Entscheidungen nach Prinzipien oder von Abwägung der Folgen treffen?

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1 Antwort

  • Die Fragestellung gibt ein Entweder-Oder vor, das überhaupt nicht gerechtfertigt ist. Selbstverständlich kann man beides miteinander verbinden und muss alle Facetten abwägen.
  • Jeder Mensch hat seine eigenen Wertvorstellungen und wenn man seine eigenen und auch die der anderen betroffenen Menschen kennt, dann kann und sollte man solche Werte selbstverständlich berücksichtigen. Natürlich gilt es immer, die Folgen des eigenen Handels und der eigenen Entscheidungen zu berücksichtigen und sie hinterher auch zu verantworten. Ein Entweder-Oder kann nur falsch sein. Warum Aspekte ignorieren, die man überblicken könnte? 
  • Zu dem konkreten Beispiel: Meines Erachtens verwechselst du gerade Moral/Prinzipien und Vor- und Nachteile. Das moralische Handeln wäre im allgemeinen gewesen, bei der Wahrheit zu bleiben, denn Lügen und Betrügen gilt quasi nie als moralisch. Umgekehrt liegt dem Neukauf und Verheimlichen doch gerade eine sehr nüchterne Güterabwägung zugrunde: Du ersparst dir Ärger und dem anderen die Trauer. 
  • Zu deiner Entscheidung: Natürlich war deine Entscheidung in diesem Falle aber eigentlich in jeder Hinsicht falsch und schlecht. Einerseits ohnehin gegen Prinzipien und Moral, andererseits überwiegen objektiv gesehen auch die Nachteile, denn die Gefahr des Ertapptwerdens ist doch riesig und rechtfertigt keineswegs den möglicherweise ersparten Ärger. 

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