Entschädigung für Pferd nach Hundebiss?

8 Antworten

Aus meiner Sicht hat der Pferdehalter, aufgrund der nicht vorschriftsmäßigen Einzäunung, in jedem Fall eine Mitschuld an der Schadenhöhe. Da es sich aber bei der Tierhalterhaftpflicht, genauso wie bei der KFZ-Haftpflicht, um eine Gefährdungshaftung handelt, muß die THV erstmal ins Boot und wird dann sicherlich den entsprechenden Regreß beim Pferdehalter prüfen. Sollte der Gesamtschaden nur durch den "Zaunfehler" begründet sein, wird die Haftpflicht den Schaden ablehnen und passiven Rechtsschutz leisten. Das kann ich mir aber nicht vorstellen, denn ohne Hund wäre es nicht zum Schaden gekommen. Momentaner Reitausfall und *möglicher" Verlust bei einem sofortigen Verkauf sind jetzt erstmal absolut im Hintergrund. das kann man später noch klären.

Aus meiner Sicht hat der Pferdehalter, aufgrund der nicht vorschriftsmäßigen Einzäunung, in jedem Fall eine Mitschuld an der Schadenhöhe.

Ja, und 'ne Bank hat selber Schuld, wenn sie viel Geld in der Kasse hat, was?

Unglaublich wie wenig Ahnung hier manche vom Versicherungsrecht haben, obwohl man doch alles nachlesen kann...

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@Plattschnacker

Bislang schreibst Du nur das ich falsch liege, warum schreibst Du nicht. So, wie ich das verstanden habe ist die Verletzung auch durch den Zaun entstanden, was ist also falsch an der Aussage ? Hätte er den richtigen Zaun, wäre der Schaden geringer.

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Deine Tierhalterhaftpflichtversicherung wird die Ansprüche des Pferdehalters zurückweisen, da der Schaden nicht von dem Hund verursacht wurde, sondern von dem illegalen Stacheldraht. Sei unbesorgt - Du musst da nichts aus eigener Tasdche zahlen. Die Abwehr unberechtigter Forderungen - ggfs. auch vor Gericht - ist eine Leistung Deiner Haftpflichtversicherung.

Und wie ist das, wenn andere Nutztiere auch noch auf der Weide standen? Frage wegen vorher gegebener Antwort....

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@avisy

Es ist irrelevant für den Schadensfall, daß die Tiere in Stacheldrahtumzäunung standen, denn ohne den hetzenden Hund wäre der Schadensfall nicht eingetreten.

Wäre es so, wie Du schreibst Hummel, dann hieße das im Umkehrschluß, daß Hunde in Stacheldraht eingezäunte Pferde jagen DÜRFTEN. Und das ist nicht so.

Eine Mitschuld des Pferdes ist nicht gegeben. Der Hund ist auf ein Privatgrundstück eingedrungen und hat den Schaden verursacht.

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@Plattschnacker

Natürlich zählt die Haftung des Hundes. Aber nur soweit Schäden entstanden die auch bei einer normalen und vorgeschriebenen Umzäunung entstanden wären. Für Schäden die erst durch den unerlaubten Einsatz von Stacheldraht überhaupt verursacht werden konnten ist der Pferdehalter selbst verantwortlich.

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Der Fall ist etwas komplizierter denn Pferdehaltung auf Koppeln mit Stacheldrahtumzäunung ist in Deutschland eigentlich NICHT erlaubt, außer es werden auch andere Nutztiere (wie z.B. Rinder auf der gleichen Koppel gehalten), also hast im Grunde du nur eine Teilschuld an dem Unfall, da der Halter d. Pferdes fahrlässig gehandelt hat, da er sein Pferd auf einer nur ungeeignet umzäunten Koppel gehalten hat. Das wird deine Versicherung aber warscheinlich bei der Befragung zum Tathergang berücksichtigen und sich selbst damit auseinander setzten :)

ja, nur ehrlich gesagt wäre es mir lieb, wenn die trotzdem alles zahlen... fakt ist, dass das meine schuld war, weil ich zu spät reagiert habe und da will ich nicht, dass der besitzer noch mehr nachteile davonträgt als er eh schon hat....

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@avisy

Es ist irrelevant für den Schadensfall, daß die Tiere in Stacheldrahtumzäunung standen, denn ohne den hetzenden Hund wäre der Schadensfall nicht eingetreten.

Wäre es so, wie Du schreibst Hummel, dann hieße das im Umkehrschluß, daß Hunde in Stacheldraht eingezäunte Pferde jagen DÜRFTEN. Und das ist nicht so.

Eine Mitschuld des Pferdes ist nicht gegeben. Der Hund ist auf ein Privatgrundstück eingedrungen und hat den Schaden verursacht.

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