:42
@Paulchen666

Eine solche Frage lässt sich nur mit Fakten beantworten. Auch wenn man mit Bibelstellen argumentiert, argumentiert man mit Fakten: Eine Bibelstelle beweist, dass jemand vor was weiß ich wie vielen Jahren etwas bestimmtes aufgeschrieben hat, und der Text als so wichtig befunden wurde, dass er in die Bibel aufgenommen wurde. Und das ist ein Fakt.

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Nun, in 1. Mose liest man, das Gott ALLES nach seiner Art erschaffen hat.

24 Und Gott sprach weiter: „Die Erde+ bringe lebende Seelen nach ihren Arten hervor, Haustiere*+ und sich regende+ Tiere und wildlebende Tiere*+ der Erde nach ihrer Art.“ Und so wurde es. 25 Und Gott ging daran, die wildlebenden Tiere der Erde zu machen nach ihrer Art und das Haustier nach seiner Art und jedes sich regende Tier des Erdbodens nach seiner Art.+ Und Gott sah dann, daß [es] gut [war].

Somit darf man davon ausgehen, dass - setzt man voraus, die Bibel beinhaltet die Wahrheit - GOTT alle Arten geschaffen hat, so wie wir die kennen.

Eine "Evolution" im Sinne einer Anpassung an andere Umweltbedingungen, nun ich nenne das MikroEvolution, nun die kann man nicht leugnen. Dank Genforschung und Evolutionsbiologie kennt man das enorme ungenutzte Potential in der DNA jedes Lebewesens, und man geht zu Recht davon aus, das Organismen auf Umweltveränderungen mit genetischen Anpassungen reagieren können - siehe dazu Joachim Bauer "DAS KOOPERATIVE GEN".

Allerdings: Die bekannten Arten, die sich so angepasst haben, bleiben in ihrer Art - siehe DarwinFinken oder Birkenspanner oder andere Beispiele.

Es gibt unglaublich viele Berichte und Forschungsarbeiten, die eine MAKRO-Evolution beweisen sollen - allerdings fehlt meines Erachtens STETS der Nachweis.

Also: Das ist MEINE Ansicht, ich bitte alle Atheisten und ET-Anhänger schon jetzt um Verständnis und Toleranz - schreibt einfach Eure Sicht zur obigen Frage, der Fragesteller wird sich das geeignete heraussuchen.

cheerio

VeryBestAnswers 19.07.2017, 20:36

Ein Beweis ist etwas, das in den Naturwissenschaften nicht existiert. Man kann nur Theorien anhand von Beobachtungen aufstellen und nach einem Beispiel suchen, das die Theorie widerlegt. Je länger man danach sucht, ohne sie widerlegen zu können, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Naturgesetz stimmt.

Irgendwann nennt man es dann nicht mehr Theorie, sondern Naturgesetz, weil keiner mehr an der Richtigkeit der Theorie zweifelt. So kam es bei Newtons Mechanik, und dazu fehlt nicht mehr viel bei Darwins Evolutionstheorie.

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gromio 19.07.2017, 21:09
@VeryBestAnswers

1. Was ist ein Beweis?

https://www2.informatik.hu-berlin.de/lehrstuehle/automaten/beweis/node1.html

2. Gibt es Beweise in der Naturwissenschaft:

https://de.wikipedia.org/wiki/Stand_der_Wissenschaft

3. Was sind Naturgesetze?

http://pauli.uni-muenster.de/Seminare/Philosophie_ss04/Pongs.pdf

4. Wie definiere ich physikalische Konstanten?

https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalische_Konstante

Die meisten der hier schreibenden ET-Anhänger schreiben MEISTENS von BEWEISEN für eine ET.

Wenn ich mich auf Deine Erläuterung einlasse, dann ist die ET schon lange widerlegt, da millionenfach nachzuweisen ist, dass keine neuen Arten entstanden oder entstehen - allerhöchstens werden Arten neu entdeckt, diese können aber bereits Tausende von Jahren existieren.

Aber nochmals: Das ist hier gutefrage.net, ich gab MEINE Antwort.

