Entsorgung von Sturmschäden

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1 Antwort

Grundsätzlich muss immer derjenige für Schäden aufkommen, der sie verursacht hat und verantwortlich ist. Dazu reicht aber die bloße Stellung als Eigentümer eines umgestürzten Baumes noch nicht aus. Schäden, die ein Naturereignis wie ein Sturm auslöst, sind dem Eigentümer eines Baumes nur dann zuzurechnen, wenn er sie durch sein Verhalten erst ermöglicht oder durch pflichtwidriges Unterlassen herbeigeführt hat. Grundsätzlich genügt aber nicht, dass der Eigentümer Bäume gepflanzt und aufgezogen hat: Solange die Bäume im Garten gegen die normalen Einwirkungen der Naturkräfte widerstandsfähig sind, haftet er nicht.

Aus diesem Grund muss der Grundstückseigentümer den Baumbestand regelmäßig auf Krankheit und Überalterung kontrollieren. Nur wenn ein Baum erkennbar krank oder schlecht gepflanzt ist und trotzdem nicht entfernt wird, muss der Eigentümer für einen Sturmschaden aufkommen.

Quelle: Gartenrecht

Also ich denke das ist immer eine Entscheidung des Einzelfalles, waren es ganz normale, gesunde Bäume, kannst du nichts dafür. Waren sie aber morsch, haftest du.

Ansonsten haftet die Gebäudeversicherung, sofern ein Schaden am Gebäude entstanden ist durch Sturm (natürlich muß eine Versicherung abgeschlossen sein).

Da man aber mit einem Nachbar meist auf Jahre oder Jahrzehnte zusammenlebt und ein gutes Verhältnis wünschenswert ist, kann man ja die Aufräumarbeiten gemeinsam erledigen.

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