Entsteht durch Fremdeinzahlung auf Geldanlage eines Dritten ein Anspruch darauf?

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8 Antworten

Einfach durch Einzahlungen wird so einfach kein Anspruch begründet.

Das Geld ist ohne Beweis des Gegenteils erst mal ein Teil der Erbmasse. Und natürlich kann jeder einen Anspruch an die Erbmasse geltend machen. Und muss das dann beweisen. Ein Teil des Beweises können die Einzahlungsbelege sein. Aber die Einzahlungen könnten auch Rückzahlung auf Schulden des Vaters sein oder aber eine Schenkung.

Im Endeffekt ist es ein Fall für die Gerichte wenn es keine gütliche Einigung gibt.

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Ist eigentlich alles schon gesagt:

Es spricht eine Vermutung dafür, dass das Geld zur Erbmasse gehört, es sei denn, der Vater kann ein Treuhandverhältnis nachweisen. In dem Treuhandvertrag muss dann auch dokumentiert sein, wer unter welchen Voraussetzungen berechtigt sein soll. Kann der Vater das Treuhandverhältnis nicht nachweisen, gehört das Geld den Erben.

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Anspruch könnte höchstens als Treugeber bestehen, wenn derjenige, auf dessen Namen das Konto lief, als Treuhänder fungiert hat. Wer aber ein solches Treuhandverhältnis behauptet, muss seine Behauptung - wie bei Ansprüchen generell - beweisen können, sonst kann er sie sich sparen. Ansonsten zählt nämlich der "Beweis des ersten Anscheins" - und nach wem als Eigentümer sieht wohl eine Geldanlage aus, die auf einen bestimmten Namen lautet?

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Dieser Fall zeigt wieder mal warum man nur einen Alleinerbe angeben sollte und den Anderen nur ein Vermächtnis erteilen sollte.

Ich bin mir zwar nicht sicher, aber wenn er Belegen kann, dass es für die eigene Pflegebedürftigkeit gewesen sei, hat er evtl. einen Anspruch dadrauf.

Bei mehren Erben muss sich eben geeinigt werden und man kann bei einer Erbschaftsauseinandersetzung ggf. taktisch vorgehen, aber auch nur wenn andere auf heißen Kohlen sitzen.

Naja viel erfolg.

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Es wäre eine Aussage wie jede andere. Wenn der Vater des Erblassers seine Einzahlungen nicht als sein Eigentum stichhaltig belegen kann, sodass der Sohn nur als Treuhänder fungierte, dann fällt jene Geldanlage in die Erbmasse und wird aufgeteilt. Wenn er jedoch nachweisen kann, dass er seinem Sohn das Geld "geliehen" hat, dann dann fält die Anage zwar auch in die Erbmasse, welche zu Gleichen Teilen wie die Schulden auf die Erben verteilt wird.

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Das wäre ja eine Schenkung, oder? - Anderfalls wäre es kriminell. Bei Schenkungen fällt Schenkungsteuer an. Rückforderung i. d. R. nur bei Verarmung möglich, aber nur innerhalb angemessener Frist. Möglicher Weise gilt die 10-jahres Frist.

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Kommentar von skyPunzki
07.07.2011, 21:16

Es gibt einen Schenkungssteuerfreibetrag der relativ Hoch angesetzt ist. In diesen Jahr liegt er bei 500.000 €. Ich meine in den letzten Jahr lag er bei 250.000 €

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So aus dem Bauch heraus würde ich sagen: wenn der Vertrag für die Geldanlage auf den Namen des Verstorbenen lief, gehört das dort Angelegte zur Erbmasse.

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Es kommt darauf an , wer Kontoinhaber ist / war !

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