DU kannst ja Deine Sicht der Dinge darlegen.

cheerio

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Ich denke, dass Gott die "Tiere nach ihrer Art" erschaffen hat und dass die Möglichkeiten der Mikroevolution (Evolution innerhalb einer Art) zu ganz verschiedenen Unterarten, Rassen usw. geführt hat.

Aus Wölfen wurden z. B. ganz verschiedene Hunde gezüchtet, vom Dackel bis zum Schäferhund. Auch die Natur scheint so angelegt zu sein, dass durch Mutation und natürliche Auslese neue Unterarten usw. entstehen können.

M. E. gibt es aber eine Grenze zwischen den Arten, so dass keine gänzlich neuen Arten entstehen und keine Art in eine andere übergehen kann, da Gott die Artgrenzen festgelegt hat:"Gott machte die Tiere der Erde nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war" (1. Mose 1,25).

Ja, Gott hat die alle halb fertig gemacht und dann sind sie evolutioniert ;-)

Dummie42 19.07.2017, 20:11

:))))

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Tym01 19.07.2017, 20:14

Von der Theorie her, ist das meine Frage:D

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Die Schöpfungsgeschichte beinhaltet religiöse Aussagen und keine wissenschaftlichen Beschreibungen des Seins oder seiner Entstehung.
Deine Hinterfragung ist also völlig daneben.

Genesis 1
20 Und Gott sprach:
Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier,
und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels.
21 Und Gott schuf große Walfische und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser
wimmelt, ein jedes nach seiner Art,
und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art.
Und Gott sah, dass es gut war.
24 Und Gott sprach:
Die Erde bringe hervor lebendiges Getier,
ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes,
ein jedes nach seiner Art.
Und es geschah so.
25 Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art,
und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art.
Und Gott sah, dass es gut war.

Jede Art der Tiere ist von Gott geschaffen . 

Kaputt gezüchtete  Katzen und  kaputt gezüchtete Hunde , sind vom Menschen 

Manchmal  versucht der Mensch Gott zu sein. Und man sieht , schafft er nicht . 

liebe Grüße

TroIIinger 21.07.2017, 19:09

Kaputt gezüchtete  Katzen und  kaputt gezüchtete Hunde , sind vom Menschen

Die nicht kaputt gezüchteten Hunde aber auch. Die hast du vergessen. Der Mensch bekommt das schon ganz gut hin wenn er will und das sogar ohne die Möglichkeiten, die ein allmächtiges Wesen hat.

Hätte ein Gott tatsächlich alle Tierarten erschaffen, müsste man ihm angesichts der vielen fehler Boshaftigkeit oder Unfähigkeit vorwerfen.

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Sternfunzel 21.07.2017, 20:54
@TroIIinger

Der Mensch bekommt das schon ganz gut hin wenn er will und das sogar ohne die Möglichkeiten, die ein allmächtiges Wesen hat.

Welche Rasse soll das sein?

lieben Gruß Dir @Trollinger

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Es gibt dazu zweierlei Sichtweisen.

Du kannst dich an den Fakten orientieren und zu dem Schluss kommen, dass die Schöpfungsmythen falsch sind.

Du kannst auch die Welt der Fakten verlassen und einfach das glauben, was dir gefällt. Gläubige überall auf der Welt machen es so.

Die Evolutionslehre hat natürlich einiges in Bewegung gebracht.Dennoch ist noch lange nicht alles geklärt.In 50 ,100 Jahren usw. wird man noch mehr wissen.

Klären wir doch erstmal den zugrunde liegenden Artbegriff: 

Das hebräische "min" leitet sich von "furchen, spalten" ab und bedeutet Abspaltung, Abtrennung. Es wird auch als Präposition verwendet, z. B. in Gen. 2.7, wo es heißt "...Staub VOM Erdboden..." In englischen Übersetzungen wird es gern mit "from" oder "out of" wiedergegeben. Als Nomen beinhaltet es 3 Aspekte: - Gemeinsame Herkunft - Darauffolgende Trennung - Daraus resultierende Verschiedenartigkeit, Unvereinbarkeit 

Die Schöpfungsgeschichte nennt nun verschiedene Gestaltgruppen (Krabbler, Vierbeiner, Flieger, Bäume etc.) und eine jeweilige Auffächerung in Arten ("Abspaltungen") stattfand.

www.aneste.ch 

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