Entsteht bei der gewinnung von eisenoxid salzsäure?

3 Antworten

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weil sich ja H und Cl zu HCl verbinden?

H2 und Cl2 entstehen ja nicht an der gleichen Elektrode, die müssten erstmal zusammenkommen. Das können sie in der Gasphase. Wobei das Cl2 größtenteils vorher reagiert, bevor es als Gas in die Atmosphäre entweicht.

So ganz von alleine würden H2 und Cl2 nicht miteinander reagieren, allerdings reicht eine kleine Energiezufuhr aus, um die Mischung zu zünden.

H2 und Cl2 zu gleichen Teilen gemischt nennt man auch Chlorknallgas - zur Zündung reicht ein Lichtblitz aus.

Wasserstoff und Chlor sind zwei Gase, die sofort entweichen. Salzsäure ist ein in Wasser gelöstes Gemisch aus den beiden Gasen (H und Cl), was auch erklärt, weshalb Salzsäure maximal 33%-ig ist. Mehr H- und Cl-Anteil lassen sich nicht im Wasser binden, sondern würden als Gase wieder entweichen.

Dieser Vorgang der gemeinsamen Lösung von Wasserstoff und Chlor im Wasser - welcher als chemische Formel recht einfach dasteht - bedarf in der Praxis etwas mehr Aufwand. Da müssen bestimmte Druck- und Temperatur-Bedingungen eingehalten werden und Einiges mehr (Katalysatoren usw.), damit es zur Lösung der Gase kommt. Bei Deinem Beispiel mit den zwei rostige Nägeln sind diese Bedingungen nicht gegeben, so daß Du von einer sofortigen Entweichung der Gase ausgehen kannst - zumal es sich hier um Mengen im Milli-Mol-Bereich handelt...!

Die chemischen Reaktionen sind folgende:

An der Kathode wird intermediär Na gebildet, das mit Wasser unter Bildung von Wasserstoff und Natronlauge reagiert.

An der Anode wird intermediär Chlorgas gebildet, das mit Wasser unter Disproportionierung zu Chlorid und Hypochlorit reagiert. Letzteres oxidiert Eisen zu Eisenoxid und wird selbst zu Chlorid reduziert.

Salzsäure entsteht da also nicht.

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