Entstehung von Raum und Zeit?

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5 Antworten

Hallo IcalesMike,

Ich habe sachen über ein Paralleluiversum gelesen, das die Kometen die
zum Urknall führten über ein Schwarzes Loch zu uns geschleudert haben
sollte

Auf Webseiten, die die Urknallmodelle derart falsch darstellen, wirst Du nur falsche Vorstellungen über den Urknall lernen, sonst nichts. Mit echter Physik oder Aussagen der modernen Kosmologie hat das nichts zu tun.

Und so was kommt dann dabei raus:

Um meine Frage zu vereinfachen, bzw. leichter forstellen zu können:
Nehmt das komplette Universum und "schiebt" es in Gedanken zur Seite.

Du überträgst hier eine Alltagserfahrung auf das Universum. Nämlich die Vorstellung, dass das Universum auch nur etwas ist, was im Raum eingebettet ist und was man deshalb von außen betrachten kann.

Kurz: Deine Frage, was man dann sieht, entsteht überhaupt erst dadurch, dass Du Deine Alltagserfahrungen über Raum und Zeit auf das Universum überträgst.

Kosmologische Vorstellungen beschreiben das Universum aber nicht so. Es könnte unendlich groß sein, womit es automatisch grenzenlos ist. Es könnte endlich groß, aber dennoch grenzenlos sein, wenn der Raum in sich geschlossen ist - ähnlich der dünnen Haut einer Ballhülle. Wärst Du eine Ameise, die in der Ballonhülle lebt, könntest Du nie an eine Grenze Deines Universums kommen, es wäre aber dennoch nur endlich groß...

Das Universum hat nach gängigen kosmologischen Modellen keine Grenzen - besonders dann nicht, wenn das ganze Universum gemeint ist, nicht nur der beobachtbare Bereich. Dann kannst Du es auch nicht "beiseite schieben". Es gibt kein "außen"

Dass das unser Vorstellungsvermögen strapaziert, ist klar. Das liegt aber daran, wie unser Hirn arbeitet: Sinneseindrücke verarbeiten und mit bereits abgespeicherten Eindrücken vergleichen. "Vorstellen" kannst Du Dir nur, indem Dein Gehirn etwas "passendes" aus dem Gespeicherten herauskramt. Findest es nichts "passendes", kannst Du es Dir nicht vorstellen. Und leider kommt "Raumlosigkeit" und "Zeitlosigkeit" eben in den Erinnerungen unseres Gehirns nicht vor.

Intuitiv stellen wir uns ein expandierendes Universum so vor, wie Du es schreibst: Von "außen" - wie alle Gegenstände, die wir erleben. Nur: Das Bild stimmt halt nicht. Das Universum könnte unendlich groß sein und in sich selbst expandieren, indem neue Raumzeit im Universum entsteht.

Und schon verschwindet die Frage...

Grüße

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Nichts, würdest Du sehen und nichts wäre da.
Nach dem Urknall entstanden alle schweren Elemente, erst daraus bildeten sich Sterne, Planeten, Kometen und der ganze Rest, wie eben auch die Raumzeit, die 4. Dimension.

Für Paralleluniversen gibt es keinen physikalischen Beweis und wären zudem nicht erreichbar.
Gäbe es diese so stünden sie in keiner Interaktion zu diesem Universum.
Wären mithin für die nächsten Jahrmillionen für unsere Erkenntnis völlig irrelevant.

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Kommentar von ThomasJNewton
16.07.2016, 18:01

Das ist nicht richtig.

Im Urknall bildeten sich Protium und Helium, und Spuren von Deuterium, Lithium und Beryllium (und evtll. Bor, da bin ich mit nicht sicher).

Alle anderen Elemente entstanden erst später in Sternen, durch Fusion und Supernovae.

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Die Frage woher bezieht sich immer auf etwas, das Referenzpunkte im uns bekannten Raum aufweist. Wenn der Beginn der uns bekannten Raumzeit ihren Ursprung (ihren Beginn hat sie bekanntermaßen ja im angenommenen Urknall) in einer anderen Realität oder einem anderen Universum hat, dann bietet diese Annahme keine Referenzpunkte innerhalb der uns bekannten Raumzeit, wodurch die Frage nach dem "woher", eigentlich unzutreffend, weil es keine Möglichkeit gibt, dahingehend eine entsprechend verständliche oder überhaupt entsprechende Antwort zu geben. 

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Kommentar von JTKirk2000
15.07.2016, 19:31

Aber wo kam dann das andere Universum her?

Das ist ähnlich wie die Frage danach, was vor Gott gewesen sei oder woher er kam. Aus der uns bekannten Perspektive können solche Fragen nicht wirklich beantwortet werden.

Wenn nicht´s da ist, wie kam es dann zum Urknall, wo kamen die Kometen her?

Meinst Du nicht, dass dies von Frage zu Frage immer spekulativer wird? Womöglich ist es mit der Entwicklung von Kometen in einem anderen Universum so ähnlich wie in unserem.

Um meine Frage zu vereinfachen, bzw. leichter forstellen zu können: Nehmt das komplette Universum und "schiebt" es in Gedanken zur Seite. Was sehe ich dann?

Die uns bekannte Raumzeit existiert nur im uns bekannten Universum, aber nicht außerhalb. Würdest Du Dich aus irgendeinem Grund also außerhalb befinden können, also in keiner mit der uns bekannten Raumzeit vergleichbaren Form, würdest Du vermutlich nichts sehen.

Was ist dann da, wo das Weltall nicht ist?

Je nachdem, was Du mit Weltall meinst, ist es unter Umständen ebenso wenig da, wo das Universum nicht ist. Allerdings ist das Weltall über all dort wo die Raumzeit des uns bekannten Universums ist und entsprechende Referenzpunkte zulässt.

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Ich war schon auf so vielen Internetseiten

Du kannst dich auch wochenlang auf diversen Müllhalden aufhalten, viel wertvolles wirst du nicht finden.

3 Jahre Stammtisch ersetzen auch kein Politologie-Studium.

Mir platzt der Kopf wenn ich darüber nachdenke..

Nachdenken kann man nachher, nachdem man (glaubwürdige) Informationen aufgenommen hat.
Was du machst, ist nicht Nachdenken, sondern Phantasieren.

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Kommentar von Lumpazi77
16.07.2016, 10:25



"Was du machst, ist nicht Nachdenken, sondern Phantasieren"

Falsch, das ist Erforschen, das ohne Phantasie nicht funktioniert

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Für Dein Alter machst Du Dir aber tiefgreifende Gedanken...RESPEKT

So einfach ist das nicht zu beantworten, da hat Einstein ganze Abhandlungen darüber verfasst.

Vergiss es, die Unendlichkeit und die Ewigkeit in Gedanken erfassen zu wollen, dafür ist unser Wissen noch viel zu gering und unser Geist noch viel zu kümmerlich.

Ich bin der Meinung, es gibt unendlich viele Universen, was aber wissenschaftlich noch nicht bewiesen wurde. Schiebe ich also unser Universum gedanklich beiseite, dann würde ich die anderen Universen sehen, jede vermutlich wie eine Blase.

Raum und Zeit entstanden erst nach dem Urknall bedingt durch die Ausdehnung unseres Univerums.

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