Entsteht Entropie bei allen spontanen Prozessen ( z.b Vermischung von zwei Flüssigkeiten nach öffnen der Hemmung)?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Nein, nicht ganz.

Entropie entsteht grundsätzlich überall dort, wo Stoffmischungen stattfinden, Reibung auftritt oder Wärme eine Rolle spielt.

Fällt z.B. ein Gegenstand spontan vom Tisch und es wird Epot in Ekin gewandelt, muss dabei nicht zwangsläufig Entropie entstehen, vor allem dann, wenn man die Luftreibung vernachlässigt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Entropie ist eine statistische Größe und ist ein Maß für die "Ordnung" oder "Unordnung" eines Systems.

Überläßt man ein abgeschlossenes System sich selber,so strebt es einen Entropiemaximum zu.

Beispiel : Würde man die Erde abschirmen,so dass nichts hinein und nichts hinaus geht,so kommen ,wenn das Entropiemaximum erreicht ist alle physikalischen und chemischen Vorgänge zum erliegen.

Das nennt man dann den "Wärmetod".

In einen T-S-Diagramm (Temperatur-Entropie-Diagramm),ist die Fläche unter der Kurve T(s) die zugeführte oder abgeführte Wärmeenergie.

Qzu=T*(S2-S1) mit S2>S1 und T=konstant

beim absoluten Nullpunkt T=0° Kelvin (t=-273,15° Celsius) hat das Wasser die perfekte Ordnung ,Anordnung der Moleküle.

Wird nun Wäreenergie zugeführt,so bewegen sich die Moleküle um einen gedachten Ruhepunkt.Die "Unordnung" hat zugenommen.

Man könnte nun bei T=0° kelvin die Entropie gleich Null setzen.

In der Technik geht es aber um die Entropieänderung.

Beispiel : Eine Dampfturbinenanlage.

Frage ist immer:Wie kommt man vom Zustand 1 nach den Zustand 2

Zustand 1 an der Kesselspeisewasserpunpe t=20° und p=10 bar

Zustand 2 Siedetemperatur bei p=10 bar t=179° Celsius

Weil hier auch der Druck des Wassers berücksichtigt werden muss,benutzt man hierfür ein "Enthalpie" - Diagramm

Bei der Vermischung von 2 Flüssigkeiten ist die Entropie nach der Vermischung größer (größere Unordnung),als vor der Vermischung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vorsicht nur bei chemischen Reaktionen die bei konstantem Druck ablaufen: Hier muss die Entropie nicht unbedingt zunehmen und die relevante Größe ist die Änderung  der freien Enthalphie, gegeben durch

ΔG = ΔH - T ΔS

ΔH... Änderung der Enthalpie (= Reaktionswärme bei konstantem Druck)

ΔS...Änderung der Entropie

Ist ΔG < 0, so ist die Reaktion exergon (freiwillig).

Daraus sieht man deutlich, dass man bei endothermen Reaktionen die Temperatur i.A. größer als einen bestimmten Grenzwert machen muss, um eine exergone Reaktion zu erhalten, selbst wenn wenn ΔS > 0.

Ein exothermer Prozess mit ΔS > 0 ist dagegen immer exergon.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?