Entsteht durch Kauf einer landwirtschaftlichen Fläche automatisch ein Betrieb der Land- und Forstwirtschaft?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Die Fläche bleibt eine landwirtschaftliche Nutzfläche, weil sie so ausgewiesen ist. Deshlab steht das auch im Einheitswertbescheid.

Würde es Bauland, dann wäre es eben keine Landwirtschaftliche Nutzfläche mehr. Du hast ab keine funktionierende Landwirtschaft udn daher auch keinen Betrieb udn die Einnahmen aus der Verpachtung, sind für Dich einkünfte aus Vermietung udn Verpachtung (§ 21 EStG) udn nciht aus Land- und Forstwirtschaft (§ 13 EStG).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wurzlsepp668
21.11.2015, 16:57

einzig richtige Antwort ...

1
Kommentar von Y0DA1
21.11.2015, 19:35

naja für § 13 EStG müsste er ein landwirtschaftlichen Betrieb machen und dann sogar billanzieren, ohne billanzierung währe es § 13a EStG

Genau so gut, könnte er (wenn vorhanden) das Grundstück in ein gewerbliches Unternehmen bringen, dann hätte er Einkünfte aus § 15 EStG

Na und wenn er das Grundstück nicht bewirtschaftet (oder nur privat) und es auch nicht verpachtet, dann hat er daraus keine Einkünfte (solange er es nicht gleich wieder mit Gewinn verkauft).

0
Kommentar von Bankrevisor
21.11.2015, 23:02

Danke!

Mich irritiert einfach, dass es heißt "Für den Betrieb der Land- und Forstwirtschaft". Diese Aussage lese ich so, dass es einen entsprechenden Betrieb geben muss (den es aber faktisch nicht gibt). Ich möchte vermeiden, dass das Grundstück ggf. in 20 Jahren als Bauland verkauft wird und dann Steuern fällig werden weil Einküfte aus Land- und Forstwirtschaft.

Dass evtl. Pachteinkünfte in meinem Fall und VuV anzugeben sind, ist klar.

0

Einen Betrieb der Land- und Forstwirtschaft bilden auch einzelne land- und forstwirtschaftliche Flächen (§ 34 Abs. 7 BewG). Diese Vorschrift hat nur für die Grundsteuer eine Bedeutung. Die einkommensteuerliche Regelung ist eine andere. Wenn du die Fläche verpachtet hast, hast du Einnahmen aus  Vermietung und Verpachtung, § 21 EStG. Wenn nicht, ebend nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du kannst diese Frage oder Unsicherheit mit dem Sachbearbeiter vom Finanzamt besprechen. Kostet kein Geld und ist amtlicher als wenn du einen Steuerberater bezahlst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wurzlsepp668
21.11.2015, 16:59

und wenn der Sachbearbeiter sagt, es sind Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft??

im Übrigen kann das der Sachbearbeiter gar nicht feststellen, da dieser nur den Einheitswertbescheid erstellt.

Für die Veranlagung ist ein anderer / andere Kollege / Kollegin zuständig und der Einheitswertler wird sich hüten, den Kollengen in die Suppe zu spucken.

2

Was möchtest Du wissen?