Entstehung des ruhepotenzials durch Diffusion - warum zellinnenraum beim fließgleichgewicht negativ geladen?

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2 Antworten

Wenn ich mich recht entsinne, dann liegt das daran, dass intrazellulär viele große Anionen vorliegen, die gar nicht nach außen diffundieren können (eben aufgrund der Größe). 

Oh ja stimmt, danke! Die hab ich voll vergessen :D

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Es gibt auch noch andere Ionen.
Du vergisst die organische Ionen (A-) im Innenraum der Zelle. Sie können aufgrund ihrer Größe nicht durch die semibermiable Membran diffundieren. --> negative Ladung Innen
Ebenso können die postiv geladenen Natriuminonen außerhalb der Zelle kaum in die Zelle um einen Konzentrationsausgleich zu schaffen. (Liegt auch an der Membran)
Die Chloridionen wandern auch von außen nach innen (Konzentrationsgradient).
Und bei den K+ Ionen ist es komplizierter. Sie können zwar durch die Membran und möchten auch einen Ladungsausgleich schaffen, aber dem entgegengesetzt wirkt das Bestreben nach einem Konzentrationsausgleich. Sind die beiden Kräfte im Gleichgewicht, nennt man das dann Fließgleichgewicht.

Also zusammengefasst kann man sagen, dass die K+ Ionen den Ladungsunterschied nicht ausgeleichen können, da sie sich auch gleichmäßig ausbreiten möchten. Und andere negative Ionen im inneren der Zelle bleiben. Positive Ionen (Na+) möchten in die Zelle rein, aber können das kaum. Das führt dann zusammen zu einem negativen Innenmedium der Nervenzelle.

Am besten du schaust dir ein Bild an und vergisst nie das Konzentrationsausgleich im Wechsel zum Ladungsausgleich steht. Dann kannst du dir anschauen, welche Ionen (K+,Na+,Cl-,A-) wohin wandern und zu welcher Ladung das führt. :)

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