Entschädigung bei Kündigung nach Probezeit

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7 Antworten

Wenn dein ArbG mehr als 10 Vollzeitmitarbeiter beschäftigt, besteht ab dem 7. Beschäftigungsmonat Kündigungsschutz, so dass du gegen die Kündigung klagen kannst. Der Streitwert bei einer Kündigungsschutzklage beträgt 3 Monatsgehälter. Jeder muss seine Anwaltskosten - unabhängig vom Ausgang - selbst tragen. Da kommen schnell rund 1500€ zusammen. Demgegenüber besteht im besten Falle vielleicht eine Aussicht auf eine Abfindung von einem halben bis einem Monatsgehalt. Einen Rechtsanspruch darauf gibt es allerdings nicht.

Einigst du dich mit dem ArbG im Rahmen eines Aufhebungsvertrages auf eine Abfindung, wird dir diese idR aufs ALG angerechnet, so dass dir im Endeffekt auch nichts davon übrig bleibt.

Ich würde nach der kurzen Beschäftigungsdauer von Rechtsmitteln abraten.

padesmos 07.07.2013, 23:49

Einigst du dich mit dem ArbG im Rahmen eines Aufhebungsvertrages auf eine Abfindung, wird dir diese idR aufs ALG angerechnet, so dass dir im Endeffekt auch nichts davon übrig bleibt.

<< Wie kann ich dies machen? Hast du konkretes Bsp. für mich? Korrigiere mich bitte wenn ich übertreibe: Ich möchte Aufhebungsvertrag mit 3 normal bezahlten Monaten + Freistellung + Abfindung (Geldbetrag: 3 x Monatsgehalt)?? Ist das zu viel?

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Nach 8 Monaten Betriebszugehörigkeit hast du keinen Anspruch auf eine Abfindung.

Mit welcher Begründung willst du die denn durchsetzen? Dass du direkt neben deine Firma ziehst, ist eine Unvorsichtigkeit, die sich jetzt rächt. Dazu wurdest du aber ja sicher nicht aufgefordert.

Eine Entschädigung verlangen??? Eine Entschädigung ist eine freiwillige Zahlung des Arbeitgebers. Heisst, du kannst mal ganz höflich anklopfen und nachfragen ... Aber welche Firma hat heutzutage was zu verschenken bzw. welche Firma interessiertes, was die Mitarbeiter für Belange, Wünsche oder Ansprüche hat ... ??? Wach auf, die Zeit in der eine Entschädigung gezahlt wurden, sind lange vorbei. Ausserdem verstehe ich nicht, wie man bei Kündigung nach Probezeit eine Entschädigung verlangen kann/will. Sowas gibts/gabs evt. nach sehr langer Betriebszugehörigkeit. Das nannte sich auch Abfindung.

Verlangen kannst Du alles. Aber bei fristgemäßer Kündigung hat man keinen Rechtsanspruch auf Abfindung. Wenn die Dir was anbieten, freu Dich.

naja, wie kommst du darauf das du nach 8 monaten anspruch darauf hast?

Wieso Entschädigung? Du hast doch keinen Anspruch auf Entschädigung. Haben sie dir eine Festanstellung auf Lebenszeit zugesagt? Der Kauf der Eigentumswohnung? ist dein Problem.

Wenn die Probezeit 8 Monate betragen hat und du danach nicht übernommen wurdest, dann sehe ich da keine Entschädigung.

ralosaviv 28.06.2013, 22:48

Die Probezeit darf längstens 6 Monate betragen.

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latricolore 28.06.2013, 22:59
@ralosaviv

Echt? ich dachte, einige verlängern unterdessen munter bis zu einem Jahr? OK, danke, wieder was gelernt! :-)

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Familiengerd 28.06.2013, 23:07
@ralosaviv

Die Probezeit darf längstens 6 Monate betragen.

Das ist - rein formal - eine Irrtum, denn es kann grundsätzlich auch eine längere Probezeit vereinbart werden.

Das "Problem" nur: Die Frage ist rein akademisch, denn eine längere Probezeit - über 6 Monate hinaus - ist folgenlos, da die üblicherweise mit "Probezeit" verbundene kurze Kündigungsfrist und der eingeschränkte Kündigungschutz für längstens 6 Monate gelten.

Aber das weißt Du ja! ;-)

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ralosaviv 28.06.2013, 23:09
@Familiengerd

Das ist mir hinlänglich bekannt.

Die Probezeit spielt in dem Zusammenhang aber auch überhaupt keine Rolle. Sie hätte auch nur einen Monat betragen können. Der Kündigungsschutz wäre dennoch nicht vor Beginn des 7. Beschäftigungsmonats eingetreten.

Aber das weißt du ja;-))

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Familiengerd 28.06.2013, 23:15
@ralosaviv

Da hab' ich mich jetzt "vergaloppiert" bzw. unklar ausgedrückt :-(

Also: Verkürzung der Kündigungsfrist für längstens 6 Monate; Einschränkung des Kündigungschutzes für 6 Monate! So, nur 'mal zur eigenen Klarstellung ...

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